Wie Mütter gut für sich sorgen
Gut ernährt in der Stillzeit
Dass sie ihrem Baby Gutes tut, indem sie es stillt, weiß inzwischen jede Mutter. Aber wer sorgt dafür, dass auch die Produzentin der wertvollen Muttermilch nicht vom Fleisch fällt? Hier gibt es Tipps und Rezepte zur Ernährung stillender Mütter.
Stillende Mamis brauchen mehr!
Stillen ist die beste Ernährung fürs Baby, denn die Muttermilch liefert Eiweiß, Laktose, Immunstoffe, sowie Kalzium, Eisen, Zink und Kupfer. Deshalb ist das Kind während der Stillzeit bestens versorgt. Aber wie ist mit der Lieferantin der perfekten Säuglingsnahrung - was soll die Stillende essen?
„Die Mutter soll nicht nur für das Kind, sondern auch für sich selbst sorgen“, empfiehlt Christel Opitz-Lüders. Sie ist die 1. Vorsitzende der La Leche Liga. Das tun die Frauen, wenn sie möglichst naturbelassene Lebensmittel, am besten in Bio-Qualität kaufen, für einen ausgewogenen Speisezettel sorgen und vor allem regelmäßig essen und trinken.
Ausgewogen bedeutet: Reichlich Brot, Getreide(flocken), Kartoffeln, Nudeln, Reis, Gemüse und Obst zu sich nehmen. Mäßiger Milch, Milchprodukte, Fleisch, Wurst, Fisch und Eier. Sparsam verwenden sollte man Öl, Margarine und Butter und selten Kuchen, Gebäck und Süßigkeiten naschen.
Regelmäßig und ausgewogen essen - klingt leicht in der Theorie und ist für alle Menschen, die nicht gerade zum ersten Mal ein kleines Baby zu Hause haben, sicherlich leicht zu befolgen. Praktisch aber haben gerade junge Mütter ein Problem damit, zu einer gesunden Mahlzeit zu gelangen. Denn dazu muss man
- 1. wissen, was man kochen will und eine Einkaufsliste schreiben.
- 2. einkaufen, was wiederum bedeutet: sich fertig machen (duschen und Zähne putzen können hier schon mal dem hehren Ziel zum Opfer fallen), das Baby anziehen, das mit Sicherheit fertig angezogen noch mal in die Windel macht - es hat ja durch die gute Muttermilch so eine herrliche Verdauung), das Baby wickeln und noch mal anziehen, an den Haustürschlüssel und das Geld denken (trotz Stilldemenz).
- 3. wieder zu Hause angekommen, ohne Kind und Einkäufe stehen gelassen zu haben: kochen - wie soll ich das denn schaffen, wenn das Baby IMMER auf dem Arm sein möchte? OK, dann eben einhändig Gemüse schnibbeln oder vielleicht doch eine Tragehilfe anschaffen?
- 4. das gekochte Essen in einen Teller füllen – wieder einhändig mit Übung oder mit angeschaffter Tragehilfe zu packen.
- Puh geschafft! Wem Punkt eins bis drei gelungen ist, der sollte auf jeden Fall gleich mindestens die doppelte Menge kochen und einen Teil einfrieren für Tage, an denen man das Programm so gar nicht bewältigen kann.
Notvorrat für Heißhungerattacken
Für den Fall, dass es viele dieser Tage gibt und die Gefriertruhe auch schon leer ist, sollte man eine Sache immer zu Hause haben. JEDE Frau (nicht wissenschaftlich untermauert, aber mit Sicherheit zutreffend!) gelüstet es im Laufe ihrer Stillzeit danach: Schokolade – sie ist Lieferant von kurzfristig verfügbarer Energie und von Glückshormonen und vor allem schnell zu bereitet: Packung aufreißen reicht.
Übrigens entspricht der Mehrbedarf an Kalorien, den man als stillende Frau hat, ausgerechnet genau einer Tafel Schokolade. Etwa 530 Kalorien - das kann kein Zufall sein - verbraucht man am Tag durch das Stillen zusätzlich. Daraus macht der Frauenkörper ca. 780 ml Muttermilch. Die gesündere Variante für die Heißhungerattacke allerdings ist das Studentenfutter. In den Nüssen steckt wertvolle essentielle Linolsäure. Auch eine Schale Müsli ist eine gesunde und schnelle Lösung. Wer morgens die Zeit findet, um Obst aufzuschneiden, sollte das tun und es klein geschnitten und gut verpackt im Kühlschrank als Reserve für den Tag deponieren. Ein paar Vitamine mögen durch das frühe Aufschneiden zwar verloren gehen, aber hier gilt: Besser wenige Vitamine als gar keine!
Im Sommer lassen sich auch Beeren prima einfach in den Mund stecken – sie sind kleine Energiekugeln mit großer Wirkung! Sie schenken Energie, Frische, Gelassenheit, Appetit, eine gute Verdauung und viele rote Blutkörperchen.

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