Geburt & Wochenbett

  • 10.04.17 - 20:22

    Plötzlich vor den Kopf gestoßen (laaaaang)

    Hallo zusammen!!

    Ab morgen bin ich endlich in der 37 ssw und kann wenns jetzt los geht bei uns in der kleinen Klinik um die Ecke entbinden, darauf hab ich quasi hingebetet damit ich nicht in eine große Klinik muss wo alles eher unpersönlich ist.

    Das war wirklich die ganze Zeit meine größte Sorge und um alles andere hab ich mir kaum Gedanken gemacht denn für mich kam ja eh auch nur ne normale Geburt in Frage.

    Mein FA meinte am Freitag das meine Kleine sehr groß und sehr schwer für diese Woche sei ( 4120gr ca 50 cm), ich habe kein Diabetes und bin auch ganz sicher mit der Ssw denn ich bin durch eine Kryo schwanger geworden.

    Also hat er mir in zwei Wochen einen Termin zum Geburtsplanungsgespräch bei seinem Kollegen gegeben der hier die Kaiserschnitte operiert.
    Meiner Meinung nach auch ziemlich knapp, ist ja nicht mehr lang bis zum ET.

    Es wird bis zum ET (09.05) natürlich auch noch was an Gewicht und cm hinzukommen aber ich bin mir einfach nicht sicher, man liest ja auch immer mal wieder das die Babys schwerer geschätzt wurden und letztendlich hätte man das ein oder andere Baby auch so zur Welt bringen können.

    Natürlich muss ich das Gespräch erst abwarten, was er mir rät und auch wie die einen KS begründen aber jetzt mach ich mir natürlich totale Sorgen, es geht ja nicht nur noch um mich, ich muss ja auch an die Kleine denken und was das Beste für sie ist.

    Ehrlich gesagt weiß ich natürlich was ich mache wenn mir dazu geraten wird, die Ärzte hier sind sehr kompetent und ich werde es wahrscheinlich auch nicht in Frage stellen.
    Meine Unsicherheit macht mich aber total fertig, bis hier war es ein langer, steiniger Weg, wir haben viel Zeit, Nerven und Geld in das Projekt Baby investiert und waren uns so sicher das es doch irgendwann mal so läuft wie wir es uns vorstellen aber so soll es leider nicht sein.

    Gibt es hier die ein oder andere Mitleserin die auch einen KS machen lassen sollte und es dann doch so probiert haben?

    Hat es dann geklappt oder lief es dennoch auf einen KS hinaus?

    Vielleicht hat ja jemand hier ne aufbauende Geschichte für mich.

    Lg Jasmin

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    • Hallo Jasmin,

      ich würde es einfach auf mich zukommen lassen. Erstmal sind die US Werte nur Schätzwerte, bei mir lagen sie mit 700 Gramm über dem tatsächlichen Gewicht unserer Maus. Außerdem kenne ich Frauen die Kinder mit nahezu 5000 Gramm natürlich ohne Probleme entbunden haben. Ich denke, wenn sonst alles gut ist kann man es durchweg erst mal auf dem normalen Weg versuchen. Einen Kaiserschnitt kann man immer noch machen und man muss bei Komplikationen auch nicht ewig warten sondern kann sich zeitig für einen KS entscheiden.

      Ich selbst hatte mir keine genauen "Wunschvorstellungen" für die Geburt gemacht, sondern gesagt ich nehme es wie es kommt und wichtig ist nur unsere Gesundheit. (Waren auch ICSI Kandidaten und es hat dann nach 3 Versuchen doch so geklappt) Im Endeffekt war es nach 3 Stunden Kreissaal und dem Versuch es selbst zu schaffen ein KS mit örtlicher Betäubung wegen Kindslage und schlechten Herztönen. Es war wohl Mutterinstinkt, denen es war genau die richtige Entscheidung und ich würde es immer wieder genau so machen.

      LG

      Hallo Jasmin,

      erstmal zu den Schätzungen: Ich habe drei Kinder und die Messungen stimmten nie. Selbst bei der Großen nach MRT nicht ;-)

      Kind 1: Aussage mehrerer Ärzte: Grooooßes, leichtes Kind mit kleinem Kopf. Geboren mit 49cm, 3490g, 37,5cm KU
      Kind 2: Wieder mehrere Ärzte: kleines, zierliches Kind mit kleinem Kopf. Geboren mit 54cm, 4190g und 38cm KU
      Kind 3: Auch mehrere Meinungen: großes, schweres Kind mit Dickschädel. Geboren mit 48cm, 3100g und 35cm KU

      Darauf verlassen würde ich mich also nie. Eher auf dein Bauchgefühl. Das hat mich bei keiner der Schwangerschaften getäuscht. Was sagt denn dein Gefühl? Also dein echtes Gefühl - nicht dein Wunschgefühl? Hör mal in dich rein... Ein großer Bauch hat übrigens nichts zu sagen - ich hatte bei allen drei sooooo viel Fruchtwasser, dass ich schon um die 25. Woche spätestens so aussah als käme das Kind morgen :-p

      Zur Spontangeburt von großen Kindern:
      In der Woche ist Größe und Gewicht wirklich kaum mehr zu bestimmen - wie lief es denn die Schwangerschaft über? War das Kind immer groß und schwer? Das würde ich eher als Hinweis sehen als die Messungen jetzt.

      Sollte es wirklich ein so großes und schweres Kind sein: Auch das kann man spontan entbinden. Ausschlaggebend ist primär der Kopfumfang, das ist das harte Stück, der Rest macht meistens keine großen Probleme. Was du wissen musst: Große Kinder brauchen oft seeeeehr lange um sich richtig in den Geburtskanal einzufinden. Diese Zeit MUSS man ihnen geben. Jeglicher Druck von oben durch Wehenförderung kann das zum Scheitern bringen. Ob die Klinik in der du entbinden willst dir diese Zeit gibt oder dich die ganze Zeit zum Handeln drängt weiß ich nicht. Wenn du dich für eine Spontangeburt entscheidest dann sprich das mit deinem Partner (oder wer dich zur Geburt begleitet) durch damit er dich unterstützt und nicht auf das Drängen mit einsteigt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie einen sehr wohl in Ruhe lassen wenn man bestimmt genug auftritt. Aufgedrängt hat mir niemand etwas.

      Jetzt kommt das ABER:

      Die Aussage meiner Vorschreiberin, dass man einen KS immer noch machen könnte stimmt so nicht!!! Ich habe es selber erlebt, dass die Große so weit im Becken war, dass sie durch den Geburtskanal raus musste. Im Normalfall schieben sie die Kinder dann von unten zurück in die Gebärmutter, wenn ein Kind aber im Becken verkantet ist geht das nicht immer. Mir hätten sie bei einem KS das Becken brechen müssen um das Kind herauszubekommen, auch das gibt es. Eine sekundäre Sectio birgt auch höhere Risiken als eine primäre. Ein echter Notkaiserschnitt (der erfolgt IMMER unter Vollnarkose und oft vor Ort im Kreißsaal, alles andere ist eine eilige Sectio) sowieso. Ich würde es mir darum gut überlegen was für euch sinnvoll ist und mit was ihr gut leben könnt. Du kannst es auch so probieren und dann rechtzeitig die Reißleine ziehen wenn dein Gefühl (bitte, bitte, verlasse dich darauf - Muttergefühle haben wirklich Aussagekraft) sagt: Stop!

      Meine persönliche Erfahrung: Die erste Geburt erfolgte letztendlich spontan und war die Hölle. Ich konnte mich danach drei Monate nicht um mein Kind kümmern und besonders mein Mann und meine Tochter knabbern an dem Erlebten bis heute. Ich hab damit meinen Frieden gefunden. Die zweite Geburt habe ich so gemacht wie ich es dir empfohlen habe: Spontan begonnen aber als sie auch nach 36 Stunden regelmäßiger, starker Wehen nicht mal richtigen Kontakt zum Becken aufgebaut hatte habe ich um einen KS gebeten. Das war spät abends, am nächsten Morgen bin ich aufgestanden und habe ab da mein Kind selber versorgt. Die Kleine kam dann durch eine geplante Sectio 10 Tage vor ET und das war die entspannteste und beste Geburt von allen. Sie ist mittags geboren und ab abends hab ich sie alleine versorgt. Am nächsten Tag wurde ich (ernsthaft) gefragt ob ich nach Hause gehen möchte - so gut ging es mir. Die Kleine war übrigens die Fitteste von allen. ICH (persönlich!!!) entbinde darum nur noch per geplantem Kaiserschnitt, kann dem Hype um die natürliche Geburt nicht mehr viel abgewinnen #schein

      Aber mein Weg muss nicht deiner sein, meine Erfahrung nicht zu deiner werden. Ich rate dir mit beiden Varianten deinen Frieden zu finden - egal was dann letztendlich kommt. So bist du vorbereitet und positiv eingestellt. Das ist besonders bei einem KS ganz wichtig: Frauen die einen Wunschkaiserschnitt machen lassen haben danach kaum Probleme, Frauen die negativ gegenüber dem KS eingestellt sind dagegen viel öfter.

      Solltest du dich mit dem Thema KS näher befassen wollen: Ich habe mal eine Liste für eine Userin mit Tipps, Tricks und Infos zum KS geschrieben. Die könnte ich dir auch schicken.

      Ich wünsche dir alles Gute.

      Viele Grüße
      Ina


    • 11.04.17 - 08:48

      Hast du eine Hebamme?
      Wenn ja lass sie mal die Größe schätzen.
      Die tasten den ganzen Bauch ab um die Größe und Lage vom Kind zu erkennen.

      Bei mir lag die Hebamme durch Abtasten um einiges Näher am tatsächlichen Gewicht und der tatsächlichen Größe als die Ärzte mit Ultraschall.

      Ansonsten wie Erdmänchen geschrieben hat, verlaß dich auf dein Gefühl

      Unser erstes Kind wurde 6 Std vor der Geburt auf 3800 g geschätzt und da ich zierlich gebaut bin und Erstgebärende war, haben sie mir auch zu einem kaiserschnitt geraten - ich habe mich dagegen entschieden und ein paar Stunden später einen Sohn mit 4540 g zur Welt gebracht. Meine weiteren Kinder hatten 4230 g und der letzte 4910 g. Ich habe alle spontan entbunden!

      11.04.17 - 11:54

      Leider kann ich dir bezüglich einer Spontangeburt keinen Mut machen. Mein erstes Kind hatte laut den Messungen der Frauenärztin und der Klinik kurz vor dem ET 3800 g. Es wurde mir aber nicht gesagt, dass der Kopf überdurchschnittlich groß war, um mich nicht zu beunruhigen. Folglich wurde wegen zu wenig Fruchtwasser drei Tage lang erfolglos eingeleitet, was für mich extrem schmerzhaft war. Trotz stärkster Wehen hat sich der Kopf nicht richtig ins Becken gesenkt und es musste dann nach endlosen Wehen wegen schlechter Herztöne und Geburtsstillstand ein KS gemacht werden. Ich war ehrlich gesagt erleichtert, da der Kopfumfang 37,5 cm betrug. Im nachhinein meinte meine Nachsorgehebamme, dass bei mir wahrscheinlich ein Missverhältnis zwischen Becken und Kopf und zusätzlich Wehenschwäche bestanden habe, da ich klein und zierlich bin. Außerdem hatte sich der Kopf auch nicht richtig eingestellt, was ein zusätzliches Problem war.

      Mein zweites Kind hatte exakt die selben Maße wie mein Sohn. Meine Frauenärztin hatte mir im Vorfeld wegen der Rupturgefahr von einer Einleitung abgeraten. Diese wäre aber notwendig geworden, da ich auch nach dem ET keine Wehen hatte. Folglich wurde ein zweiter KS geplant.

      Es ist schwer, dir etwas zu raten, weil es bei dir wieder ganz anders sein kann. Ich kenne kleine Frauen, die Kinder über 4 kg problemlos spontan entbunden haben. Meines Wissens kommt es aber auch darauf an, wie breit dein inneres Becken ist. Das kann man im Vorfeld meistens nicht genau bestimmen. Wenn du Wert auf eine Spontangeburt legst, würde ich einen Versuch wagen.

      Hast du eine Hebamme? Die kann das vielleicht tasten.
      Wie fühlst du dich denn? Kommt es dir selbst schwer vor?
      Mein Arzt behauptet, dass ich einen Winzling bekommen von aktuell 2700 g.
      Ich weiß nicht, ob ich das glauben soll. Meine anderen wogen 3300 g.

      Allerdings ist mein Bauch echt klein. Und der Arzt müsste eigentlich Erfahrung haben als Priv.-Dozent einer Uniklinik.

      Aber ich weiß nicht, ob ich über 4000 g spontan entbinden wollte.
      Vielleicht könntest du die Option wählen, dass man es erst normal versucht und großzügig über einen Kaiserschnitt entscheidet.
      Vielleicht kommt sie ja auch zu früh.

      11.04.17 - 19:01

      Hallo

      Mein Sohn wurde 5 Stunden vor der Geburt auf 3300 Gramm geschätzt.

      Geboren wurde er mit 4460 Gramm. Von daher gebe ich nicht viel auf die Messungen.

      Ich kann dir auch nur den Rat geben, deine Hebamme zu fragen, wenn du eine hast.

      Viel Glück dir

      LG

      Eifelmama

      Erst einmal ganz ruhig bleiben :)

      Als erstes mein Sohn kam spontan zur Welt mit einer Größe von 56 cm und einem "Fliegengewicht" von 4630 g. Bei der Geburt gab es soweit keine Probleme und ich würde es immer wieder so machen :)

      Das Gewicht ist meiner Meinung nach kein Grund für einen ks vorallem weil Abweichung auch vorkommen können. Würde es also an deiner Stelle normal versuchen :)

      Erstmal vielen Dank für eure Erfahrungen und Geschichten.

      Ich hab nur ne Nachsorgehebamme, ich kann sie aber jederzeit zu Rate ziehen hat sie mir angeboten, das werde ich natürlich machen.

      Meine Kleine ist laut Arzt von Anfang an schon groß und schwer, den Umfang des Köpfchen hat er natürlich immer schön für sich behalten ;)

      Ich lass es einfach auf mich zukommen, man kann ne Geburt ja nie wirklich planen und für den Fall der Fälle bin ich dort in den besten Händen.

      Ich werde auf jeden Fall berichten wie es ausgegangen ist.

      Lg
      Jasmin

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