Enuresis nocturna

Fakten zum Thema Bettnässen

Was ist Bettnässen?

Unter Bettnässen bzw. Enuresis nocturna, wie der medizinische Fachausdruck dafür ist, versteht man das Einnässen des Kindes im Schlaf nach Vollendung des fünften Lebensjahres. Man unterscheidet eine primäre – das Kind war noch nie auf Dauer trocken – und eine sekundäre Enuresis, bei welcher das Kind wieder einnässt, nachdem es dies bereits länger als sechs Monate nicht getan hatte.

Was sind die Ursachen von Bettnässen?

Die Ursachen von Bettnässen bzw. Enuresis nocturna unterscheiden sich nach primärer und sekundärer Enuresis:

  • Primäre Enuresis

Primäre Enuresis hat häufig mit der körperlichen Reifung zu tun, denn Kinder haben oft noch nicht gelernt, die volle Blase im Schlaf als solche wahrzunehmen. Diese Form des Bettnässens kann auch familiär gehäuft auftreten und hat vermutlich genetische Ursachen. Ein häufiger Grund für Bettnässen ist ein Defizit des antidiuretischen Hormons (ADH), das für die Drosselung der Harnproduktion während der Nachtstunden verantwortlich ist.

Ein Mangel dieses Botenstoffes führt dazu, dass in der Nacht zuviel Harn produziert wird.

  • Sekundäre Enuresis

Bei der sekundären Enuresis spielen psychische Ursachen eine große Rolle. Nässt ein Kind wieder ein, nachdem es lange trocken war, sind oft unerwartete Veränderungen im Leben des Kindes die Ursache. Dies kann die Geburt eines Geschwisterkindes, der Verlust eines Familienmitgliedes, ein Trennungserlebnis oder ein Umzug sein.

Ist Bettnässen ein weitverbreitetes Problem bei Kindern?

Ja, Bettnässen gehört zu den häufigsten Störungen im Kindesalter. Etwa 10% der Siebenjährigen und sogar 25% der Vierjährigen sind nachts noch nicht zuverlässig trocken. Jungen machen etwa 60% der Bettnässer aus. In Deutschland wird die Zahl der betroffenen Kinder im Alter zwischen 5 und 14 Jahren auf 600.000 bis 700.000 geschätzt.

Wie kann Bettnässen behandelt werden?

Zunächst sollten betroffene Eltern mit ihrem Kind zum Kinderarzt gehen, um einen Mangel des antidiuretischen Hormons oder andere organische Ursachen auszuschließen. Sollte ein Hormonmangel festgestellt werden, können Hormonpräparate verschrieben werden. Hilfreich ist das Führen eines Kalenders, in dem die trockenen Nächte eingetragen werden, damit das Kind ein Bewusstsein für die Problematik entwickelt.

Der Kinderarzt kann auch saugfähige Unterwäsche für die Nacht empfehlen, wie beispielsweise Pampers UnderJams. Saugfähige Unterwäsche kann dem Kind ein Gefühl von Sicherheit geben, das Selbstbewusstsein stärken und den Stressfaktor Bettnässen für die ganze Familie entschärfen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kinder, aber auch deren Eltern, in ihrem nächtlichen Schlafrhythmus nicht unterbrochen werden.

Durch saugfähige Unterwäsche kann das Kind trotz Störung ein ganz normales, aktives Kinderleben führen und ohne Angst vor einer Blamage bei Freunden übernachten oder an Klassenfahrten und Sommer-Camps teilnehmen. Außerdem fallen keine zusätzlichen Kosten für Waschladungen und extra Textilien an.

Ist ein Kind psychisch krank, weil es ins Bett macht?

Nein, dieses Vorurteil ist überholt. Bettnässen wurde früher fast ausschließlich als Ausdruck einer Verhaltensstörung des Kindes gedeutet. Heute haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass die primäre Enuresis, die häufigste Störung bei Kindern, in den seltensten Fällen psychische Erkrankungen als Ursache hat. Vielmehr hat es sich bestätigt, dass psychische Störungen Folgen des Bettnässens sein können.

Wie können Eltern und die Familie das betroffene Kind unterstützen?

Eltern sollten zunächst ganz offen mit ihrem Kind über das Bettnässen sprechen und ihrem Kind klar machen, dass viele Kinder darunter leiden und es mit diesem Problem nicht alleine ist. Sie sollten es oft loben, für eine trockene Nacht wie auch für andere Dinge und dem Kind Zuspruch bei erlittenen Rückschlägen geben. Außerdem sollten Eltern geduldig mit ihrem Kind sein, denn in den meisten Fällen geht Bettnässen in absehbarer Zeit von alleine wieder vorbei.

Kann saugfähige Unterwäsche, wie Pampers UnderJams, betroffenen Kindern helfen?

Ja, für viele Kinder oder Jugendliche stellt saugfähige Unterwäsche nach anfänglichem Zögern eine Erleichterung oder Entlastung dar. Denn oft empfinden sie das Aufwachen in einem nassen Bett oder Schlafanzug als frustrierend und demütigend. Ein erholsamer Schlaf ohne nächtliche Störung durch das Wechseln von Bettzeug und Pyjama ist für Kinder, speziell im Schulalter, extrem wichtig.