Zehn Prozent der Neugeborenen betroffen

Hilfe, mein Baby hat einen Nabelbruch!

Die Häufigkeit der erkrankten Kinder mit der Diagnose Nabelbruch liegt bei zehn Prozent. Doch keine Angst, es ist nicht so gefährlich wie es scheint. Das solltest du über den Nabel eures Babys wissen.

Autor: Gabriele Möller
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Die meisten Nabelbrüche sind nicht gefährlich

Baby großer Nabel
Foto: © panthermedia / Anja Roesnick

Fünf bis zehn Prozent aller Säuglinge kommen bereits mit einem Nabelbruch zur Welt, wie Geburtshelfer wissen. Aber auch in den ersten Tagen und Wochen kommt es bei vielen Babys zum Bruch der Bauchdecke unter dem kleinen Nabel. Einen Nabelbruch erkennen Eltern daran, dass der Nabel des Kindes plötzlich vorsteht und eine knopfartige, bis zu kirschgroße Wölbung bildet. Meistens ist so ein Bruch harmlos. Da ein solcher Bruch der Bauchdecke unter der Haut jedoch in seltenen Fällen gefährlich werden kann, sollten Eltern beim ersten Bemerken des Bruchs zum Kinderarzt gehen. Durch die Öffnung der Bauchdecke können nämlich Fettgewebe oder Darm herausgedrückt werden, was zu Komplikationen führen kann. Auch nach dem Arztbesuch muss der Bruch weiter beobachtet werden. Geht die Wölbung bei leichtem Druck nicht zurück, fühlt sie sich hart an, schmerzt oder wird plötzlich größer, muss sofort der Arzt aufgesucht werden.

Viele Nabelbrüche heilen von selbst zu

Oft heilt der Nabelbruch bis zum Ende des dritten Lebensjahres von allein zu. Nabel- oder Heftpflaster, wie sie früher verwendet wurden, sind in der Kinderheilkunde längst out. Verschwindet der Nabelbruch innerhalb der ersten Lebensjahre nicht, ist eventuell eine kleine Operation nötig. Es hängt unter anderem von der Größe des Bruchs ab, ob diese Operation notwendig ist. Vor allem bei Mädchen kann der Eingriff, bei dem die Bauchdecke geschlossen wird, angeraten sein. Denn der Bruch kann bei der erwachsenen Frau später während ihrer eigenen Schwangerschaft durch den dicken und gedehnten Bauch Probleme bereiten.

Leistenbrüche beim Baby müssen operiert werden

Wesentlich gefährlicher als Nabelbrüche sind Brüche im Bereich der Leiste, die auch schon beim Baby auftreten können. Man erkennt sie an einer plötzlichen Vorwölbung oder „Beule“ im Unterbauchbereich. In dieser Region am Unterleib können besonders leicht Darmschlingen in der sogenannten Bruchpforte eingeklemmt werden, was lebensgefährlich werden kann. Ein Leistenbruch kann angeboren sein, aber auch später oder erst im Erwachsenenalter (zum Beispiel durch Heben schwerer Lasten) auftreten. Besonders häufig betroffen sind junge Männer oder ältere Menschen. Leistenbrüche sollten immer operiert werden.

Richtige Nabelpflege Baby

Auch wenn kein Bruch vorliegt, sollte der Nabel eines Säuglings in den ersten Lebenstagen und -wochen gut beobachtet und gepflegt werden. Der Nabelstumpf muss trocken gehalten werden, bis der Nabel des Babys abfällt. So lange sollte auch der Oberrand der Windel unterhalb des Nabels verlaufen, damit Urin und Kot nicht so leicht mit dem Nabel in Berührung kommen. Ist es doch passiert, den Nabelstumpf vorsichtig mit lauwarmem Wasser und einem sauberen Tuch vorsichtig reinigen und anschließend an der Luft trockenen lassen. Auch wenn der Stumpf nach einigen Tagen abgefallen ist, reicht es, den Nabel mit warmem Wasser und einem sauberen Waschlappen zu reinigen, Seife ist hier nicht notwendig.

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