Start ins Elternleben

Mit Baby daheim - was jetzt?

Andrew McKenna hat Frau und Kind nach der Geburt aus der Klinik geholt. Nun ist die junge Familie endlich allein. Aber wie geht es jetzt eigentlich weiter? Chaotisch! Lesen Sie hier seinen Weg ins Elterndasein.

von Andrew McKenna
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schlafendes Baby
Foto: © panthermedia.net / Michael Kempf

Endlich daheim?

Mit einem entrückten Grinsen auf dem Gesicht trug ich meinen neu geborenen Sohn zum ersten Mal in unser Haus. Ich knallte ihn in seinem Autokindersitz auf den Boden und hob an ihm zu erklären, dass dies der Ort sei, an dem wir künftig leben würden und dass er dies eines Tages alles erben könne – bis auf den Fernseher, der noch immer dem Media Markt gehörte.

Ich fotografierte ihn aus allen Winkeln und in allen Einstellungen, lachte still in mich hinein... und dachte plötzlich daran, dass ich ja seine frisch Kaiserschnitt-operierte Mama im Auto vergessen hatte. Als ich ihr ins Haus geholfen hatte, standen wir einträchtig lächelnd vor Timmy: "Ist er nicht allerliebst?" "Ja, das ist er wohl." Dann starrten wir einander an und fragten uns: "Hey....was machen wir jetzt?" Das bringt einem im Eltern-Vorbereitungskurs keiner bei.

Achtzehn Jahre Zwangsarbeit

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Wir würden uns um ihn kümmern müssen bis er erwachsen wäre, soviel war sicher. Achtzehn Jahre Zwangsarbeit – soviel bekommt man nicht mal für Totschlag. Das Heimbringen des Säuglings vom Krankenhaus ist der Moment, an dem man die volle Breitseite des Elterndaseins abbekommt. Bis jetzt war alles graue Theorie. Nun aber fühlt man sich wie ein Pilot der Bundeswehr, der an einem Flugsimulator trainiert hat... und auf einmal einen Kampfbomber fliegen soll.

Was Sie in diesen ersten Tagen im Wesentlichen tun, ist herumfummeln, herumstümpern, herumrennen, während Sie sich ungeschickt den Weg ins Elterndasein bahnen. „Hat er Blähungen? Ich klopfe ihm auf den Rücken.“ (patsch, patsch, patsch) „Woran erkennt man eigentlich, wann man aufhören muss?“ (patsch, patsch, patsch) „Er hat sein Bäuerchen gemacht! Ich glaube.... oh, er hat gespuckt! Oder klopfe ich zu fest?“In der Zwischenzeit vertrödelt die stillende Mutter ihre Zeit. „Das geht nicht richtig zu!“ „Hat er genug bekommen?“ „Hat er Blähungen?“ Und da glaubt man es kaum, dass Neugeborene bis zu 20 Stunden pro Tag schlafen.

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