Was würdet ihr anders machen?

    • 16.04.17 - 18:58

      Ich habe 3 Kinder (14, fast 12 und 7) und bin von Kind zu Kind lockerer geworden.
      Diese Lockerheit hätte ich mir für Kind 1 bereits gewünscht.

      • Locker im Sinne von du lässt mehr "durchgehen?" Oder wie meinst du locker?

        Ich hoffe auch nicht zu verbissen zu werden und vorallem genug Geduld zu haben. Manchmal bin ich nämlich ziemlich ungeduldig.

        • Ich war beim Grossen sehr verbissen und er hatte eine heftige Trotzphase, wo ich dann auch unbedingt meinen Kopf durchsetzten wollte.
          Beispiel: mein Großer war 2,5 und hat gebastelt am Tisch. Nun sollte er aufräumen und auch die ganzen Schnipsel vom Boden aufheben. Nein, wollte er nicht. Ich wurde zur Furie, habe ihn runtergezogen auf den Boden und seine Hand genommen und zu den Schnipseln geführt. Wir haben uns also fast gekloppt wegen ein paar doofer Schnipsel.

          Heute würde ich ganz anders reagieren, ich würde die erstmal liegen lassen und immer wieder dran erinnern, dass er die noch wegräumen muss.

      19.04.17 - 09:35

      Hey!

      Also ich hab bei meinen Mädels festgestellt, dass so viel "Erziehung" wie man denkt gar nicht möglich ist!
      Falls du irgendwann mal 2 oder mehr Kinder hast, wirst du wohl verstehen, was ich meine. Im Grunde genommen sieht man es aber auch schon, wenn man zwei Kinder miteinander vergleicht: sie bringen sooo viel Persönlichkeit mit. Und ich finde immer, besonders Außenstehende meinen oft, ein Kind würde ein Verhalten aufgrund der Erziehung zeigen, anstatt der Persönlichkeit.
      Man darf nicht vergessen, dass die Mäuse eben ihren Charakter haben und man selbst ja auch! Ich habe immer versucht, entsprechend der jeweiligen Situation zu reagieren und vor allen Dingen nicht unfair zu sein. Das ist oft schwierig!
      Ich denke, man selbst muss auch authentisch sein.
      Eine meiner Töchter ist sehr zurückhaltend und sensibel. Man muss aufpassen, wie man ihr etwas sagt. Die andere ist das totale Gegenteil und schon immer ein Wirbelwind gewesen. Ihr kann ich (und muss ich auch manchmal) klipp und klar eine Ansage machen, wenn sie mal wieder auf den Möbeln rumklettert.
      Wir haben ein paar Regeln, klar. Ich lege Wert auf einen gewissen Umgangston aber lebe das eben auch so vor. Ich finde aber, man sollte eine Regel auch mal brechen können, wenn es eben grade so passt. Bei uns werden sich beispielsweise immer die Schuhe im Flur ausgezogen. Wenn die Zeit knapp ist, erlaube ich aber ausnahmsweise, diese mal anzulassen um schnell etwas zu holen (als Beispiel). Meine Kinder fragen dann auch:"Darf ich sie kurz anlassen?" Ich sage ja. Daran merke ich ja auch, sie haben die Regel an sich verinnerlicht und ich muss nun nicht darauf pochen.
      Man macht sich ja sonst das Leben nur unnötig schwer?!
      Jesper Juul sagt:"Man sollte seine Kinder einfach genießen" und das versuche ich tatsächlich. Klappt nicht immer und auch mir platzt mal der Kragen aber im Großen und Ganzen läuft es bei uns sehr harmonisch und liebevoll ab.
      Wutanfälle werden (wenn Zeit ist) verständnisvoll begleitet und bei Bedarf besprochen.
      Ich glaube auch, man sollte viel nach Herz und Bauch entscheiden und sich nicht verrückt machen lassen von Außenstehenden!

      Lieben Gruß.

      Ich war voll auf der Schiene "Attachement Parenting" - super Sache, wenn man nicht arbeitet und nur eines oder zwei Kinder hat. Alleinerziehend mit 3 Kindern: Ganz andere Baustelle. Ohne Regeln gehts nicht und die werden auch durchgesetzt. Interessanterweise helfen die Kinder dabei, die Regeln tun ihnen sogar richtig, richtig gut.

      Mein Tipp: Hör auf Dein Bauchgefühl und zieh Dein Ding durch. Du wirst Fehler machen und das ist in Ordnung so.

      20.04.17 - 07:36

      Hallo,

      ich kann es nicht definieren, was ich anders machen würde.

      Man handelt intuitiv ja meistens aus dem Bauch heraus, wobei ich aber schon auch eingestehen muß, daß ich mich v. a. bei Nr. 1 doch noch von verschiedenen Erziehungsratgebern und auch Elternmeinungen beeinflussen hab lassen...um dann zu merken, daß jedes Kind eben anders ist, einen anderen Umgang, eine andere Erziehung braucht.

      Unser Jüngster ist 19 J. und derzeit unser großes Sorgenkind. Ich frage mich manchmal, was da falsch gelaufen ist, wo ich Wichtiges übersehen habe... ich komm einfach nicht drauf! Wenn ich zurückblicke, kann ich nicht mal sagen: Da hätten wir anders handeln sollen. Vielleicht war ich teilweise zu streng mit ihm, er ist extrem sensibel. Aber sensibel sind sie alle, auf ihre Art.

      Heute kann ich wirklich bestätigen: Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen. Trifft bei uns zu - leider!

      Ich komme selber nicht aus intakten Familienverhältnissen - vielleicht liegt es ein Stück weit daran. Obwohl ich mir zu sagen traue, daß ich mit beiden Beinen im Leben stehe, und es gut auf die Reihe krieg. Jeder hat eben ein gewisses Potenzial zur Verfügung. Bei meiner besten Freundin aus Schulzeiten, mit der ich noch heute Kontakt habe "läuft" es einfach. Ihre Kinder sind ähnlich alt wie meine. Ich erinnere mich noch sehr gut, daß es bei ihnen zuhause in der Familie damals auch immer einfach "gelaufen" ist... im Gegensatz zu uns.

      LG
      LG

      20.04.17 - 13:57

      >> Habt ihr eure "Vorsetze" ,als die Kinder noch klein waren, die ihr euch gemacht habt eingehalten? <<

      Nein. #rofl Ich hatte z.B. die Idee dass mein Kind auf jeden Fall am Tisch sitzen bleiben soll, bis alle fertig gegessen haben. Da wir aber meist alleine sind und ich auch in Ruhe essen will, darf sie aufstehen. Solche Dinge ergeben sich einfach aus der Praxis.

      Ich habe mir über Erziehung eigentlich nie wirklich Gedanken gemacht. Man trifft ja manchmal Mütter, die einem sagen, dass sie nach dem und jenem Konzept erziehen in Anlehnung an dies und das. Keine Ahnung, ob man das braucht... Ich bin der Meinung, dass unsere Eltern und deren Eltern sowie deren Eltern auch alle keine Bücher über Kindererziehung gelesen haben und es ging doch auch irgendwie. Erziehung ist für mich etwas Intuitives. Wenn man seinen eigenen Vorstellungen von Anstand und Moral folgt, kann eigentlich nicht viel schief gehen.

      21.04.17 - 09:28

      Wichtig ist locker bleiben und den Humor nicht verlieren. Außerdem immer Abstand zu den Supermütter.

      Mir war wichtig kein Schnuller und selbstgekochtes Essen. Das hat geklappt.

      Ansonsten die Verantwortung immer mehr dem Kind überlassen. Das richtig für eure Familie finden. Bei uns standen immer Süßigkeiten auf dem Tisch. Es durfte immer gegessen werden. Sie sind immer spät ins Bett gegangen und trotzdem sehr früh aufgestanden.

      Also in er Schule muß sich das Kind um eine Hausaufgaben kümmern. Naja, meine Jungs sind jetzt 15 Jahre und sehr gute Schüler. Sie sind nett und interessiert.

      21.04.17 - 13:14

      ...ich würde von Anfang an alle Erziehungsratgeber ausser "Babyjahre" von Remo Largo wegwerfen und stattdessen einfach geniessen, dass es Kinder sind.

      Ansonsten würde ich sagen: Das Beste was ich tue ist, dem Kind zu vertrauen und es nicht zu behindern. Nicht behindern in seiner Entwicklung, seinen Interessen. Vertrauen. Darauf, dass das Kind gut ist und die Welt eben auch. Alleine klettern lassen, alleine Busfahren lassen, alleine zu den Hobbies gehen... so werden Kinder stolz und glücklich. Aber nie einsam und verloren irgendwohin abschieben - sondern es darauf hin vorbereiten, auch mal ohne Eltern was entscheiden zu können.

      Ich würde weiterhin die Interessen der Kinder fördern. Sei das, wenns ums Thema Dinosaurier geht oder wenn es Fussball wird. Egal. Alles fördern - zuschauen, nicht reinreden. Abstand wahren - das Kind nicht als verlängerten Körperteil wahrnehmen, sondern zunehmend als eigene Person. Meine Kinder sind ausgeglichen, vielseitig interessiert und selbstbewusst.

      Sie haben ihre Vorlieben, probieren aber auch anderes aus: Reitlager, Fussballlager, Musik... sie sind so herrliche Menschen. Ich werde sie nur ca. 20 Jahre unmittelbar bei mir haben. Ich habe vor, auch weiterhin jeden Moment davon zu geniessen. Auch die, die halt mal anstrengend sind.

      Hallo...
      Ich habe mich immer an einer eigenen Kindheit orientiert,wo es klare Grenzen und Regeln gab. Zudem habe ich immer andere Kinder gesehen und mir klar zum Ziel gemacht es so nicht haben zu wollen ;-)
      Man muss da immer vor Augen haben was man selbst will und was man auf keinen Fall dulden würde und die Kinder so leiten und auf diesen Weg führen. Was keiner strengen Erziehung bedarf. Muss man nur konsequent sein.

      02.05.17 - 10:52

      Hallo

      auf Grund meiner schlechten Schwangerschaft und der Angst die ich hatte ihn zu verlieren (lag fast 5 Monate mit vorzeitigen Wehen erst im KH und dann daheim) habe ich doch schon bei jedem kleinen pieps geschaut. Allerdings würde ich das heute so nicht mehr machen auf Grund dessen, dass er jetzt erst mit 5 Jahren anfängt alleine zu spielen. Ich bin wirklich bei jedem genörgel gleich hin und habe ihn bespasst.

      Allerdings würde ich im Gegenzug dazu alles was mit Hygiene d.h Hände waschen nachdem wir die Wohnung betreten, nach der Toilette , Zähne putzen etc. immer wieder so machen das er schon früh gemerkt hat das Mama da keinen spass versteht. Ach ja wir haben Junior mit 6 Monaten das erste mal bei Oma übernachten lassen und es gab nie Probleme das er fremdelt. Er schläft auch heute noch sehr gerne bei oma und ruft sie deswegen auch an ob er wieder kommen darf.

      Aber es ist natürlich auch jedes Kind anderst und daher ist es jetzt schwierig dir Tipps zu geben. Es kommt eben auf die Situation und Kind an.

      LG Hexe12-17

      19.05.17 - 20:21

      Ich kann nur bei der Erziehung kein besonderes Schleifchen anstecken. Bin nicht sonderlich konsequent und schon gar keine Öko Tante.

      Ich verfahren am ehesten nach dem Konzept: bist du nett zu mir bin ich nett zu dir ;-) Wir sind alle nicht nachtragend, Konsequenzen gibt es kaum, Strafen keine und im Zweifelsfall ist morgen wieder ein neuer Tag. ;-)

      Klappt aber anscheinend ganz gut, da meine Kinder echte Spasskinder sind und das Feedback von Kindergarten auch richtig prima ist. Sie haben viele Freunde und sind generell lebenslustige kleine Gesellen. Mal sehen wie es weitergeht. Ich würde nichts anders machen.

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