Familienleben

  • 17.05.17 - 22:21

    Das erste eigene Domizil

    Hallo
    Wie war es bei euch, oder euren Kindern ? Welche Ansprüche gab es ? Ich habe eben in einem anderen Thread bei der ersten eigenen Wohnung etwas gelesen von wegen dieses und jenes wäre nicht recht, und dass es gleich ein Neubau werden muss #gruebel
    Muss das sein? Darf ein junger Mensch überhaupt solche Ansprüche stellen?
    Wenn ich an meine erste Bleibe denke...Überteuerte,alte Wohnung die ihre besten Zeiten hinter sich hatte. Wir lebten dort als WG zu 4. Das Bad war winzig, stand regelmäßig unter Wasser und ein Mitbewohner war ein ganz ganz komischer Kauz.

    Aber ich habe es überstanden. Gehört dass nicht irgendwie zur Jugend dazu?

    Liebe Grüße #blume

    Antworten  1
    • Mh ich komme aus einem kleinen Dorf und bin damals mit 18 in ein noch kleinere gezogen. Der Vorteil damals noch: es gab genügend Wohnungen zu spottbilligen Preisen. Auto war eh vorhanden. Ansprüche damals: gutes Internet (Gamer brauchen das :-p), Platz für die Tiere und Wanne. Geworden ist es eine WG mit einer Freundin: 135qm, 5 Zimmer, Bad mit Wanne, separateres Gäste-wc und Balkon für 700€ warm all in. Tya rückblickend war das die größte und tollste Wohnung die ich in meinem Leben bewohnt habe #rofl ich kann also nicht behaupten das ich jemals eine schlechte Wohnung hatte und das Selbstfinanziert.

      Jetzt wohnen wir Großstadtnah und Wohnraum ist knapp und vor allem teuer. Ich nehme also mal stark an das unsere Töchter etwas bescheidener sein müssen...allerdings würden wir wohl auch nach Möglichkeit unterstützen damit die erste Wohnung nicht zuuuu schlimm wird ;-)

      Hallo
      Na da kann ja nur mein Thema gemeint sein #rofl Leider spinnst du dir aus zwei kleinen Aussagen etwas ziemlich falsches zusammen #kratz. Mit Hintergrundwissen würde die Möglichkeit die sie bekommen hat wohl jeder klar denkende Mensch annehmen.
      Und ja, man kann tatsächlich auch gut groß werden ohne je solche Erfahrungen wie du gemacht zu haben.

      Unsere erste eigene Wohnung war ein kleines,einfaches Apartment. Es war schön. Ich vermisse auch jetzt nichts.

      LG


        • Ach meine Frage war eigentlich eine ganz andere, ich habe im "Jugendlichen" Abteil gefragt wie es in anderen Familien mit den Zimmern gelaufen ist wenn Kinder ausgezogen sind.
          Da habe ich dann in einer Antwort erwähnt dass meine Tochter es nicht unbedingt gewollt hätte in eine WG zu ziehen, oder in eine überteuerte Mini Studentenbude für die sie quasi jeden Cent umdrehen muss und nur dafür arbeitet. Sie hätte es gemacht wenn es nötig wäre, war es aber einfach nie ,und letztendlich ist jetzt besser gekommen. Nicht verwerflich finde ich, aber auf Urbia wird sowas ja schnell mal verdreht.
          Und ja, es ist halt ein Neubau. In den ICH keinen Cent stecke #schrei
          Die schlimme Jugend von heute #rofl

      Meine erste eigene Wohnung war eine kleine Erdgeschosswohnung im Hinterhaus. Absolut duster. Das Bad war so klein, dass man über die Toilette steigen musste, um in die Dusche zu kommen.

      Meine Ausstattung waren eine Matratze und ein paar Pappkartons als Schrank.

      Ich hab sie geliebt!

    • Ach ganz vergessen... natürlich darf ein junger Mensch solche Ansprüche haben...warum auch nicht? Es muss nur in irgendeiner Form finanzierbar sein. Ich bin froh nie in einer mini-Wohnung mit fensterlosen Bad gewohnt zu haben.

      >>>Darf ein junger Mensch überhaupt solche Ansprüche stellen?<<<

      Solange er nicht erwartet, dass andere Leute seine Ansprüche erfüllen, darf er Ansprüche stellen so viele er will. Das hat auch nichts mit dem Alter zu tun.
      Man wird nicht automatisch ein besserer Mensch, wenn die erste eigenen Bude ein dunkles Loch ist mit Klo auf der Zwischenetage.

      Natürlich darf auch ein junger Mensch Ansprüche stellen. Warum sollte jemand, nur weil er jung ist unbedingt in eine winzige Bruchbude ziehen? Wenn er selbst genug Geld verdient um sich besseres leisten zu können, ist das doch gut für ihn und er kann dementsprechend höhere Ansprüche haben. Schlimm finde ich persönlich es nur, wenn jemand keine Kohle hat und dann völlig überzogene Ansprüche hat, wie z.b. Balkon, bester Stadtteil in der gesamten Stadt usw. und dann noch verlangt dass andere ihm das bezahlen. Jeder kann seinen wirtschaftlichen Verhältnissen entsprechend leben. Ich hatte als Student auch keine Kohle und hab in einer WG mit zugemauertem badfenster, grauenhaften Mitbewohnern, einer Küche ohne Tageslicht usw. gelebt ohne mich zu beschweren...

      ----Darf ein junger Mensch überhaupt solche Ansprüche stellen?--

      Hä?
      Nur weil jemand jung ist, darf er keine Ansprüche haben und soll im letzten Loch hausen?
      Warum und für wen? Damit andere sich besser fühlen, oder weil jemand wie Du meint, dass das so sein muss?
      Aus welchem Grund denkst Du das eigentlich...... meinst Du man wird dann ein besserer Mensch?

      Es gibt junge Menschen, die schon gutes Geld verdienen ......und sei es durch mehrere Jobs (von solchen fleißigen Menschen kenne ich jede Menge).......damit können sie sich tatsächlich leisten was sie möchten. Und wenn es ein Loft mit Designerbad und Luxusküche ist. Ich glaube kaum, dass sowas irgendwen was angeht.

      Jeder Mensch darf die Ansprüche haben, die er sich selbst leisten kann.

      Natürlich darf man Ansprüche haben. Man soll sich ja Wohlfühlen. Aber man muss es halt auch finanzieren können.

      Man wird wahrscheinlich nie eine Wohnung finden die 100 % passt. Selbst wenn man baut wird einem hinterher was auffallen was stört.

      Aber ich wäre nie in eine Wohnung gezogen, die mir nicht gefällt.

      Meine erste selbst finanzierte Wohnung war eine schnuckelige 55qm-Wohnung, Hochparterre, mit Balkon und Wohnküche. Es war kein klasischer Altbau, ich schätze mal, so knapp nach dem 2. Weltkrieg, aber vernünftig saniert, das Bad war klein, aber komplett neu. Mit Wanne.

      Natürlich hatte ich bei der Wohnungssuche nicht nur ein Budget, sondern auch bestimmte Anorderungen an meine zukünftige Wohnung. Da gab es "kann-Kriterien" und "muss-Kriterien". Hatte ich Ansprüche? Ja, ganz bestimmt! Wäre ich in ein überteuertes Loch gezogen? Nein, ganz bestimmt nicht!

      Meine erste Wohnung war aufgrund von Beziehungen absolut toll. Kleiner Garten, großzügiger Schnitt, EBK, angepasste Miete. Allerdings haben wir damals natürlich Abstriche gemacht, was die Einrichtung anging. Man kann dann eben nicht nur das teuerste kaufen oder all das, was man gerne hätte.

      Meine zweite Bleibe hingegen, die ich allein bewohnte, waren 48qm "Souterrain" (also Keller), dunkel, klein, 70er-Jahre Bad, Deckenhöhe 2m, Alufenster... Man macht Kompromisse und ja ich finde, dass es dazu gehört. Aber genauso wie heutzutage immer alle mit Jobeinstieg schon gerne 3.000 EUR netto bei 35 Stunden Arbeitszeit hätten, wollen alle gerne neue, top renovierte, schicke Wohnungen und natürlich eine stylische Einrichtung.

      Ich habe es mir leicht gemacht: bis zum Ende des Studiums bei meinen Eltern gewohnt und erst mit eigenem Einkommen eine Wohnung gesucht. Dann konnten es schon 2 Zimmer mit Wannenbad, EBK und Balkon im Altbau sein. Jetzt leider nicht mehr für den Preis zu haben, aber das ist ja gängig.

      Sei doch froh, dass ein junger Mensch Ansprüche an sein Leben stellt. So hat er Antrieb etwas daraus zu machen.

      Wenn jemand mit den teilweise hier erwähnten ersten Wohnungen zufrieden wäre, wieso dann was aus sich machen?

Top Diskussionen anzeigen

Passende Artikel aus unserem Magazin