Babysitter

Der Babysitter – Entlastung für die Eltern und Spielgefährte fürs Kind

Kinder zu haben ist schön, aber auch ein Vollzeitjob – und wie in jedem Vollzeitjob braucht man zwischendurch mal eine kleine Auszeit, um die Batterien wieder aufzuladen. Doch wem kann man sein Kind anvertrauen?

Dabei geht es natürlich nicht gleich um einen ganzen Urlaub, sondern um einen Abend im Kino oder ein paar Stunden, die man mit den besten Freunden im Café verbringt. Alle Eltern, die Verwandte in der Nähe haben, können sich glücklich schätzen. Doch auch dann kann es vorkommen, dass selbst  die Großeltern keine Zeit haben. Wer dennoch nicht zu Hause bleiben will, muss auf einen Babysitter zurückgreifen. In den meisten Fällen handelt es sich bei Babysittern um Freunde und Bekannte, oft auch um Teenager oder Studenten, die sich ein wenig Extrageld verdienen. Im Gegensatz zu einer Tagesmutter passt ein Babysitter nur stundenweise auf Kinder auf.

Die Suche nach einem Babysitter

Wenn Personen aus der eigenen Familie keine Zeit haben oder nicht in der Nähe wohnen, dann kann man sich bei Freunden und Bekannten umhören. Vielleicht gibt es in der Umgebung ältere Nachbarskinder, die mit einem Babysitter-Job ihr Taschengeld aufbessern wollen. Falls Sie  eine professionelle Betreuung für Ihre Kinder bevorzugen, gibt es im Internet zahlreiche Agenturen, die Babysitting anbieten. Auch in Kitas oder bei Kinderärzten hängen oft Inserate von Babysittern aus. Wenn es sich um ein Kind aus dem Bekanntenkreis handelt, sollten Sie sich überlegen, ob es schon alt genug für diese verantwortungsvolle Aufgabe ist. Grundsätzlich gilt: Je jünger Ihr Kind ist, desto älter sollte der Babysitter sein. Babys brauchen einen wesentlich größeren Betreuungsaufwand als ältere Kinder und können sich noch nicht durch Worte ausdrücken. Ist Ihr Kind bereits im Schulalter, reichen ein paar Jahre Altersunterschied meist aus.

Was man bei der Auswahl eines Babysitters beachten sollte

Wichtig ist, dass Sie der Person, die auf Ihr Kind aufpasst, uneingeschränkt vertrauen. Schließlich wollen Sie Ihre freien Stunden unbeschwert genießen. Am besten vereinbaren Sie zunächst einen Termin bei Ihnen zu Hause, um den Babysitter besser kennenzulernen und ihm bei der Gelegenheit auch gleich seinen Schützling und die Wohnung zu zeigen. Sorgen Sie dafür, dass der Babysitter und Ihr Kind sich in Ruhe kennenlernen können. Dabei lässt sich schnell feststellen, wie der Babysitter mit Ihrem Kind umgeht. Ist er liebevoll und geduldig und außerdem kreativ und fantasievoll, ist das ein Zeichen für eine gute Kinderbetreuung. Gegenseitige Sympathie ist überaus wichtig, denn Sie und Ihr Kind sollten einen lockeren Umgang mit dem Babysitter pflegen können. In einem Gespräch können Sie anhand der folgenden Checkliste verschiedene wichtige Punkte abklären:

  • Hat der Babysitter bereits Erfahrungen mit kleinen Kindern?
  • Wurde ein Babysitterkurs absolviert?
  • Sind Kenntnisse in Erster Hilfe vorhanden?
  • Existiert eine private Haftpflichtversicherung?

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dann können Sie auch einen schriftlichen Vertrag über das Arbeitsverhältnis des Babysitters aufsetzen. Ist der Babysitter noch minderjährig, bedarf es der Zustimmung seiner Eltern, ob er arbeiten darf oder nicht. Auch die zu erledigenden Aufgaben können vertraglich festgehalten werden. Zudem enthält der Vertrag die vereinbarte Vergütung. Die Bezahlung eines Babysitters hängt von Alter und Qualifikation ab. Wenn die Nachbarstochter auf das Kind aufpasst, liegt die Vergütung zwischen 3 und 5 Euro in der Stunde. Sind die Babysitter etwas älter oder das zu betreuende Kind jünger, liegt die Bezahlung meist bei 5 bis 8 Euro pro Stunde. Ein professioneller Babysitter kostet ungefähr 15 Euro pro Stunde. Die Betreuungskosten für Kinder lassen sich zu zwei Dritteln von der Steuer absetzen. Falls beide Elternteile arbeiten und die Betreuung dementsprechend oft in Anspruch genommen werden muss, können pro Jahr 4.000 Euro zusammenkommen - die Höchstsumme, die bei zwei berufstätigen Elternteilen steuerlich geltend gemacht werden kann. In einem solchen Fall empfiehlt es sich, einen Vertrag über das Arbeitsverhältnis des Babysitters aufzusetzen. Die Vergütung sollte dann auf ein Konto überwiesen und nicht in bar ausgezahlt werden.

Darüber sollte der Babysitter Bescheid wissen

Bevor Sie in Ihre wohlverdiente Freizeit starten, sollten Sie dem Babysitter einige wichtige Informationen geben. Am besten halten Sie diese schriftlich fest. Kommt es zu einem Notfall, kann es ansonsten sein, dass sich der Babysitter in der Hektik nicht mehr an die Anweisungen erinnern kann:

  • Die Handynummern von Ihnen, Ihrem Partner und ein bis zwei weiteren Personen wie Nachbarn oder Großeltern
  • Allergien, sofern vorhanden
  • Gegebenenfalls Medikamente und eine Anleitung, wie diese dosiert und verabreicht werden müssen
  • Dem Kind bekannte Rituale, die zum Beispiel das Zubettgehen oder die Einnahme der Mahlzeit betreffen
  • Telefonnummern von Polizei, Feuerwehr und dem Giftnotdienst
  • Bargeld für den Notfall
  • Ein Ersatzschlüssel

Außerdem sollten Sie den Babysitter über Gewohnheiten bei der Erziehung informieren, damit Ihr Kind nicht durcheinanderkommt und sich weiterhin an die Regeln hält, die Sie als Eltern aufgestellt haben. Je umfangreicher Sie den Babysitter aufklären, umso leichter kann er sich den Regeln in Ihrer Familie anpassen.

Ein Babysitter kann den Eltern eine große Hilfe sein, denn er kommt in vielen Situationen zum Einsatz – nicht nur, wenn die Eltern ausgehen wollen. Oft übernimmt ein Babysitter auch tagsüber stundenweise die Kinderbetreuung, etwa wenn Mutter oder Vater länger arbeiten müssen und der Kindergarten nicht so lange geöffnet ist. Babysitter können die Kinder von Schule oder Kindergarten abholen und sich solange mit ihnen beschäftigen, bis die Eltern von der Arbeit nach Hause kommen. In den letzten Jahren werden anstatt junger Erwachsener vermehrt auch  Rentner als Babysitter eingesetzt. Der Vorteil besteht darin, dass ältere Menschen oft Erfahrung mit der Betreuung von Kindern haben und viel Zeit und Geduld mitbringen.


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