Empfehlungen der Wissenschaft

Richtige Pflege für die Babyhaut

Nun hat auch die Wissenschaft festgestellt, was die meisten Eltern bereits im Gefühl hatte: Baden tut Babys Haut gut und auch Eincremen danach ist nicht schädlich. Weitere Empfehlungen zur richtigen Pflege der Babyhaut lesen Sie hier.

von Petra Fleckenstein
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Pflegeroutine Baden Penaten
Foto: © Johnson & Johnson

Wissenschaft erforscht Babys Haut

Eine Haut zu haben wie ein Baby, diese Aussage darf man als ein Kompliment auffassen. Denn Babys Haut gilt als unvergleichlich zart, glatt und feinporig. Diese Schönheit würden Mütter und Väter gerne erhalten und daher Babys Haut gut pflegen. Wie aber die richtige Hautpflege beim Baby aussieht, darüber existieren bisweilen unterschiedliche Ansichten. Manche Hebammen empfehlen, nur klares Wasser an die Babyhaut zu lassen, andere warnen vor zu häufigem Baden. Einmal wird das Eincremen nach dem Baden empfohlen, ein andermal davon abgeraten. Diesen vielfältigen Pflegeroutinen, die sich durch Traditionen und Erfahrungen entwickelt haben, will nun die Wissenschaft, unterstützt vom Gesundheits- und Pflegegiganten Johnson & Johnson (u.a. Penatencreme), einheitliche, evidenzgestützte Pflegeempfehlungen entgegenstellen.

Zu diesem Zweck rief Johnson & Johnson schon 2007 europäische Dermatologen (Hautärzte) und Pädiater (Kinderärzte) zu einem runden Tisch zusammen, um gemeinsam die Forschungslage zu sichten und auf dieser Basis einheitliche Pflegeempfehlungen zu formulieren. Außerdem wurden in aktuellen Studien, u.a. an der renommierten Charité in Berlin, die Unterschiede von Babyhaut und Erwachsenenhaut ins Visier genommen und die Auswirkungen unterschiedlicher Waschmethoden auf die Hautschutzbarriere von Säuglingen untersucht.

Und das hat man über Babyhaut herausgefunden:

  • Die oberste Hautschicht (Stratum corneum) ist beim Baby ca. um 30 Prozent dünner als beim Erwachsenen
  • Babyhaut ist im ganzen ersten Lebensjahr deutlich durchlässiger für Wasser, kann also mehr Feuchtigkeit aufnehmen, aber auch schneller verlieren als die Haut Erwachsener.
  • Die Entwicklung der Hautschutzbarriere ist nicht bereits nach der Geburt oder vier Wochen danach abgeschlossen, sondern erstreckt sich über einen längeren Zeitraum.

An der Charité hat man sich unter der Federführung der Leiterin der Kinderdermatologie, Prof. Ulrike Blume-Peytavi, in zwei klinischen Studien mit den Auswirkungen von Baden oder Waschen auf Babys Haut beschäftigt. Gefragt war, ob sich Baden oder Waschen und zudem der Einsatz von Babypflegeprodukten günstiger für die gesunde Babyhaut erweisen.

Auf Basis dieser Studien und des runden Tischs haben Wissenschaftler der Charité gemeinsam mit dem Penaten-Hersteller Johnson & Johnson folgende Empfehlungen für Eltern formuliert:

Empfehlungen zur Hautpflege von Babys

  • Es wird empfohlen, Neugeborene und Säuglinge zwei- bis dreimal pro Woche zu baden (wobei baden, auch aus psychologischen Gründen dem reinen Waschen mit dem Waschlappen vorzuziehen ist).
  • Mit dem regelmäßigen Baden kann begonnen werden, sobald der Nabelschnurrest abgefallen ist.
  • Der Raum sollte über 22° Celsius warm sein und das Wasser eine Temperatur zwischen 37 und 38 Grad haben.
  • Die Badedauer sollte sich auf maximal 5 bis 10 Minuten beschränken, das Baby danach schnell, aber sanft abgetrocknet werden, damit es nach dem Baden nicht auskühlt.
  • Der Einsatz eines milden Babybadeszusatzes ist für die Funktion der Hautschutzbarriere mindestens genauso gut wie Baden mit klarem Wasser und kann bedenkenlos angewendet werden.
  • Ein milder flüssiger Badezusatz, der speziell für die Bedürfnisse von Säuglingshaut entwickelt wurde, eignet sich besonders gut für die schonende Reinigung beim Baden.
  • Es wird empfohlen, Säuglinge nach dem Baden mit spezieller Babypflegecreme einzucremen.

Wie Eltern aufgrund dieser Empfehlungen leicht feststellen werden, können sie in der Babypflege von gesunder Babyhaut eigentlich nicht allzu viel falsch machen. Weder zu cremen, noch nicht zu cremen schadet wirklich. Und auch, was das Baden mit oder ohne Zusatz betrifft, darf man wohl auch weiterhin gerne nach seinem Gusto entscheiden, ohne Babys Haut unrecht zu tun. Nur eins steht zu befürchten: Unkontrollierter, also allzu häufiger elterlicher Waschzwang ist nicht unbedingt günstig für Babys Haut, doch das ist Stoff für künftige Studien.

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