Erziehung

  • 13.05.17 - 13:48
    diekdeern (1)

    Was darf man? Was mauss man?

    Hallo,

    wir haben im Dorf ein Pflegekind, welches bei der Oma schläft (sie hat die Pflegeschaft).

    Das Kind läuft/fährt mit dem Rad, den ganzen Tag (Wochenende und nach der Kita) durch das Dorf. Die Oma hat ein Eingezäuntes Grundstück auf dem ein Baumhaus steht (für das Kind, wenn es regnet ;-) )

    So nun macht dieses Kind nur Ärger, er ist 6 oder 7 Jahre, kommt diesen Sommer in die Schule.

    Mein Sohn hat spielverbot mit diesem Kind, da er wohl ein FAS - Kind (Alkohol und/oder Drogen geschädigt in, nach der Schwangerschaft) ist.
    Selbst die Kita, hat abgeraten, das beide zusammen spielen - wegen der Gewalt anderen Kindern gegenüber.

    Wie ist es nun aber? Wenn dieses Kind torotzdem ich es ihm verbiete mein Grundstück betritt?
    Wir haben ein Tor, welches wir wegen dem Kind schon letzten Sommer fast immer geschlossen hatten. Aber für kurze fahrten (Auto & Anhänger) will ich es nicht jedesmal schliessen.
    Nun habe ich aber angst, das er in der Zeit auf das Grundstück geht, evtl. was kaputt macht, die Ponys ärgert/rauslässt - hat er schon im Dorf mit Hunden gemacht.

    Was muss ich machen und wie darf ich mich wehren?

    Lieben Dank

    Antworten  0
    • 13.05.17 - 14:25

      Ich bin fassungslos, dass du einem Kind, das nun absolut gar nichts dafür kann unter FAS gelitten zu haben, so behandelst, als wäre es ein Schwerverbrecher. Es ist ein KIND. Ein Kind unter 14 Jahren ist nicht strafmündig und du kannst dem Kind GAR NICHTS anhaben. Alle Dinge, die das Kind verschuldet, werden vom Vormund abgefangen. Der Vormund hat die Haftung zu übernehmen, das Kind nicht.

      • 14.05.17 - 10:21

        Das ist mir klar, dass der Vormund diese Aufgabe hat!
        Doch wenn dieser seine Aufsichtspflicht etc. nicht nachkommt?

        Dieses Kind darf sogar seine Haustiere quälen, töten (in "spilerischer absicht") etc...

        Das dieses Kind der nachtragende ist, ist mir klar - aber es kann nicht die Aufgabe der anderen sein!

      13.05.17 - 14:30

      Ähm ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber das hört sich schon recht herzlos an. Der Junge hat bestimmt kein leichtes Leben, ohne Eltern, mit FAS, offensichtlich keine Freizeitangebote - und dein Problem ist, dass du nicht jedesmal das Tor zumachen willst...?!

      Ich weiß, wie anstrengend Kinder mit FAS sein können - dennoch, sie können am wenigsten dafür und sind mit ihren Wahrnehmungsstörungen, der unbändigen Impulsivität und unkontrollierbaren Emotionalität schon genug bestraft.

      Mach halt einfach das Tor zu und gut ist.


    • Euer Dorf könnte versuchen das Kind besser zu integrieren denn wenn es ausgeschlossen wird mit Spielverbot und allem ist es kein Wunder dass er ziellos durch das Dorf fährt und Blödsinn baut. Vermutlich ist die Oma auch überlastet. redet mit der Oma wann das Kind bei euch spielen darf dann kann sie mal ausschnaufen und hat vielleicht auch mehr Energie dann in der restlichen Zeit sich im ihn zu kümmern.

      • Diese kann aufschnaufen!
        Das Kind ist ganztags in der Kita!
        Diese Oma, hat kein interesse an dem Kind!

        und es ist nicht die Aufgabe des Dorfes sich der Erziehung des Kindes anzunehem, wenn diese Oma alle Kinder anmeckert und ihres lobt und sagt er macht nichts!

        #sorry irgendwo ist schluss!

    • Hallo!

      Ganz unabhängig von dem Kind: Sichere bitte die Koppel Deiner Pferde IMMER vernünftig ab. Es gibt auch genug andere Spinner und Perverslinge. Ebenso wie ein Kaninchen- oder Meerschweinchenstall grundsätzlich und immer mit einem Vorhängeschloss gesichert sein sollte.

      Es reicht doch ein einfaches Fahrradschloss mit Zahlenkombination, und schon kann das Kind die Koppel nicht mehr öffnen. Und ein vernünftiger Elektrozaun wirkt auch eher demotivierend, wenn jemand rein steigen will.

      Übrigens fehlt FAS-Kindern oft die Intelligenz, um wirklich selber Unsinn auszuhecken, sondern die sind eher die perfekten Mitläufer für "normale" Kinder die die erforderliche Kreativtät haben. FAS-Kinder haben keinen bösen Willen wenn sie was anstellen, sie können nur nicht anders - eben wie sie sich nicht mit Worten wehren können, sondern dann aus Hilflosigkeit heraus zuschlagen, wenn sie geärgert werden. Wenn dieses Kind Hunde raus gelassen hat, dann war das entweder die Idee eines anderen Kindes, das klug genug ist da zu lügen, oder es war einfach nur Vergesslichkeit, zu schusselig um die Tür zu schließen.

      • Der Zaun ist Sicher, aber dieses Kind hat sogar Kleintiere geschenkt bekommen und vorsätzlich getötet!
        Die Antwort der Oma: das sind seine Tiere, da darf er mit machen was er will!

        Also so dumm ist er nicht, nur ist diese "Intelligenz" falsch gelenkt.

        Aber ich fühle mich nicht verantwortlich dieses Kind zu erziehen, wenn nichts von der Familie dazu beiträgt.

        • 14.05.17 - 14:41

          Ich fürchte, das ist dann Insgesamt eher ein Fall fürs Jugendamt, da kann man als Außenstehender einfach zu wenig machen.

          Nimm Deinen Mut zusammen und melde, was Du weißt, damit das Jugendamt dem Nachgehen kann. Auch wenn Du nur Gerüchte kennst, je mehr Meldungen es gibt, desto besser stehen die Chancen, das Kind endgültig aus dieser ungesunden Umgebung seiner Familie heraus zu holen.

          Auch wenn es schade ist, wenn Kinder so von A nach B geschoben werden, bei einer Fachkundigen Pflegefamilie ist der Kleine besser aufgehoben als so sich selbst überlassen ohne irgendwelche Grenzen.

          Es ist schon schlimm genug, dass er FAS hat, da muss man nicht auch noch mit der Erziehung den Rest verderben.

      wow

      Ich plädiere immer dafür, das Kind erstmal kennenzulernen.
      Manchmal haben Kinder untereinander eine durchaus hilfreiche Dynamik.

      Mein Sohn war damals in der Kita sprachlich nicht so fit und schnell impulsiv, aber auch motorisch wirklich fit, mutig und fürsorglich, groß und kräftig.
      Sein Kitafreund war ein kleiner Träumer, sehr vorsichtig , aber handelte oft sehr überlegt, sprachlich wirklich fit, klein und sehr zart.
      Beide habe sich super ergänzt. Die Eltern des Kitafreundes sagten zu mir, seitdem die beiden befreundet seien wäre ihr Sohn mutiger geworden und nicht mehr so zurückhaltend.
      Bei meinem Sohn habe ich gemerkt, dass er weniger impulsiv regierte.

      Beobachtet habe ich wie sein Freund eine Situation für meinen Sohn sehr diplomatisch und fürsorglich regelte.
      Sie gingen beide sehr fürsorglich miteinander um.
      Wenn einer der beiden nicht in der Kita war, war der Andere sehr unglücklich.

      Ich habe mehrere solcher Erfahrungen gemacht mit Freunden meiner Kinder.
      Allerdings auch welche wo ich den Kontakt eingeschränkt habe, nämlich dann wenn die Kinder meinten die Verhaltensweisen ihrer Freunde kopieren zu müssen.
      Außerdem rede ich auch selber mit den Freunden und fordere sie auf bestimmte Verhaltensweisen zu unterlassen.
      Fäkale Beschimpfungen haben hier nichts zu suchen, wer sie dennoch benutzt fliegt vom Grundstück.
      Fahrräder , Roller werden weder in der Einfahrt liegengelassen noch an die Autos angelehnt.
      Hier wird Rücksicht aufeinander genommen und Geschwister nicht ausgegrenzt.
      Niemand geht an den Hund usw....

      Ich denke es hat einen Grund, warum dein Sohn sich dieses Kind zum Spielen ausgesucht hat. Statt es auszugrenzen , solltest du es lieber kennenlernen .

      Wenn sie unter deiner Aufsicht spielen, kann was immer du befürchtest vermieden werden.
      Durch Ausgrenzung ist noch keiner ein besserer Mensch geworden.

      Wehren gegen ein Kind?
      Verschließ die Koppel, so dass kein Fremder diese öffnen kann.
      Rede mit dem Kind!

      • Ich kenne dieses Kind & die Oma/Familie!
        Nein, wir wollen damit nichts zu tun haben!!!

        Selbst die Kita hat uns Eltern geraten, das unsere Kinder nicht mit diesem Kind spielen!
        Logisch gibt es Kinder, die auch schwächen haben, mit denen unsere Kinder spielen dürfen!

      Hallo,

      wir haben auf dem Dorf eine Mutter. Die macht nur Ärger. Ihr Kind darf mit keinem anderen Kind spielen, weil ihr Kind das liebste und bravste ist und sie Angst hat, es könnte etwas Schlechtes von den anderen Kindern lernen. Außerdem darf keiner bei ihr auf das Grundstück, aber sie läßt immer provokativ das Tor offen. Und sie hat Pferde und Hunde, aber keiner darf ran. Das ist wie mit ihrem Kind - es könnte ja einer was tun. Außerdem ist die Mutter sehr engstirnig. Nur wer in ihr strenges Schema passt, darf bei ihr mal auf das Grundstück - nach einem Gesundheitstest (nicht älter als 14 Tage) und aktuellem erweitertem Führungszeugnis. Der Kindergarten hat auch von einem Kontakt abgeraten. *ironie*

      Das ist die Perspektive, die ich von Dir hätte. Wenn Du mit dem Kind keinen Kontakt haben willst und es nicht auf Deinem Grundstück darf, ist das Deine Entscheidung. Dann sorge aber für eine vernünftige Absicherung, d.h. Du musst jedes Mal halt das Tor schließen. Wenn Du Dir aber zu aufwendig ist, brauchst Du Dich nicht zu wundern, wenn das Kind, welches FAS und wohl nicht alles versteht und begreift, auf das Grundstück geht. Und Ställe mit Tieren sollten selbstverständlich entsprechend gesichert sein.

      LG
      Mistel

      P.S. Mein Hoftor ist immer geschlossen.

      • Die Ställe/Weiden sind gesichert!
        Dieses Kind tötet aber alle Tiere (Kleintiere) z.B. auch seine Haustiere zum Spass im Spiel mit der Absicht es zu töten! Und die Oma findet das GUT! Es sind seine Tiere mit denen er machen darf was er will!

        Er darf auch andere Kinder ärgern! - aber wehe, die anderen Kinder wehren sich!!

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