Familienleben

Allein das Verständnis, das in diesen Antworten steckt, tut schon gut! Hier wissen alle, wovon die Rede ist, wenn es um den Alltag mit zwei richtig kleinen Kindern geht!
Ein Tipp vom urbia Team

  • 21.02.17 - 17:48

    Zwei kleine Kinder, bin total am Ende

    Hallo ihr lieben.

    Ich weiß garnicht wo ich anfangen soll. Ich bin so fix und fertig. Ich habe zwei kleine Kinder (2 Jahre und 6 Monate) die Große kommt erst im Sommer in den Kindergarten. Mein Mann ist viel auf der Arbeit. Wenn er zuhause ist unterstützt er mich sehr mit den Kindern. Da bin ich auch dankbar für. Aber die meiste Zeit bin ich alleine mit ihnen. Von morgens bis abends ist hier nur Lärm. Die Große schreit direkt in einer Wahnsinns Lautstärke wenn ihr etwas nicht passt (und das kommt sehr der häufig vor). Die kleine schläft noch nicht durch. Wird zwischen 2-3 mal wach und hat Hunger. Ich habe keine ruhige Minute mehr. Wenn die beiden im Bett sind muss ich noch etwas aufräume, gehe duschen und dann setze ich mich mal eine halbe Stunde hin.. aber danach geh ich schlafen damit ich für den nächsten Tag fit mit. Familie die uns unterstützen würde habe ich keine. Von meiner Seite habe ich nur meine Mutter die aber auch berufstätig ist und unser Verhältnis ist eher schwierig. Meine Kinder würde ich dort nicht hin geben. Die Familie meines Mannes hat kein Interesse an uns und den Enkeln.

    Ich wusste ja es wird nicht einfach. Der geringe altersabsand war ja auch gewollt und ich bereue nichts. Aber an manchen Tagen sitze ich abends da und mir laufen nur so die Tränen weil ich mich nicht mehr als Mensch fühle! Man muss nur noch funktionieren..

    Ich weiß nicht wie das besser werden soll :-(

    Antworten  2
    • Es wird zumindest besser, wenn der Große in der Kita ist.
      Ansonsten habe ich leider auch keinen Rat, ich fürchte, da musst Du durch.

      Durchhalten! Es wird besser.
      Wir haben 3 Kinder. Die Große ist 6 aber auf einem Entwicklungsstand von etwa einem Jahr. Dann eine gesunde Zweijährige und unser Baby von 4 Monaten. Die Mittlere kommt auch erst im Sommer in den kiga. Mein Mann kommt auch häufig erst gegen 20 Uhr nach Hause und unterstützt mich wirklich toll, wenn er da ist. Abends mache ich Haushalt, lerne für die Uni. Außerdem hat die Große jede Nacht nur das Bedürfnis von 3 bis 4 Stunden Schlaf und unser Baby will ab 1 Uhr immer halbstündig gestillt werden. In Ruhe sitzen oder zeit für mich habe ich niemals. Mein Mann auch nicht... Helfen tut mir, wenn ich mir vor Augen führe, was ich alles leiste und sage mir, dass ich darauf stolz sein kann.

      Sobald die Mittlere in den kiga geht, wird es einfacher. Richtig Luxus wird es nächstes Jahr, wenn unser Baby (dann schon 2 Jahre. Wow) auch in den kiga kommt. Muahaha.

      Bis dahin werden die Nerven arg strapaziert. Gehört dazu. Rufe dir immer ins Gedächtnis wie toll das Leben mit deinen Kindern ist. Manchen Frauen bleibt ein Kind verwehrt. Das ist in meinen Augen wesentlich grausamer.

      Liebe Grüße und halte durch! :-)
      Ninly

      Kannst du dir mal einen Babysitter gönnen und dir was gutes tun? Einfach mal 2 Stunden beim Frisör sitzen und sich schön machen lassen oder sowas tut der Seele extrem gut.

      Ich gönne mir alle 6 - 8 Wochen eine kleine Auszeit bei der Kosmetikerin. Das tut sooooooo gut, angenehme Gerüche, leise Musik im Hintergrund, zum Abschluss noch eine kurze Massage......, ist aber eben nur drin wenn man nicht zu sehr aufs Geld achten muss.

      Wenn man keine Familie hat dann muss man sich andere Möglichkeiten suchen. Babysitter, "Ersatzoma" (in manchen Städten gibt es da richtige Agenturen für Leih-Omas. Ältere Damen deren Enkel weit weg wohnen oder die keine haben sich aber gerne um Kinder kümmern....), und wenn die nur mal 1 Kind nehmen und du hast Exklusivzeit fürs 2. entlastet das schon sehr.

      Schaff dir kleine Inseln im Alltag. Versuch das beide zusammen schlafen Mittags. Und dann nix Haushalt. Entweder selber Augen zu machen oder mit leckerem Getränk ab aufs Sofa und Pause machen. Haushalt aufs Wochenende legen und Papa mit ran ziehen. Oder Papa mit Kindern für 2 Stunden raus werfen, du wirst staunen wie viel man in 2 Stunden ungestört arbeiten plötzlich erledigt hat was in der Woche mit 2 Kindern dazwischen ewig gedauert hätte.


    • Dann suche Dir Unterstützung, ob Babysitter, Leihoma oder eine Spielgruppe ohne Eltern an zwei oder drei Vormittagen für die Große das richtige sind, kommt aufs Kind und die Angebote bei Euch an. vielleicht gibt es auch Freunde die, mal bereit sind eins der Kinder zu nehmen. Gerade wenn ihr keine familiäre Unterstützung habt, dann lieber früher als später ein gutes Netzwerk aufbauen, dass die Kinder im Fall der Fälle oder auch mal einfach nur für einen Abend als Paar, bei jemandem anderen gut aufgehoben sind.

      Auch finde ich, dass es wenn das Wetter wieder besser ist, einfacher mit Kindern ist, weil man viel mehr draußen sein kann. Das ist mit meinen beiden schon immer einfacher.

      Wann geht Dein Mann denn morgens aus dem Haus? Wann kommt er abends? Was kann er Dir abnehmen? Überlegt es euch konkret. Kann er z.B. abends noch bevor er ins Bett geht einmal im Wohnzimmer und der Küche klar Schiff machen und die Spülmaschine anstellen? Wird die Kleine noch gestillt? Dass sie nicht durchschläft mit 6 Monaten finde ich jetzt eher normal. Aber vielleicht kann der Papa ja mal am Wochenende eine Nacht mit Fläschchen übernehmen, falls sie das akzeptiert. Außerdem wird es am Wochenende doch hoffentlich möglich sein, dass Du mal eine Stunde Auszeit bekommst. Da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass man nicht wirklich Pause hat, so lange die Kinder mit in der Wohnung sind, entweder Mann und Kinder rausschicken oder selber rausgehen.

      Gerade beim nächtlichen Aufwachen, fiel es mir immer leichter, wenn ich es so akzeptieren konnte wie es war und nicht immer gedacht habe wie schrecklich das alles gerade ist.

      Meine Jungs sind 13 Monate auseinander. Macht die Grosse noch Mittagsschlaf? Dann sieh' zu, das Du den Kleinen in den gleichen Rhythmus bekommst. So bekommst Du eine Stunde zum Auftanken / Schlafen (mach' da bloß nix im Haushalt!).
      Ansonsten war ich mit den Jungs täglich mindestens 3 Stunden draussen, meistens auf dem Spielplatz. Den Kleinen im Tragetuch, damit ich die Hände für den Grossen frei hatte. Das hat allen gut getan und nette Leute habe ich auch kennengelernt.

      Haushalt: Ausser den schnellen und / oder nötigsten Sachen wurde alles auf's Wochenende geschoben. Meistens machte mein Mann mit den Kindern den Grosseinkauf und ich hab' geputzt.

      Es wird jeden Tag ein bißchen einfacher - ehrlich.

      Grüsse
      BiDi

    • Hallo,
      meine Kinder sind auch 2Jahre alt und 7 Monate alt und ja, es gibt Tage da ist es verdammt hart, ich weiß wie du dich fühlst.
      Ich finde aber das das wichtigste Organisation ist.
      Hier meine "Überlebenstipps" die sich bei mir bewehrt haben:
      + Am Wochenende Speiseplan für die Woche schreiben und alles einkaufen- dann hat man unter der Woche alles vorätig und kann gleich mit dem Kochen beginnen ohne vorher erst zu überlegen und einzukaufen
      + Ebenfalls am Wochenende "Großputz" also Rauswischen, Bäder putzen, Treppen wischen.... gemeinsam mit dem Mann
      + wenn man am nächsten Tag einen Termin hat oder irgendwo mit den Kindern hin will Tasche abends in Ruhe vorpacken und ggff Kinderwagen und so etwas schon mal ins Auto räumen,,, dauert mit Kindern 30 Minuten, ohne 5 :-)
      + abends Kleidung für alle Beteiligten raus legen
      +Mittags mit der Kleinen hinlegen ( wenn die Große noch Mittagsschlaf macht)
      + und jeden Tag raus gehen... sonst fällt uns die Decke auf den Kopf

      Meine Kleinste schläft auch noch längst nicht durch... manchmal kommt sie stündlich, dann hole ich sie zu mir ins Bett, so bekommen wir alle genügend Schlaf.

      Halte durch!

      lg

      suma

      Sitzt du den ganzen Tag nur zuhause? Wenn ja, geh spazieren, guck nach 'muetter-spazier-gruppen' krabbelgruppen, kindermusik....

      Man gewöhnt sich an alles ;)

      Hallo.

      Ich verstehe dich gut. Ich bin dir ein halbes Jahr voraus und gehe auf dem Zahnfleisch. Meine Große ist 3.5 und ein normales Mädchen, das gerne mal bockt aber auch sehr verständig und vernünftig sein kann. Aber vom Typ her ist sie sehr quirlig und sehr laut. Sie forderr viel Entertainment und Spielbegleitung. Die Kleine Schwester, 1Jahr, ist seit Woche eins unsagbar anstrengend. Laut und fordernd ohne kleinste Pause. Beide zusammen veranstalten hier eine lähmende Geräuschkulisse. Es ist das reinste Irrenhaus...Gehirnwäsche... Immer wieder drängt sich mir das Bild in den Kopf, dass ich ein verendender Wirt bin, ausgelaugt von Parasiten. Das meine ich nicht böse, natürlich liebe ich meine Kinder. Aber es macht mich fertig, dass sie natürlich keinerlei Rücksicht zeigen, obwohl ich einfach nicht mehr kann. Und doch muss ich.

      So. Was kann dich nun trösten?
      Es wird bald Frühling. Mit besserem Wetter und mehr Sonne wird es wirklich erträglicher. Du wirst etwas mehr Energie bekommen. Im Sommer wird dein Kleiner mobiler sein und es wird etwas leichter. Dann startet der Kindergarten. Bis zum Winter seid ihr aus dem gröbsten raus.

      Sei nicht traurig, dass die Große noch nicht im Kindergarten ist. Unsere Große ist laufend krank seit sie im Kindergarten ist und das war mit sich oft ansteckendem Säugling noch schlimmer.

      Es ist tatsächlich so. Du musst noch etwas aushalten. Einige Tipps hast du bekommen, ob welche davon anwendbar sind, kannst du beurteilen oder testen.

      Alles Gute

      Was unternehmt ihr denn so? Bei uns gab es einen Spielkreis von der Kirche für Kinder ab 1 Jahr. Da bin ich mit beiden jeweils hingegangen. Erst gemeinsames Singen, Singspiele etc. und die gleichen Rituale und dann spielten die Kinder auch allein und miteinander - je nach Alter. Und wir konnten mal entspannt zusammen sitzen, einen Kaffee trinken und uns ausquatschen. Kinder waren ja alle mit im selben Raum. Säuglinge lagen derweil im Kinderwagen oder im Tragetuch. War eine tolle Sache und total entspannend. Gibt es nicht etwas in der Art bei euch? Wie verhältst du dich denn, wenn die Große so kreischt? Kriegt sie dann doch, was sie vorher nicht durfte? Eine Bekannte aus unserer Kita hatte damals auch so ein Modell Kreissäge. Man hörte sie im Supermarkt schon schreien, wenn man erst reinkam. Fördert auch nicht gerade die sozialen Kontakte, weil sich das niemand freiwillig im Umfeld antun will. Ich kann dir leider nicht sagen, wie sie das in den Griff bekommen haben.

      Habt ihr Kontakt zu anderen Kindern? Vielleicht ist die Große auch nicht ausgelastet, wenn ihr viel drinnen sitzt. Wie können ein Säugling und eine 2-jährige den ganzen Tag nur Lärm veranstalten? Kann es sein, dass du da was auf die Kinder überträgst?

      Stillst du noch? Spätestens wenn du abgestillt hast, könnte dein Mann eine Nachtschicht am WE übernehmen. Du übernimmt von Fr. auf Sa und er von Sa. auf So. Der Frühaufsteher macht Frühstück für alle und kümmert sich um die Brut, der andere darf ausschlafen.

      Dann schickst du deinen Mann mit der Großen 2 Std. auf den Spielplatz und das Kleine nimmt er mit im Kinderwagen. Wenn er dich eh auch sonst unterstützt, ist das doch eigentlich auch kein Problem. Außerdem ist dein Mann auch in der Pflicht, er wollte den kurzen Altersunterschied offenbar auch.

      Huhu, habe auch zwei Winzlinge gehabt, 15 Monate auseinander.

      Hier sind meine Tipps:

      1. Dringend eine Putzfrau die am besten noch die Wäsche macht. Wenn es das letzte wäre was ich mir leisten könnte, ich würde es tun.

      2. Viel raus gehen, bei jede Wetter. Zoo, Vogelpark, Wildpark, Wald. Wetterfeste Kleidung an, Snack einpacken und los.

      3. Festen Mittagsschlaf einführen bd in der Zeit NICHT aufräumen, NICHT die Spülmaschine einräumen, sondern selber hinlegen und schlafen.

      4. Mit anderen Mamas verabreden. Die Große spielt dann mit dem anderen Kind, die Kleine hat was zu gucken oder pennt auf deinem Schoß und du hast mal Pause und kannst Kaffee trinken und durchatmen.

      5. In Stein gemeißelte Bettzeit fur die Kinder abends und dann selber ab in die Badewanne mit Lieblingsschaumbad und vor den Fernseher mit einer spannenden Serie mit dem Mann. ;-)

      • 21.02.17 - 22:50

        Genau so habe ich das auch gehandhabt damals.
        Ich hatte drei Kinder, die letzten beiden im Abstand von 18 Monaten.
        Putzfrau natürlich und unbedingt!
        Allerdings hatte das zweite Kind Förderbedarf, wir waren eigentlich überwiegend unterwegs.Krankengymnastik, Ergotherapie u.s.w.ich habe immer alle mitgenommen.
        Natürlich waren wir auch viel auf dem Spielplatz mit anderen Müttern.
        Die Kleinen haben Mittagsschlaf gemacht.Soviel Zeit war dann gar nicht übrig.
        Um 20.00 lagen alle im Bett.
        Ich war damals "schon " Anfang 40.So anstrengend fand ich das gar nicht.
        Immerhin hatte ich noch Zeit regelmäßig im Fitness Studio ( mit Kinderbetreuung ) mit den Kindern aufzuschlagen.
        Gestresst hätte mich das Putzen.( oder bügeln )
        So musste ich nur einkaufen und kochen, dafür aber jeden Mittag ( Mann kam zum Essen in der Mittagspause )

        • 22.02.17 - 06:09

          :-)

          Mir hat die sehr geregelte Tages-Struktur (viiiiiieeeel geregelter als ich das vorher in meinen wilden 20ern gewohnt war) definitiv geholfen. Die Kinder macht dasja auch ruhiger.

          Und ein gutes Tragesystem für das Kleine war bei uns wichtig. Mit 6 Monaten sass der kleine Monsieur in der Manduca, so hatte ich die Hände für die Große frei und er was zu gucken und war immer zufrieden.Ich hatte eine schwedische Tragejacke für den Herbst und Winter.

          Familienbett hat bei uns das Aufstehen nachts erleichtert, aber in der babybay Version (gibt es auch für größere Kinder) So konnte ich auch schlafen, ohne dass mich einer getreten hat.

          • 22.02.17 - 14:45

            Ja alles organisiert.Zu Hause waren wir selten.Mittagsschläfchen hab ich oft auch gemacht.
            Nachts musste ich meist nur zwei bis drei mal stillen.
            Wenn man zuvor viele Jahre im Berufsleben gestanden hat, organisiert man diese Zeit zu Hause dann höchstwahrscheinlich ähnlich und schafft sich Strukturen.

      Hey lass dich drücken

      Du bist nicht alleine, ich habe auch zuhause eine 22 monate alte tochter und eine drei wochen alte tochter. Bin teilweise auch am ende vorallem am abend merke ich es auch wenn beide mal entlich schlafen. Phuuu....

      Wir schaffen diese zeit und später werden wir zurück denken und sehen wie stark wir waren.

      Ich weine auch viel am abend und mein partner muss mir dann eben immer zuhören und mir über den kopf streicheln. Das tut dann sooooo gut, einfach mal alles los werden.
      Ich habe wie du niemand der mir mal eines abnimmt. Die grosse ist in der kita zwei tage die woche da ist mal einbisschen ruhe.muss aber bald wieder arbeiten, hab jetzt schon angst wie das wird. Aber ich denke trotzdem immer dass es vorbei geht und die zeit kommen wird wo ich die kleinen racker vermissen werde.

      Ganz liebe grüsse und viel viel kraft wünsche ich dir. Alyal

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