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Wenn Baby Bauchweh hat

Was hilft, wenn es in Babys Bäuchlein drückt

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„Ich wünschte, ich könnte meinem Kind die Bauchschmerzen abnehmen. Lieber würde ich selbst die Schmerzen ertragen, als mein Kind so zu erleben." Verzweifeltes Weinen, ein hochroter Kopf, die Beinchen an den Körper gezogen. Das kennen viele Eltern und erleben es als echte Qual. Wenn das Baby Bauchweh hat.

Entspannen – auch wenn es schwerfällt 

Es scheint fast ein bisschen zu dem Leben als Baby dazuzugehören: das Ziepen und Drücken im Bauch. Und es gehört in das Leben von uns Eltern damit umzugehen, auch wenn wir unserem Kind die Bauchschmerzen nicht abnehmen können. So schwer es auch scheinen mag – es gibt Möglichkeiten, die Situation für alle Beteiligten zu entspannen – denn es leidet ja nicht nur das Kind, sondern auch die Eltern. Oft ist es gar nicht sofort erkennbar, warum das Baby weint. Plötzlich fängt es einfach an zu weinen, steigert sich immer mehr hinein und bekommt dann einen hochroten Kopf und pupst. Möglicherweise hat es Bauchweh. Vielleicht auch nicht. So ganz sicher weiß man es nie. Die Kleinen können es ja leider nicht sagen. In dieser Situation hilft es am meisten, das Leid des Kindes erst einmal anzunehmen und ernstzunehmen. Denn letztlich ist es ganz gleich, ob es Bauchweh, Müdigkeit oder ein allgemeiner Ausdruck von Unwohlsein ist. Das Ziel ist das gleiche: eine Verbesserung der Situation des Kindes. Nun hilft das Baby-Wohlfühl-Programm:

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Wenn Mama Sicherheit und Ruhe ausstrahlt, entspannt sich Baby leichter.

Foto: © Milupa 2016
Baby-Wohlfühl-Programm

Am allermeisten braucht das Kind jetzt eins: eine Mama oder einen Papa, die ihm vermittelt, dass alles ok ist. Ob es Bauchschmerzen sind oder nicht, was nun hilft, sind beruhigende Worte, sanfte Hände, die Sicherheit und Halt vermitteln, und die Gewissheit, dass alles gut ist.

Als Eltern müssen wir uns also erst einmal selbst beruhigen und uns sagen: „Alles ist gut, das Baby weint jetzt, aber es wird sich auch wieder beruhigen. Ganz bestimmt." Das fällt oft sehr schwer, aber diese Überzeugung und Ruhe, die von uns Eltern ausgeht, ist der Grundstein für die Verbesserung beim Kind. Und dann können wir mit Ruhe anfangen mögliche Gründe für das Unwohlsein zu überprüfen und Abhilfe zu schaffen. Ganz ohne Hast und Eile. Folgende Fragen helfen dabei:

  1. Ist deinem Kind gerade einfach alles zu viel? Dann ziehe dich mit dem Baby an einen ruhigen Ort zurück, schalte Fernseher, Radio und Musik aus, dimme das Licht, sorge für frische Luft.
  2. Hat dein Baby Hunger? Dabei brauchst du nicht auf die Uhr sehen. Wenn dein Baby jetzt etwas trinken möchte, stille es oder gib ihm das Fläschchen.
  3. Könnte es sein, dass deinem Kind zu warm oder zu kalt ist? Fühle dazu mit den Fingern im Nacken des Babys. Ist es hier schwitzig feucht, ist deinem Kind zu warm und es muss ausgezogen werden. Ist es hier eher kühl, zieh es wärmer an.
  4. Braucht dein Baby eine frische Windel? Dann wickle es in Ruhe.
  5. Ist dein Baby müde? Manchmal finden die Babys so schwer in den Schlaf, dass sie es nur mit unserer Hilfe schaffen. Dann hilft es den meisten Kindern im Tragetuch oder der Trage getragen zu werden; oft geht es am allerbesten an der frischen Luft. Gut ist auch, dein Kind auf einem großen Gymnastikball über die Schulter schauend zu wippen oder es in der Federwiege zu wiegen. Je nachdem wie aufgebracht dein Baby ist, kann es einige Minuten dauern, bis es unter diesen Maßnahmen zur Ruhe findet und sich beruhigt. Das ist okay. Es ist gut, das ein paar Minuten mit deinem Baby auszuhalten.

Wenn du diese Punkte überprüft hast, kannst du nun ein paar Maßnahmen speziell gegen Bauchschmerzen ausprobieren.

Wichtig dabei ist, weiterhin ruhig und zuversichtlich zu bleiben. Das Verhalten des Kindes versetzt uns Eltern ganz automatisch in einen Stresszustand, doch allen ist geholfen, wenn wir uns selbst zur Ruhe zwingen. Blinder Aktionismus stresst das Kind mehr als alles andere. Anstatt nun 100 verschiedene Maßnahmen zu ergreifen, um Herr über das Bauchweh zu werden, empfehle ich, maximal zwei Maßnahmen zu ergreifen und dann erst einmal wieder Ruhe hineinzubringen.

Spezielle Maßnahmen bei Bauchweh

  • Bauchmassage mit Babyöl: hierbei wird Babys Bäuchlein mit den Fingerspitzen von Zeige-, Mittel-, und Ringfinger im Uhrzeigersinn (das ist sehr wichtig!) um den Bauchnabel herum massiert. Massieren bedeutet hier, dass ein leichter Druck ausgeübt wird. Am besten geht es mit ein paar Tropfen Öl auf dem Bäuchlein.
  • Das Bäuchlein einreiben, zum Beispiel mit speziellem Kümmelöl oder Kümmelsalben.
  • Das Baby in den Fliegergriff nehmen. Dabei liegt das Baby auf dem Unterarm, der Kopf wird gestützt. Hierbei wird der Bauch sanft massiert und durch die Körperwärme der Eltern gewärmt.
  • Gymnastikübungen für das Bäuchlein. Lege dein Baby dazu auf den Rücken vor dich, zum Beispiel auf dem Wickeltisch. Dann nimmst du seine Füßchen in die Hände und winkelst die Beine an und schiebst sie ganz sanft in Richtung seines Bauches. Sollte dein Baby mit Druck gegen diese Bewegung halten, übergehe diesen Druck bitte nicht und warte einen Moment ab, ob du weitermachen kannst oder dein Baby dir damit signalisiert, dass dies gerade nicht das Richtige ist.
  • Wärme für das Bäuchlein: Gut eignen sich Wärmekissen, zum Beispiel Körner- oder Kirschkernkissen, die auf Körpertemperatur erwärmt wurden. Bitte unbedingt auf die richtige Erwärmung (bitte Produktbeschreibung beachten) achten, auf keinen Fall zu warme Kissen verwenden! Aber auch eine wärmende Hand auf dem Bauch kann schon helfen.

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Eine Massage tut Bäuchlein und Baby richtig gut.

Foto: © Milupa 2016
So gerne würde ich an dieser Stelle schreiben: Wenn das alles erledigt ist, sollte dein Kind keine Bauchschmerzen mehr haben und weint sicher nicht mehr. Aber so ist es leider nicht. Es gibt nicht das eine Rezept für ein Bauchweh-freies, zufriedenes Kind. An manchen Tagen ist kein Kraut gegen das Bauchweh gewachsen und kein Trick geeignet, das Kind zu beruhigen. Wenn du für dich ausschließen kannst, dass dein Kind unerfüllte körperliche Bedürfnisse wie zum Beispiel Stillung des Hungers oder Schlaf hat, und du auch ausschließen kannst, dass es krank ist, dann akzeptiere das Weinen. Babys dürfen und müssen manchmal weinen. Lass dein Baby aber nicht allein. Sei ganz bei ihm, halte es und versichere ihm, dass es besser wird. Wenn du das Gefühl hast, dass bei deinem Kind ein gesundheitliches Problem vorliegt oder es medizinische Hilfe braucht, zögere bitte nicht deine Hebamme oder den Kinderarzt zu Rate zu ziehen. Das ist zwar in den seltensten Fällen so, aber manchmal ist es doch notwendig. 

Entdecke mehr zu Babys Bäuchlein auf blubbern.de

 

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Über die Autorin:

Jule Tilgner ist Hebamme und schreibt über ihren Beruf und ihre Berufung auf dem Blog Hebamme zauberschoen. Als Hebamme und Autorin ist es ihr ein Anliegen, Eltern zu inspirieren und in ihren eigenen Fähigkeiten zu stärken. Bevor sie selbst Mutter wurde, hat sie als selbstständige Hebamme Familien vor und nach der Geburt zuhause betreut und Kurse gehalten.