Ihr Baby
Entwicklungskalender: Das erste Lebensjahr
2,5 Monate alt: Warum schreit mein Baby?
Inzwischen haben Sie wahrscheinlich schon eine Reihe schlafarmer Nächte hinter sich und Ihr Baby sorgt allabendlich für ein ausgiebiges Schreikonzert. Dies kann eine, aber auch mehrere Stunden dauern. Die Unruhe des Babys in den ersten Wochen wird auch gerne als Dreimonatskoliken bezeichnet, obwohl meist nicht Verdauungsprobleme und Bauchschmerzen, sondern eine allgemeine Reizüberflutung das Baby quält. Wichtig sind deshalb Ruhe, ein einigermaßen fester Rythmus und Rituale, die das Kind entspannen lassen.
Haben Sie keine Schuldgefühle, wenn Sie Ihr schreiendes Kind in manchen Momenten am liebsten auf dem nächsten Weihnachtsbasar verscherbeln möchten. Solche Augenblicke kennen alle Eltern, vor allem im ersten Lebensjahr des Kindes. Viele Kinder schlafen erst mit einem Jahr wirklich gut durch, manche aber schon mit sechs Wochen. Beides ist normal und es ist ein wenig Glückssache, zu welcher Kategorie das eigene Kind gehört. Viele Babys schlafen auch zeitweise durch, um dann wieder monatelang mehrmals in der Nacht wach zu werden, weil sie etwas trinken möchten, oder einfach nur ein paar Schmuseeinheiten brauchen.
Erfahrungsaustausch
Viele Mütter fühlen sich spätestens jetzt durch das Kind arg eingeengt, fast eingesperrt. Was hier am besten hilft: Melden Sie sich und das Baby in einer Krabbelgruppe oder einem Stillcafé an, wie sie Hebammenpraxen, Familienbildungsstätten oder Kirchengemeinden anbieten. Hier wird in gemütlicher Runde beisammen gesessen, während die Babys auf einer Riesen-Krabbelmatte liegen oder herumrobben. Die Mütter können Fragen rund um das Leben mit dem Baby stellen, Erfahrungen austauschen oder auch einfach mal ihren Frust oder Stress rauslassen. Auch andere Angebote, wie PEKiP-Gruppen oder Babyschwimmen verschaffen Kontakte zu anderen Müttern, aus denen oft dauerhafte Freundschaften werden. Es kann durchaus sinnvoll sein, sogar zwei solcher Kurse pro Woche zu besuchen, damit man Fixpunkte im Alltag hat, auf die man sich freuen kann und wo man mal eine Zeitlang nicht der "Alleinunterhalter" fürs Baby ist.
Sie sind tolle Eltern
Und noch ein wichtiger Rat für diesen Lebensmonat und alle weiteren: Vertrauen Sie darauf, dass Sie prima Eltern sind, so wie sie sind. Mit all Ihren Unsicherheiten, gemischten Gefühlen und den Fehlern, die Sie – ebenso wie alle anderen Eltern – zwangsläufig machen und machen werden. Schielen Sie nicht nach anderen Eltern, die alles scheinbar so locker und toll im Griff haben und behaupten, ihr Kind sei "total pflegeleicht". Noch niemals in der Geschichte der Menschheit sind gute Eltern vom Himmel gefallen. Perfekte Eltern gibt es schon gar nicht, und auch Sie werden Ihr Ziel, das erste vollkommene Elternpaar auf diesem Globus zu sein, ganz bestimmt nicht erreichen. Tragen Sie's mit Fassung!
Die erste Impfung steht an
Im dritten Lebensmonat kann das Kind das erste Mal geimpft werden. Kombinationsimpfstoffe halten die Impfbelastung für das Kind möglichst gering. Lassen Sie sich durch die Impfdiskussionen nicht verunsichern. Die möglichen Risiken der Impfungen sind um ein Vielfaches geringer als die, die diese zum Teil lebensbedrohlichen Krankheiten mit sich bringen können. Zwischen dem dritten und vierten Lebensmonat steht die U 4 an. Es ist sinnvoll, gegen Ende dieses Zeitraums zum Arzt zu gehen, weil er dann beurteilen kann, was das Kind spätestens bis zu diesem Zeitpunkt können sollte.
- Herzlichen Glückwunsch! Ihr Baby ist da!
- 2 Wochen alt: Verwöhnen Sie Ihr Baby
- 1 Monat alt: Das erste Lächeln
- 1,5 Monate alt: Wie geht's weiter nach dem Mutterschutz?
- 2 Monate: Nuckeln beruhigt Ihr Baby
- 2,5 Monate alt: Warum schreit mein Baby?
- 3 Monate alt: Sprechen Sie mit Ihrem Baby
- 3,5 Monate alt: Lassen Sie Ihr Baby niemals allein
- 4 Monate alt: Sie können jetzt schon zufüttern
- 4,5 Monate alt: So spielen Sie mit Ihrem Baby
- 5 Monate alt: Verstehen Sie Ihr Baby?
- 5,5 Monate alt: Ihr Baby liebt Musik
- 6 Monate alt: Zeit für festere Nahrung
- 6,5 Monate alt: Ist das erste Zähnchen da?
- 7 Monate alt: Machen Sie den Haushalt kindersicher
- 7,5 Monate alt: Ein Baby darf auch anstrengen
- 8 Monate alt: Ihr Kind wird selbstständiger
- 8,5 Monate alt: Spielend die Welt entdecken
- 9 Monate alt: Grenzen geben Halt
- 9,5 Monate alt: Chaos in der Wohnung
- 10 Monate alt: Aus Brabbeln wird Sprechen
- 10,5 Monate alt: Schaffen Sie sich Freiräume
- 11 Monate alt: Der lange Weg zum ersten Schritt
- 11,5 Monate alt: Loben Sie Ihr Baby
- Ein Jahr alt: Happy Birthday!

