Im Einsatz für das Stillen

Die La Leche Liga

Stillen ist gut fürs Kind. Davon sind die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der gemeinnützigen La Leche Liga fest überzeugt. Ein Bericht über ihre Arbeit.

von Gabriele Möller
Neugeborenes Brust Stillen
Foto: © iStockphoto.com/ chesterf

Die La Leche Liga springt für stillende Mütter in die Bresche

Die Frauen der La Leche Liga haben es immer gewusst: Muttermilch ist und bleibt die wertvollste und beste Nahrung fürs Baby. Und die Unsicherheit um BSE und darüber, wie sicher denn Kuhmilch in Bezug auf diese tödliche Krankheit ist, gibt ihnen Recht. Denn die industriell hergestellte Säuglingsmilch basiert letztlich auf Kuhmilch, auch wenn diese modifiziert und verändert wird.

Stillen ist also zwar die natürlichste Sache der Welt – aber längst nicht die einfachste. Ein paar Regeln und Kniffe gilt es schon zu beachten, wenn das Stillen zum ungetrübten Vergnügen werden soll. Damit frischgebackene Mütter sich für das Stillen entscheiden, und auch damit sie dann nicht über die kleinen und größeren Hürden stolpern und das Stillen vorzeitig aufgeben, gibt es seit 1956 die La Leche Liga.

Keine Mutter bleibt mit Stillproblemen allein

Gegründet wurde die internationale, gemeinnützige Organisation, die inzwischen auch die WHO (Weltgesundheitsorganisation) berät, in den USA. Sieben Frauen schlossen sich damals zusammen, weil es bis dahin keinerlei Informationen oder gar Unterstützung für stillende Frauen gab. Ein Unding, fanden diese Mütter und wollten das nicht länger hinnehmen.

Sie wählten als Namen für die junge Organisation das spanische Wort für Milch (= la leche). Inzwischen gibt es schon 4500 Stillgruppen in 76 Ländern. In Deutschland ist die La Leche Liga (LLL) seit 1976 tätig.

Alle Mitarbeiterinnen haben eine gründliche Schulung hinter sich und arbeiten ehrenamtlich als Leiterinnen von Stillgruppen oder als Beraterinnen für stillende Mütter. „Unsere Mitarbeiterinnen haben alle selbst gestillt“, so Gitta Hülsmeier, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der La Leche Liga Deutschland. „Sie haben meist mit ihren eigenen Kindern eine LLL-Stillgruppen besucht und so unsere Arbeit kennen gelernt.“

Bei Interesse kann sich eine Frau dann in Theorie und Praxis schulen lassen und für mindestens zwei Jahre als Mitarbeiterin der LLL verpflichten. „Noch wichtiger als die Beratung ist uns aber das Gespräch und der Austausch der Mütter untereinander, betont Hülsmeier. Weshalb die La Leche Liga die Stillgruppen als ihr wichtigstes Wirkungsfeld betrachtet.