Kein Sprung ins kalte Wasser
Babyschwimmen
Lassen Sie sich von dem Umzieh-Stress nicht abschrecken: Ein Babyschwimmkurs belohnt die Kleinen zwar nicht mit Abzeichen, dafür aber mit viel Spaß.
Babyschwimmen - warum?
Spaß an der Bewegung im Wasser
Babys sind eigentlich noch kleine Wassertiere. Neun Monate haben sie im Wasser verbracht, im Bauch ihrer Mutter schwerelos getollt, geboxt und gepaddelt. Als Neugeborene "schwimmen" sie im Wasser mit instinktiven Bewegungen, die sie aus längst vergangenen Zeiten mitgebracht haben. Was liegt da näher, als die angeborene Lust des Babys am Toben im Wasser zu unterstützen?
Babyschwimmen hat viele Vorteile
Nach Eltern-Kind-Turnen und Pekip-Gruppen ist es heute trendy, mit seinen Kindern zum Babyschwimmen zu gehen. Und das aus gutem Grund. "An Land" sind die Bewegungsmöglichkeiten des Säuglings eingeschränkt, im Wasser jedoch kann er nach Herzenslust in jede Richtung strampeln, treten und spritzen. "Durch den Bewegungsanreiz, den das warme Wasser auf sie ausübt, entwickeln sich Babyschwimmer erwiesenermaßen besser", sagt Dr. Lilli Ahrend, diplomierte Sportlehrerin und Expertin in Sachen Babyschwimmen. Denn gerade im ersten Lebensjahr sind körperliche und geistige Fortschritte eng miteinander verknüpft.
Wesentlich für die gesunde Entwicklung des Säuglings sind Reize, die er über die Haut empfängt. Das Wasser umströmt seine Haut, tröpfelt auf seine Arme. Wenn das Baby seine Hand auf das Wasser klatscht, spritzt es in sein Gesicht. Und bei allem spürt es die Sicherheit, von seiner Mutter oder seinem Vater gehalten zu werden.
Entwicklung der Eltern-Kind-Beziehung
Nicht nur das Baby lernt viel beim Spiel im Wasser: Auch die Eltern profitieren davon. Sie lernen, ihr Kind genau zu beobachten und seine Bedürfnisse und Gefühle zu erkennen. Was gefällt meinem Kind, was gefällt ihm weniger? Einige haben Spaß dabei, wenn ihnen Wasser über den Kopf läuft, andere mögen das gar nicht. Für Baby und Eltern gleichermaßen schön ist der enge Körperkontakt und die Berührung von Haut zu Haut. Das und Getragenwerden fördert die Beziehung zwischen Eltern und Kindern: Vertrauen und Verantwortungsbewusstsein entwickeln sich.
Babyschwimmen – ab wie viel Monaten?
Das Baby sollte seinen Kopf einigermaßen halten können ungefähr drei Monate alt sein, wenn es zum Säuglingsschwimmen kommt. Natürlich ist aber auch ein späterer Einstieg möglich. Vor Beginn des Kurses sollte das Baby durch gemeinsames Baden in der häuslichen Wanne und ein allmähliches Absenken der Temperaturen auf das Schwimmbad vorbereitet werden. Neugeborene brauchen für ihre ersten Bäder noch 37 Grad warmes Wasser. Nach vier Wochen können Sie dann langsam auf 33 Grad herabgehen.
Beim Babyschwimmen sollte das Wasser immer noch eine Temperatur von 32 Grad haben, damit sich die Kinder richtig wohl fühlen. Ist das Wasser kälter, klammern sie sich frierend an Vater oder Mutter.

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