Von der Milch bis zum Familienessen

Essensplan fürs erste Lebensjahr

Babys Schlaf und Babys Hunger – darum dreht sich (fast) alles nach der Geburt eines Kindes. In unserem Essensplan gibt es Ernährungstipps fürs gesamte erste Lebensjahr.

von Marianne Rudischer
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Baby Loeffel Brei panther WalterJPilsak
Foto: © panthermedia.net/ Walter J. Pilsak

Erster bis vierter Monat: Milch

Babys Schlaf und Babys Hunger – darum dreht sich (fast) alles nach der Geburt eines Kindes. Trinkt es genug? Gedeiht es gut? Ab wann braucht mein Baby andere Nahrung als Milch und welche? Das sind die Fragen, die Eltern in den ersten Lebenswochen und -monaten ihres Kindes umtreiben. Unser „Essensplan“ schafft Orientierung bei wichtigen Fragen der Ernährung im ersten Lebensjahr. Ganz besonders zu dieser Zeit sind Qualität und Quantität der Nahrung für Wachstum und Gesundheit des Kindes von entscheidender Bedeutung.

Erster bis vierter Monat: Ausschließlich (Mutter-)Milch

In den ersten Lebensmonaten ist ausschließlich Milch die geeignete Nahrung für das Kind. Jegliches Zufüttern von Getreide, Obst, Gemüse oder Saft ist zu diesem Zeitpunkt weder notwendig noch wünschenswert. 

Muttermilch ist die beste Nahrung für das Baby. Ihre Nährstoffe sind genau auf die besonderen Bedürfnisse des Säuglings abgestimmt. Außerdem enthält sie alle Abwehrstoffe, die ein Kind benötigt. Muttermilch mit ihrer optimalen Zusammensetzung ist die beste "Lebensversicherung" für das Baby!

Heute ist man sich einig, dass es am sinnvollsten ist, den Säugling nach Bedarf zu stillen, ohne häufiges Wiegen. Trinkzeiten und Trinkmengen haben zunächst meist keinen festen Rhythmus, spielen sich aber oft mit der Zeit ein. Nicht zu langes Anlegen an die Brust (max. etwa zehn Minuten pro Seite) fördert die Milchbildung am besten. Zufüttern von Flaschennahrung hemmt die Milchproduktion. Normalerweise ist das Trinken von Tee in diesem Alter nicht nötig.

Mehr zum Thema Stillen finden Sie im urbia-Stillspecial

Was tun, wenn die Mutter nicht stillen kann?

Zunächst einmal: Nahezu alle Mütter können stillen. Nur bei zwei bis drei Prozent der Mütter gibt es nach Informationen der La Leche Liga physiologische Gründe, nicht zu stillen. Und Mütter, die nicht stillen wollen, sind häufig durch falsche Informationen - zum Beispiel über kosmetische Folgen des Stillens - verunsichert. Daher am besten bei Schwierigkeiten und Unsicherheiten bezüglich des Stillens eine Stillberaterin (zum Beispiel der La Leche Liga) kontaktieren.

Wenn eine Mutter dennoch nicht stillen möchte oder vorzeitig abstillen muss, wird das Baby mit einer Fertigmilch ernährt. Diese Produkte werden, so weit dies möglich ist, an die Zusammensetzung der Muttermilch angepasst.

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