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Erleichterung für Babys Bäuchlein beim Füttern

Wie Mütter Babys Bäuchlein beim Stillen oder Fläschchen füttern unterstützen können

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Wenn ein Baby von Bauchschmerzen geplagt wird, würden Eltern (fast) alles tun, um Linderung zu schaffen. Eine gute Möglichkeit ist es, zu schauen, ob man bei der Nahrung und Nahrungsaufnahme etwas verändern kann, damit Babys Bäuchlein entlastet wird.

Gestillte Babys

Wenn du dein Baby stillst, solltest du es stillen, so oft es Hunger hat, und es so lange trinken lassen, bis es satt ist. Es gibt keine maximalen oder minimalen Zeitabstände zwischen den Mahlzeiten an der Brust. Nach dem Stillen und auch zwischendurch solltest du deinem Kind die Möglichkeit geben aufzustoßen und so Ruhe in den Bauch zu bringen. Dazu bringst du dein Baby idealerweise in eine aufrechte Position, zum Beispiel an der Schulter.

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Wenn du dein Baby stillst, solltest du auch darauf achten, was du isst.

Foto: © Milupa 2016
Da das Verdauungssystem von Babys noch nicht voll ausgereift ist, ist es oft empfindlicher als das von Erwachsenen. Wenn es zu Bauchschmerzen kommt, lohnt es sich auch einmal genauer hinzusehen, was du so isst.

Denn es gibt sie. Die Lebensmittel, die bei Erwachsenen und auch bei gestillten Babys Blähungen und Bauchweh verursachen. Aber wie so oft ist es auch hier: nicht alles wirkt bei allen gleich. Es gibt also Kinder, die bekommen sofort und immer Blähungen, wenn die Mutter eine gebratene Zwiebel im Essen hat. Und es gibt Kinder, da können die Mütter essen, was sie wollen, und das Kind bekommt keine Bauchschmerzen.

Es gibt eine einfache Möglichkeit, wie du herausfindest, ob die Bauchschmerzen mit deiner Ernährung zusammenhängen oder nicht. Es funktioniert folgendermaßen: du verzichtest vorübergehend auf alle potentiell blähenden Lebensmittel. Um herauszufinden, welche das sind, überlege mal, wovon du selbst Blähungen bekommst. (Oft blähende Lebensmittel sind unter anderem: Kohl, Bohnen, Zwiebeln und Knoblauch, Milch, Käse, Vollkornprodukte, frisches Obst.) Nun wird einige Tage abgewartet, ob die Bauchschmerzen verschwinden. Tun sie es, hat das Bauchweh deines Kindes sehr wahrscheinlich mit einem oder mehreren Nahrungsmitteln zu tun, die du sonst isst. Um herauszufinden, welche es genau sind, kannst du langsam wieder anfangen von den vorher weggelassenen Dingen zu essen. Allerdings solltest du pro Tag nur eine Sache testen. Zum Beispiel kannst du es mit der Zwiebel versuchen. Wenn das Kind daraufhin kein Bauchweh entwickelt, ist es ziemlich sicher, dass das Kind nicht von Zwiebeln Bauchweh bekommt. Nun kannst du am nächsten Tag zum Beispiel Kohl essen und schauen, ob dein Kind darauf reagiert. Sollte das Kind auf ein Lebensmittel mit Blähungen reagieren, sollte dieses erst einmal vermieden werden. Achte jedoch weiterhin auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung. Der längerfristige Verzicht auf sämtliche potentiell blähende Nahrungsmittel birgt das Risiko einer unzureichenden Nährstoffversorgung und ist daher nicht empfehlenswert.

Was jede stillende Mama eines von Bauchweh geplagten Babys tun kann, ist Tee trinken. Eine Mischung aus Kümmel, Fenchel und Anis hilft dem Bäuchlein oft sich zu beruhigen. Der Tee sollte gerne über den Tag verteilt getrunken werden.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten können auch bei gestillten Kindern vorkommen. Besonders häufig ist hier die Milcheiweißunverträglichkeit. Es geht dabei um die (Kuh-)Milchprodukte, die die Mutter zu sich nimmt, und die Bestandteile, die in die Muttermilch übergehen. Auch hier kann der Verdacht durch einen vorübergehenden Verzicht erhärtet werden. Oder auch nicht. Sollte der Verdacht einer Unverträglichkeit bestehen, sollte unbedingt ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Du hast schon alles bis hier Stehende probiert und dein Baby hat noch immer Bauchweh? Dann kann ich dich beruhigen: es wird nicht an deiner Ernährung liegen und du kannst und solltest wieder alles essen, was dir gut tut. Nun muss die Ursachenforschung an anderer Stelle weitergehen. Wenn du das Gefühl hast, dass bei deinem Kind ein gesundheitliches Problem vorliegt oder es medizinische Hilfe braucht, zögere bitte nicht deine Hebamme oder den Kinderarzt zu konsultieren!

Mit Fläschchen gefütterte Kinder

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So geht es Babys Bäuchlein hoffentlich bald wieder gut!

Foto: © Milupa 2016
Wenn du dein Kind mit der Flasche ernährst, kannst du Bauchweh vorbeugen, indem du die Flaschennahrung genau so zubereitest, wie es auf der Verpackung angegeben ist. Bitte experimentiere nicht auf eigene Faust mit mehr oder weniger Pulver herum. Um zu verhindern, dass viele Bläschen entstehen, die dein Baby dann trinkt und davon Bauchweh bekommt, kannst du die geschüttelte Flasche einen Moment stehen lassen, warten, dass die Bläschen sich auflösen, und erst dann füttern. Alternativ kannst du das Milchpulver langsam in das Wasser mit einem Löffel einrühren statt die Flasche zu schütteln. Außerdem solltest du darauf achten, dass aus dem Flaschensauger weder zu viel noch zu wenig fließt. Wichtig ist dabei, einen passenden Sauger zu verwenden. Es gibt verschiedenste Größen und Formen. Wichtig ist, dass er für das Alter deines Babys richtig ist und dass du, je nachdem was du fütterst, einen Milch-, Brei- oder Teesauger verwendest. Wenn du also die Milch möglichst bläschenfrei angerührt hast, die Temperatur noch einmal kontrolliert hast - sie sollte bei etwa 37 Grad liegen, also in etwa Körpertemperatur haben - und den richtigen Sauger aufgeschraubt hast, ist es wichtig, dass du dein Baby zum Füttern in den Arm nimmst. Lege es dir so in den Arm, dass das Köpfchen in deiner Armbeuge liegt, in etwa auf der Höhe deine Brust. Diese leicht senkrechte Position erleichtert deinem Baby das Trinken und es verschluckt sich weniger. Sollte es trotzdem mal passieren, kannst du es gleich an deine Schulter hochnehmen und es kann besser damit zurechtkommen. In der Babyschale oder Wippe liegend sollte dein Kind nicht trinken müssen. Dein Baby muss die Flasche nicht in einem Zug leeren, manche Babys machen ausgeprägte Pausen, lass sie deinem Kind! Keiner isst gerne unter Druck.

Auch bei mit Fläschchen ernährten Kindern können Unverträglichkeiten auftreten. Solltest du so etwas bei deinem Kind vermuten, suche bitte Rat beim Kinderarzt!

Zusammengefasst

Babys Bauchschmerzen können mit der Ernährung zusammenhängen und es ist gut darauf zu achten, das Bäuchlein so gut es geht zu unterstützen. Doch es kann auch andere Gründe für Bauchweh und Unruhe beim Baby geben. Manchmal lässt sich auch keine Ursache finden und dann ist es gut, die Unruhe des Kindes anzunehmen und auszuhalten.

Entdecke mehr zu Babys Bäuchlein auf blubbern.de

  

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Über die Autorin:

Jule Tilgner ist Hebamme und schreibt über ihren Beruf und ihre Berufung auf dem Blog Hebamme zauberschoen. Als Hebamme und Autorin ist es ihr ein Anliegen, Eltern zu inspirieren und in ihren eigenen Fähigkeiten zu stärken. Bevor sie selbst Mutter wurde, hat sie als selbstständige Hebamme Familien vor und nach der Geburt zuhause betreut und Kurse gehalten.