Mein Baby, 3,5 Monate: Lasse dein Baby niemals alleine

Baby 3 Monate: Seine Entwicklung schreitet voran und in dir steigt vielleicht immer öfter der Wunsch auf, mal wieder allein auszugehen, vielleicht auf ein schnelles abendliches Bierchen in die Kneipe nebenan oder den nächsten Biergarten an der Ecke. Vielleicht schläft dein Baby viele Stunden durch und du denkst: Ein Stündchen allein, was kann ihm das schon schaden. Vergiss es! Ein Baby darf man niemals, und sei es auch nur für kürzeste Zeit, allein in Haus oder Wohnung lassen. Es gibt Krankheiten, die sehr plötzlich und mit hohem  Fieber oder Atemnot ausbrechen. Dann hört keiner das Baby schreien. Das Kind kann sich unerwartet übergeben müssen oder aus einem anderen Grund einfach aufwachen. Täglich bricht in Hunderten von Wohnungen ein Feuer aus, weil vielleicht ein elektrisches Kabel in der Wand durchschmort oder ein Elektrogerät defekt ist (viele Geräte sind schließlich immer eingeschaltet oder auf Standby). Du selbst kannst unterwegs einen Unfall haben, und niemand weiß von deinem Kind, das allein zu Hause ist. Denke also nicht einmal im Ansatz darüber nach, das Kind allein zu lassen, hier gibt es keine Kompromisse, die du verantworten kannst.

Greife auch für kurze Zeiten immer auf einen oder eine andere Aufsichtsperson zurück. Babysitter sollten übrigens nicht zu jung sein. Auch zu junge Teenager können in akuten Stresssituationen – zum Beispiel mit einem Baby, das lange schreit und sich nicht beruhigen lässt - überfordert sein und zu  Fehlverhalten oder Aggressionen neigen. Besser ist vielleicht eine andere Mutter oder zum Beispiel ein(e) StudentIn, die/der – was ideal wäre - selbst ein Kind hat.


Wunschtraum ruhige Nächte

Vielleicht schläft dein Baby inzwischen durch – du Glückliche(r)! Vielleicht gehörst du aber zu der Mehrheit der Eltern, für die das Schlafen noch lange ein Thema sein wird. Ein Baby wird stündlich wach. Manche Babys schaffen es aber, von selbst wieder einzuschlafen, so dass die Erwachsenen gar nichts mitbekommen. Viele Babys aber brauchen ein wenig Starthilfe zurück in die Gefilde des Schlafs. Wenn du dein Baby entnervt schreien lässt, signalisierst du ihm nur, dass seine Eltern nicht da sind, wenn es Angst hat und sie braucht, dass die Welt, in der es lebt, unzuverlässig und bedrohlich ist. Finde einen anderen Weg. Wenn dein Baby vielleicht tagsüber nach dem Aufwachen aus einem Schläfchen ein wenig quengelt, gehe nicht gleich hin und nehme es auf. Sprich ihm beruhigend zu. Beruhigt es sich dann wieder, um vielleicht allein ein wenig herumzuschauen und sich mit sich selbst zu beschäftigen, kannst du das Ganze auch nachts probieren. Vielleicht reicht dann nach einiger Zeit bereits deine Stimme, um das Baby zu beruhigen und weiterschlafen zu lassen, so dass du nicht aufstehen musst. Natürlich sollte das Baby dabei im Elternschlafzimmer sein oder zumindest im Nachbarzimmer (mit offener Verbindungstür). Für manche Familien ist die beste Lösung bei Schlafproblemen während der ersten Lebensmonate, das Kind in einem Beistellbett direkt am  Elternbett schlafen zu lassen.


Baby-Akne ist normal

Manche Babys haben jetzt noch oder gar erst seit kurzem die so genannte Baby-Akne, die von erschreckten Eltern oft mit Neurodermitis verwechselt wird. Baby-Akne tritt meist im Gesicht und an Hals und Nacken auf. Es entstehen kleine Pöckchen, die nicht jucken (im Gegensatz zur Neurodermitis, die übrigens überwiegend an Hals, in Armbeuge und Kniekehle auftritt). Das Kind kann zeitweise wirklich erschreckend aussehen, oft ist zusätzlich die Gesichtshaut rau und gerötet. Charakteristisch ist, dass es sich selbst daran überhaupt nicht stört, also keine Beschwerden hat. Nach einigen Wochen verschwindet der ganze Spuk von selbst.


Denke an die U 4

Wenn noch nicht geschehen, solltest du mit deinem Baby jetzt zur U 4 gehen. Im vierten Monat steht außerdem eine weitere  Impfung an. 


Nächste Woche: Jetzt schon zufüttern?