Geburt & Wochenbett

  • 04.04.17 - 12:31

    ET+8 - erstes Kind - Einleitung

    Hallo ihr Lieben

    Ich bin heute ET+7 und war heute wieder zur Kontrolle im Krankenhaus.
    CTG war super, nur leider will mich der Oberarzt nun morgen stationär einbestellen zur Einleitung.

    Ich habe ihn gefragt, ob man nicht noch etwas warten könnte, oft wird man ja erst bei ET+10 eingeleitet. Er meinte nein, die neuen Standards sagen, dass man schon bei ET+7 einleiten sollte.

    Nun muss ich morgen in die Klinik und bekomme vaginal eine Tablette verabreicht.
    Ich bin gerade ziemlich am Ende mit den Nerven und habe große Angst.

    Kann mir jemand davon berichten, der das auch schon mal gehabt hat?

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    • In meiner ersten SS wurde ich auch et+7 eingeleitet weil ich mich beschwätzen lassen habe vom Arzt obwohl mit mir und den kleinen alles gut war jetzt habe ich zwar noch ein bisschen Zeit bin erst 39+3ssw aber ich weiß das ich diesmal mich nicht belappern lasse und so lange es uns gut geht warten werde

      Was erzählt der denn für einen Unsinn?

      Et+/- 14 Tage ist standard... wenn es medizinisch nicht notwendig ist, würde ich nicht einleiten lassen.

      Dich kann auch niemand dazu zwingen!

      Lg

      • 04.04.17 - 13:58

        Das WAR Standard, bis Ende 2010. Ab 2011 wurde irgendeine Richtlinie geändert, weil die Anzahl der Komplikationen wohl ab ET+7 statistisch steigt (lt Aussage meiner Gynäkologin verschwindend gering).
        Bei uns sollte deswegen auch bereits an ET+8 eingeleitet werden. Ein kleiner Verweis auf einen unregelmäßigen Zyklus (stimmte nicht, ich hatte eine Kurve) und der Hinweis, dass ich nur bei medizinischer Notwendigkeit zustimmen würde, brachte bei uns eine problemlose Vertagung der Einleitung ein. Es ging dann an ET+10 von alleine los.


        • 04.04.17 - 14:38

          Ich habe 2010 und 2013 Kinder geboren...

          2010 bei et+14, 2013 bei et+12...

          OHNE einleitung!

          Es ist definitiv keine verbindliche Empfehlung oder Standard für alle.
          Einzig für ausserklinische Geburten soll bei et+3 noch mal ein US gemacht werden vom FA ....

          Abgesehen davon darf man dir eine Einleitung zwar vielleicht empfehlen, aber dich weder dazu nötigen, zwingen oder gar gegen Deonen Willen vornehmen.

          04.04.17 - 14:56

          Das stimmt definitiv nicht! Schon in der Leitlinie zum Vorgehen bei Terminüberschreitung von 2010 steht drin, dass eine Einleitung ab ET+7 ANGEBOTEN werden kann, aber nicht dass eingeleitet werden sollte. Empfohlen werden sollte die Einleitung erst ab ET+10 und auch dann ist abwarten noch immer eine Möglichkeit, denn und die Risiken nehmen bis ET+14 nicht weiter zu. Erst ab 42+0 gilt eine Einleitung bzw KS als indiziert.

          Und das steht mit leicht verändertem Wortlaut nach überarbeitung 2014 noch immer so in den Leitlinien und die gilt aktuell noch bis 2019.

          Wenn überhaupt handelte es sich dabei also um eine klinikinterne Richtlinie, aber um keine offizielle Empfehlung! Die sind übrigens allesamt online verfügbar. Der Arzt der das erzählt hat hat also schlicht gelogen.

      04.04.17 - 13:14

      Das ist vielleicht der Klinikstandard, aber keine allg. gültige Weisheit :)

      Dein Kind gilt erst ab ET+14 als übertragen, bis dahin ist alles zeitgerecht.
      Solang die Versorgung gut ist, besteht kein Grund zum Einleiten.

      Ist denn der Termin tatsächlich sicher?

      Bisher ging man ja davon aus, dass die Terminschwankungen auf die Unsicherheit hinsichtlich ES und Einnistung zurückzuführen sind.

      Eine neuere Studie legt allerdings nahe, dass die SS-Dauer von Frau zu Frau um bis zu 37 Tage schwankt!

      Statistisch gesehen steigt auch mit jedem Lebensjahr der Mutter die SS-Dauer um einen Tag.

      Kurzum: Ich würd mich nicht einleiten lassen, es sei denn das Kind wird nachweislich nicht mehr ordentlich versorgt oder ich hab selbst entsprechend starke Probleme.

      • 04.04.17 - 13:19

        Danke für eure Antworten.
        Das Fruchtwasser ist wohl etwas knapp, aber der Kleine ist gut versorgt.

        Was soll ich nun machen?
        In der Klinik anrufen und das ganze morgen absagen?
        Aber wenn dann doch was sein sollte, könnte ich mir das doch niemals verzeihen.

        Wer von euch hatte denn schon eine Einleitung mit vaginaler Tbl?

        • 04.04.17 - 14:02

          Hallo

          Ich würde anrufen und nachfragen. Ob morgen nicht erst einmal nur eine Kontrolle (CTG und US mit Doppler) möglich sei und dann nach Befund weiter entschieden werden könnte.

          Wenn es deinem Kind gut geht, dann würde ich persönlich warten (habe das in der selben Situation auch gemacht). Alle 2 Tage CTG und ggf US wurde bei mir gemacht.
          Fruchtwasserrückgang und Verkalkung der Plazenta sind übrigens normal. Lt Hebamme muss dies auch so sein, das würde auf eine baldige Geburt hindeuten (zumindest das mit der Plazenta).

          Es ist völlig normal, dass zum Ende das Fruchtwasser knapp ist. Es ist auch völlig normal dass die Plazenta beginnt zu verkalken. Dein Kind wird rauskommen, wenn es bereit dafür ist. Den Anstoß für die Wehen gibt dein Körper. Wie hätten sonst die Frauen das früher gemacht? Alle Kinder kommen irgendwann raus:-)

          Ich weiß, wie die Ärzte und Hebammen einen unter Druck setzen und einen Angst machen. Ich kann dein Gefühlschaos verstehen. Bleib ruhig und lass dein Baby kontrollieren. Wenn nötig täglich, aber eine Einleitung würde ich ohne wirkliche schlimmer Indikation nicht zustimmen.

          Künstliche Wehen sind nicht nur wesentlich schmerzhafter sondern auch stressbehafteter für dein Baby. Eine Intervention zieht die nächste nach sich.

          Es ist teilweise echt krank, wie die Erstgebärenden manipuliert werden, nur damit der Geburtsablauf planbarer und finanziell ertragreicher wird. Ich wünsche dir Kraft, auf dein Gefühl zu hören. Gib dir und dem Baby die Zeit die es braucht. Du kannst noch locker 6 Tage warten mit einer Einleitung und lediglich kontrollieren lassen. Bis dahin wird dein Baby aber vermutlich sowieso zu dir geschlüpft sein. ????

      04.04.17 - 16:12

      Hallo Caro!
      Also bei uns im Kh wird erst an ET+12 eingeleitet. Vorher wird einfach alle 2 Tage CTG und Ultraschall gemacht.

      Auf eine Einleitung spricht jede Frau anders an, aber vor allem wenn der Muttermund noch ganz zu ist, kann es ein Weilchen dauern, bis dein Körper darauf anspricht. Alles kann, nichts muss! Leider kann dir keiner vorher sagen, wie du die Einleitung verträgst.

      Ich an deiner Stelle würde auf alle Fälle noch warten, wenn von der Versorgung her nichts dagegen spricht. Sprich noch mit einem anderen Arzt oder einer Hebamme darüber!

      Alles Gute für euch!

      Hallo,

      Bei meinem ersten Sohn war das auch so. Muss dazu sagen der hätte ab der 24 Woche Wehen gemacht und wurde mit 4 Wochen KH und sämtlichen Medis zurückgehalten. 2 Wochen vor der Termin hätte ich das erste Mal nen Schein zur Einleitung. Lief auch anfangs gut, mein Muttermund war eh schon bei 2cm und dann Abbruch, da ja noch Zeit war und die Wehen nicht auf den Muttermund gingen. Dann ging ich über Termin und wehte fröhlich vor mir hin, aber halt nicht Muttermund wirksam. Am 7 Tag nach ET hätte ich Termin beim Fa und bekam die nächste Überweisung zur Einleitung, die ich dann bei ET+10 einlösen sollte. Bei ET+9 um 20.30 Uhr ging Wehensturz los und 21.45 Uhr war er da, nach 4 Presswehen und 15 Minuten im Kh ;-).

      Lg und viel Glück

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