Stammzellen

Nabelschnurblut - nur nicht wegwerfen

Stammzellen aus Nabelschnurblut: Die Wunderzellen der modernen Medizin

Fast jedes Paar stößt in der Schwangerschaft auf das Thema Nabelschnurblut . Bloß nicht wegwerfen, heißt es. Denn in dem Geburtsblut befinden sich wertvolle Stammzellen. Aber was ist dran an diesen Wunderzellen?

Mehr, als viele Eltern denken. Denn aus Stammzellen entsteht das Leben. Dass aus der Eizelle ein Kind wird, ist Aufgabe von Stammzellen. Und sie reparieren und regenerieren ein Leben lang unseren Körper, z.B. bei Knochenbrüchen oder Hautabschürfungen.

Wegen dieser Fähigkeiten verwenden Ärzte Stammzellen seit über 50 Jahren vor allem bei schweren Krebserkrankungen oder Blutbildungsstörungen. Seit wenigen Jahren werden Stammzellen zudem im Rahmen der Regenerativen Medizin erfolgreich bei Kindern mit Herzfehlern, Diabetes oder Hirnschädigungen eingesetzt. Für viele Ärzte ist das erst der Anfang. Sie wollen zukünftig auch Volkskrankheiten, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Gelenk- oder Knorpelverletzungen mit Stammzellen heilen.

 

Nabelschnurblut -Stammzellen sind für die Medizin besonders interessant. Die Stammzellen darin sind sehr jung und somit besonders wirksam. Außerdem können sie einfach und risikolos für Mutter und Kind gewonnen werden. Eingefroren steht das Nabelschnurblut dann ein Leben lang und sehr schnell für medizinische Therapien zur Verfügung.

Einen Nachteil hat Nabelschnurblut – es lässt sich nur einmal im Leben gewinnen: zur Geburt eines Kindes. Werdende Eltern müssen daher schon vor der Geburt die Weichen für eine Einlagerung von Nabelschnurblut stellen. Dabei haben Eltern die Wahl: Sie können das Nabelschnurblut spenden , was für die Eltern kostenfrei ist. Oder sie können die Stammzellen für das eigene Kind einlagern. Dann sind sie da, wenn das eigene Kind eines Tages Stammzellen brauchen sollte – jung, gesund und vital.

Wofür sich werdende Eltern auch entscheiden , eins steht fest: zum Wegwerfen ist das Nabelschnurblut viel zu schade.