Unterstützter Kiwu

  • 20.04.17 - 22:14
    lala252 (1)

    Kiwuklinik wirklich sinnvoll?!

    Wir versuchen es jetzt seit gut 20 Monaten, bisher ohne Erfolg.

    Untersuchungen bei mir waren bisher:
    • mehrere Zyklusmonitorings
    • Bauchspiegelung mit Eileiterdurchgängigkeitsprüfung
    • Schilddrüse

    Bei ihm:
    • Tast- und Ultraschalluntersuchung
    • Spermiogramm
    Raus kam, dass meine Hormone ok sind, Eileiter sind frei, aber ich habe Endometriose (Grad I). Schilddrüse wird gerade eingestellt und sieht schon ganz gut aus (ft Werte bei 50%, nur der TSH ist noch zu hoch mit 2,87). Das Spermiogramm war super, sonst ist bei ihm auch alles top.
    Ich hatte vier Zyklen mit Clomifen und ohne Erfolg.

    Eine künstliche Befruchtung, egal welche Form, kommt nicht infrage. Eine Stimulation und Sex nach Plan wäre ok. Habe aber auch ohne Eisprünge, nur ist das Progesteron manchmal recht niedrig. Meine zweite zyklushälfte ist aber immer bei 13-15 Tagen und ohne SB.

    Wir waren im Dezember schon einmal in einer Klinik, aber es hat uns da nicht gefallen und die Fahrtkosten wären für mich zu hoch gewesen. Jetzt arbeite ich ab Mai in der Stadt und somit wäre das für mich alles einfacher. Mein Partner arbeitet aber in Schichten in der komplett anderen Richtung, für ihn wäre es also schwer Termine wahrzunehmen.

    Lohnt sich da ein Gang in die Kiwuklinik überhaupt? Was würden die noch machen, außer ein Zyklusmonitoring bei mir? Muss ein neues Spermiogramm gemacht werden, wenn das erste sogar über der Norm lag und er schon zwei Kinder hat?

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    • Ich wuerde wohl noch ein paar Monate so probieren. Es koennte ja noch an der SD liegen. Die ganze Zeit warst du ja nicht gut eingestellt. Mit Endo Stufe 1 kann man natuerlich ss werden, da deine Eileiter ja auch ok sind. Ihr koenntet GvnP oder IUI probieren. Die Kiwu wird sicher noch ein eigenes SG wollen. Zwei sollten schon vorliegen.

      21.04.17 - 06:36

      Hallo,

      für mich klingt es so, als hättest du keine Lust auf Kiwu Klinik und als würdest du dich innerlich auch (vielleicht nur noch?) dagegen sträuben. Kann das? An sich macht bei euch eine Kiwu Klinik schon Sinn, da ihr da gut überwacht werdet (also hauptsächlich du, aber eben auch das SG deines Mannes) und zb eine schlechte Gelbkörperphase, Hashi, wieder neu einzustellende Schilddrüse, Zyklusprobleme und so etwas auffallen würde. Das geht beim Zuhause probieren bestimmt alles unter. Auf der anderen Seite hast du dafür natürlich deutlich mehr Aufwand, den du oder ihr im besten Fall "gern" auf euch nehmen solltet, oder zumindest angetrieben vom Herzenswunsch gern über euch ergehen lassen solltet, da man sonst schnell ermüdet und auslaugt. Wenn ihr euch also, wieso auch immer, zur Zeit noch innerlich dagegen wehrt, macht das meiner Meinung nach nicht viel Sinn. Man muss da schon voll hinter stehen, um es ggf. eine längere Zeit durchzuziehen.
      Ich kann nur von uns sprechen, wir sind damals mit ähnlichen Voraussetzungen in die Kiwu gekommen. Ich (damals 29) hatte mit Medis gute Zyklen mit stabiler Gelbkörperphase, leichte SD Unterfunktion, beim Mann alles super. Und nach und nach kamen diverse Baustellen ans Licht und am Ende bin ich dann nach Jahren des erfolglosen Probierens und 3 Fehlgeburten durch die 3. IVF erfolgreich schwanger geworden. So kann es gehen, obwohl man erst einmal denkt, alles ist in Ordnung oder halb so wild. Zusätzliche Baustellen kommen halt definitiv eher in einer Kiwu Klinik zu Tage, als wenn man es Zuhause probiert. Wenn ihr nun aber sowieso alles "oberhalb" von VZO kategorisch ausschließt, macht eine Kiwu Klinik nur für den Faktor Überwachung/Einstellung Medis Sinn. Ob ihr das jetzt möchtet oder ob ihr lieber noch etwas Zuhause probieren wollt, müsst ihr natürlich selbst entscheiden. Ich würde das ggf. auch vom Alter abhängig machen...In einer Kiwu Klinik würde über kurz oder lang sicher auch mal eine IUI oder so abgesprochen werden, wenn es mit VZO nicht klappt. Dann könnt ihr natürlich immer noch sagen, dass ihr das nicht wollt. Aber ihr müsstet wahrscheinlich darauf gefasst sein, dass es irgendwann angesprochen würde. Überlegt es euch...denkt einfach immer daran dass die Kiwu (eine gute zumindest) euch helfen und nicht quälen will und ihr immer nur das machen müsst, was ihr wollt.

      Viele Grüße,

      #blume

      • 21.04.17 - 09:28

        Meine Gelbkörperphase ist gut, da meine zweite Zyklushälfte immer bei mindestens 13 Tagen ist, eher bei 14-15 Tagen und ohne SB. Hashimoto ist schon ausgeschlossen und die Schilddrüsenwerte werden engmaschig kontrolliert (alle 6 Wochen), bis sie richtig eingestellt ist. Andere Zyklusprobleme habe ich nicht. Mein Zyklus ist regelmäßig (24-27 Tage) und immer mit deutlicher Hochlage, also mit ES (mache seit 20 Zyklen NFP).

        Das SG fiel sehr gut aus, glaube kaum, dass sich da was geändert hat. Zumal er zwei Kinder hat, beide "ein Schuss, ein Treffer" ;)

        Für mich wäre es kein großer Aufwand, da ich eh in der Stadt arbeite. Nur bei meinem Partner wird das schwierig, bis unmöglich (je nach Schicht).

        Eine künstliche Befruchtung schließe ich für uns komplett aus, da die kosten nicht tragbar sind. Das es angesprochen wird, ist klar. Damit verdienen die ihr Geld ;)

        Ich werde wohl den Termin im Endozentrum abwarten und dann weitersehen.


        • Dein Partner muss eigtl. nicht oft dahin.

          Mein Mann war beim Erstgespräch dabei und bei den Punktionsterminen & bei den Transfers. Da letztere für euch ja aktuell erstmal wegfallen, sind es also 1-2 Mal, wo der Mann mit muss.

          Bei uns konnte man auch die Spermaprobe zuhause gewinnen und dann mitbringen. Wir haben eine Fahrzeit von ca. 20-25 Min.

          Blut hatte er auch direkt beim Ersttermin abgegeben und musste dann nur beim nächsten Termin eben Sperma abgeben (welches ich eben mitgebracht habe).

          Generell ist die Diagnostik einer Kinderwunschklinik immer genauer bzw. umfangreicher, als bei einem normalen Gynäkologen. Eben, weil die da täglich nichts anderes machen, als Ursachenforschung und Unterstützung.

          Wenn ihr euch in der Klinik nicht wohlfühlt, dann würde ich mir auf jeden Fall eine andere suchen. Unsere hat uns beim Ersttermin auch nicht gefallen. Man fühlte sich abgespeist und überfahren. Die eine Helferin dort, wollte uns auch die ganze Zeit zur Spermakonservierung drängen, aber wir sind hart geblieben und haben es nicht gemacht - und haben absolut keine Probleme mit dem Sperma meines Mannes, trotz OAT III (das ist ganz schlecht). Ab dem zweiten Termin war aber alles besser, weil wir da eine ganz tolle Helferin hatten. Und wenn man dann mal so dahinter schauen kann, was die Ärzte da alles abarbeiten müssen an einem Tag, ist einem auch klar, wieso vieles über die Helferinnen erklärt wird. Man bekommt ein Verständnis dafür.
          Aber solltet ihr euch langfristig nicht wohlfühlen, dann bringt es nichts. Das ist eine sehr intime Sache und wenn man schon ungern dahin geht, sollte man sich eine andere Klinik suchen.

          Es sind eure Körper und euer Erbgut!

          LG

          • Das SG war noch über der Norm, da gibt es also keine Probleme.

            Eine Gewinnung zu Hause wäre nicht möglich bei einer Anfahrt von 45-60 min (von zu Hause, von der Arbeit 90-120 min).

            Die erste Klinik kommt definitiv nicht infrage. Der Arzt war uns nicht sympathisch und alles nur aufs Geld machen ausgelegt. Er fing gleich mit sonst was an, wobei es dafür keine Indikation gibt.

            Aber das hat sich eh erledigt, durch meinen Termin im Endozentrum.

      21.04.17 - 13:52

      Ich kann auch unterschreiben was Blume schrieb! Ich habe auch den Eindruck, dass du ein grundsätzliches Problem mit dem Thema Kiwu-Klinik hast.

      Das kann ich gut verstehen, als meine FA mich das erste Mal darauf hinwies, wollte ich nicjts davon hören und habe 4Monate gebraucht um mich an den Gedanken gewöhnen. Dann nochmal 6 Monate bis ich mich mit dem Thema Künstl. Befruchtung angefreundet habe.

      Ich habe die Zeit gebraucht, aber im Nachhin ärgere ich mich so viel Zeit verloren zu haben!

      Man muss sich wirklich drauf einlassen, lasst euch doch einfach mal beraten und schaut wie es sich anfühlt! Sie sind nicht nur Geldmachkliniken, sondern können vielen helfen einen Herzenzwunsch zu erfüllen!

      Und eure KK übernimmt doch bestimmt zumindest einen Teil der Kosten?!

      Vg

      • 21.04.17 - 14:11

        Liegt vielleicht daran, dass der erste Arzt so unfreundlich und Geldgeil war. Der hätte am liebsten gleich sonst was gemacht.

        Eine künstliche Befruchtung schließe ich für uns aus und das nicht nur wegen dem Geld.

        Von der KK wird es nichts geben, da wir nicht heiraten werden. Es gibt Menschen, die das nicht möchten ;)

        Da ich aber eh Ende Mai einen Termin im Endozentrum habe, hat sich die frage erübrigt.

      21.04.17 - 14:10

      Hallo,

      also bei uns war es auch so, dass wir lange "gezögert" haben, wir hatten schon ein Kind, warum soll es da nicht auch ein 2. Mal klappen, wir waren auch noch nicht zu alt usw.? Aber irgendwann war v.a. ich soweit, dass ich doch genauer nachschauen lassen wollte. Oftmals machen die in der KiWu auch ein ausführlicheres SG als das beim Urologen. Nun denn, für uns war auch klar, erstmal nur Diagnostik und dann Sex nach Plan mit Unterstützung, das wurde uns auch geraten, haben das 5 Zyklen gemacht, dann meinte die Ärztin, jetzt sollten wir doch mal über eine IVF nachdenken, wollten wir aber eigentlich nicht. Haben dann aber noch eine Weile überlegt und irgenwann dann doch gesagt, ok, wir wollen es probieren, einen GVnP Zyklus wollten wir aber noch machen, da hat es dann geklappt. Woran es dann letzendlich lag? Keine Ahnung, 2 SG waren super, bei mir auch alles ok, Gelbkörperhormon bisschen niedrig, SD war gut eingestellt, Endometriose entfernt. Aber das hat ja keiner vorher gewusst, dass es dann im 6. Zyklus klappt. Ich habe leicht stimuliert (mit Spritzen), US Kontrolle, ES ausgelöst, dann Sex nach Plan und dann Utrogest genommen. Meine Freundin hat jetzt ewig lange gezögert mit der KiWu Praxis, nun wird sie 40 und KB wird eh nicht mehr von der KK übernommen, im Endeffekt ärgert sie sich jetzt, dass sie nicht schon vor 1 oder 2 Jahren hin sind (haben 2,5 Jahre so probiert), klar Sex nach Plan wird nach wie vor übernommen von der KK, aber falls es doch zu einer KB kommen sollte .... Tja. Insofern, ich würde es an eurer Stelle machen. Ich denke ich würde dort nochmal ein SG machen lassen, aber sonst muss dein Mann ja eigentlich nicht mehr hin, bei Sex nach Plan, musst ja nur du hin! Und wer weiß, vielleicht klappt es ja dann doch. Und wenn nicht, dann könnt ihr ja nochmal in euch gehen, ob eine KB nicht doch etwas ist, ich kenne viele, die das erstmal abgelehnt haben und dann nach einiger Zeit, hatten sie sich doch damit "angefreundet".

      Alles Gute

      • 21.04.17 - 14:16

        Das SG wurde von einer Andrologin gemacht, also ist das nicht anders als in einer Kiwuklinik. Da habe ich drauf geachtet.

        Eine KB kommt nicht infrage und das nicht nur wegen dem Geld. Heiraten werden wir nicht, also wären wir so oder so Selbstzahler. Gibt aber auch andere Gründe, warum ich das nicht möchte.

        Die Frage hat sich aber erübrigt, da ich eh einen Termin im Endozentrum habe und die mit der Kiwuklinik zusammenarbeiten.

      22.04.17 - 21:17

      In einer Kiwu Klinik sind die Ärzte spezialisiert. Der normale Frauenarzt hat in der Regel nur Grundkenntnisse auf diesem Gebiet und darf auch bei GvnP nicht alle Medikamente verschreiben, die Ärzte einer Klinik verordnen dürfen. Gonal F zum Beispiel darf nur von Ärzten in der Kiwu-Klink verordnet werden und hat laut Aussage meines Profs eine deutlich bessere Studienlage. Außerdem hat man dort halt einfach einen ganz anderen Erfahrungsschatz vorzuweisen.

      Ich habe auch eher den Eindruck, dass du ein grds. Problem mit einer Kiwu-Klinik hast. Ich möchte dir nicht zu Nahe treten, aber bei jedem Pro zur Klinik, argumentierst du mit einem Contra.
      Es scheint, als würde für dich sowieso alles dagegen sprechen...

      • 22.04.17 - 22:37

        Ich habe kein Problem damit, jetzt nicht mehr, vorher sprachen die Fahrtkosten dagegen.

        Mein Partner ist davon aber nicht so begeistert, denke ich, zumindest wenn er da mit hin soll. Ihn würde die Fahrerei wahrscheinlich nerven, gerade weil er in Schichten arbeitet und das 75 km entfernt, die Klinik ist dann nochmal 60-70 km in die andere Richtung. Er ist auch der Meinung, dass es schon klappen wird. Er hat ja auch keine Probleme mit der Fruchtbarkeit und schon zwei Kinder, deswegen wohl auch keinen allzu großen Wunsch mehr.

        Da ich aber Ende Mai eh einen Termin im Endozentrum habe und die mit der Kiwu-abteilung zusammenarbeiten, hat sich das ja erledigt. Werde den Termin erstmal abwarten.

        22.04.17 - 22:38

        Ach so, gegen eine künstliche Befruchtung sprechen nach wie vor einige Dinge. Dies wollen wir also eh nicht.

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