Interesse zeigen, Kontakt halten

Jobrückkehr: Babypause richtig nutzen

Das Baby ist da und fordert dich ganz. Da scheint die Rückkehr in den Job Lichtjahre entfernt. Wir zeigen dir, wie du dich jetzt trotzdem schon gut auf den Wiedereinstieg in den Job vorbereiten kannst: vom frühen Pläneschmieden bis hin zum ersten Arbeitstag.

Autor: Heike Byn
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Pläne schmieden in der Schwangerschaft

Wiedereinstieg-Teaser
Foto: © Colourbox

Klar, mitten in der Schwangerschaft beschäftigen dich andere Dinge als dein Wiedereinstieg in den Job nach der Babypause. Dennoch ist das ein guter Zeitpunkt, eigene Vorstellungen für ein künftiges Arbeitsmodell zu entwickeln – und darüber auch schon mit der Personalabteilung und den Vorgesetzten zu sprechen. Der Vorteil: Zu diesem Zeitpunkt bist du noch ein aktiver Teil des Unternehmens und kennst die Abläufe und Zuständigkeiten ganz genau.

Ideen in der Elternzeit entwickeln

Nicht alle Schwangeren fühlen sich wohl bei der Vorstellung, bereits in der Schwangerschaft mit dem Arbeitgeber über Arbeitsmodelle nach der Babypause zu verhandeln. Wenn das nicht dein Ding ist, kannst du damit auch bis nach der Geburt warten. Hauptsache, du besprichst deine berufliche Zukunft bis spätestens drei Monate vor deiner geplanten Rückkehr mit deinem Unternehmen. Schließlich braucht es auch Zeit, um die Voraussetzungen für einen Wiedereinstieg unter neuen Konditionen oder auf einer anderer Stelle zu schaffen: Willst du künftig Voll- oder Teilzeit arbeiten? Falls du nicht direkt wieder in Vollzeit einsteigen willst, aber deinen alten Job behalten möchtest, kannst du auch ein Jobsharing-Modell vorschlagen. Hast du eine Betreuung für dein Kind? Möchtest du vielleicht schon in der Elternzeit zeitweise – vielleicht auch von zu Hause – arbeiten? Je konkreter deine Vorstellungen zum Wiedereinstieg sind, desto leichter wird es, die Ideen mit den Vorgesetzten und der Personalabteilung zu besprechen und auch durchzusetzen.

Bürobesuch mit dem Baby? Kommt darauf an!

Hast du ein gutes Verhältnis zu deinen Kollegen und deinem Chef? Dann ist es eine gute Idee, mit deinem Baby in der Firma vorbeizuschauen. Wenn du den Tagesrhythmus deines Kindes gut einschätzen kannst, besprichst du mit deinen Kollegen, wann dir und ihnen ein Besuch mit dem Baby zeitlich passt. Sicher sind alle schon ganz neugierig auf das Kleine und auf dich in der Rolle der frischgebackenen Mutter. Wenn deine Kollegen aber so überhaupt gar nichts mit Babys anfangen können, verschiebst du das Kennenlernen besser noch eine Weile, bis dein Kind größer ist.


In der Elternzeit: Kontakt halten!

Mit dem Kind gemeinsam auf einen Sprung in der Firma vorbeikommen, ist gut, um auf emotionaler Ebene Kontakt zu Vorgesetzten und Kollegen zu halten. Deine Position als professionell auftretende Kollegin stärkst du dagegen durch gelegentliche Treffen mit den Kollegen, z.B. bei einem gemeinsamen Lunch oder Firmenaktivitäten, an denen du – wenn es dir möglich ist – ohne Kind teilnimmst. Auch wenn die Versuchung groß ist, auf Nachfragen wie „Und, wie ist das Leben mit Baby?" verzückt und ausschweifend zu antworten, so solltest du das Familienthema nicht zu sehr in den Vordergrund rücken. Frag interessiert nach dem Arbeitsleben der anderen und neuen Entwicklungen in der Firma. Eine gute Idee ist auch, an wichtigen größeren Besprechungen teilzunehmen – wenn du eine Kinderbetreuung organisieren kannst. Frage ruhig nach, ob du mit deiner privaten E-Mail-Adresse in den allgemeinen Verteiler aufgenommen werden kannst. So erfährst du aktuell, was gerade im Job passiert und bleibst auf dem Laufenden. Deine Firma hat ein Intranet? Dann kannst du nachfragen, ob du dich von zuhause aus einloggen kannst. Egal, wie du dein Interesse bekundest: Deine Vorgesetzten nehmen dein Engagement auf jeden Fall positiv wahr.

Fortbildung besuchen, stundenweise arbeiten

Versuche, dranzubleiben und zeige Interesse an den Strukturen, Themen und deinem Job im Unternehmen. Wenn es zeitlich für dich machbar ist, kannst du auch an Fortbildungen oder internen Schulungen teilnehmen, wo du Kollegen triffst und dich auf den aktuellen Stand bringst. Du kannst auch vorschlagen, ganz wenig in Teilzeit zu arbeiten, das ist während der Elternzeit erlaubt. Bis zu 30 Wochenstunden sind hier sogar möglich. Vielleicht reichen aber schon ein paar Stunden in der Woche, um fachlich am Ball zu bleiben.

Branche im Blick behalten

Hin und wieder ein Blick in Fachzeitschriften deiner Branche; die Teilnahme an Diskussionsgruppen in Business-Netzwerken wie z.B. XING zu Themen, die deinen Job betreffen oder der regelmäßige Blick auf Facebook oder andere für den Job relevante Netzwerke: Damit bleibst du auch in der Babypause gut über Neuigkeiten informiert.

Der erste Arbeitstag: Nervös sein ist normal!

Viele Monate sind vergangen, seit du dich von den Kollegen in die Babypause verabschiedet hast. Dass du jetzt mit gemischten Gefühlen an deinen ersten Arbeitstag denkst, ist ganz normal. Klar: Vielleicht gibt es neue Kollegen; vielleicht eine neue Software, mit der du dich erst anfreunden musst. Vielleicht sitzt du auch jetzt in einem anderen Büro. All das verunsichert. Doch es ist bestimmt auch vieles beim Alten geblieben: Der Chef, der Großteil des Teams oder deine Aufgaben. Denk an den ersten Tag in deinem Job zurück. Damals hast du dich sicher auch schneller hineingefunden als befürchtet. Ein Tipp für den ersten Tag: Zieh dir zum Wiedereinstieg etwas an, in dem du dich wohl und selbstbewusst fühlst. Mach dir zudem klar: Wer ein oder mehrere Kinder betreut und den Haushalt organisiert hat, ist versiert, belastbar und hat jede Menge soziale Kompetenz. Und das ist es doch, was Unternehmen so sehr schätzen, oder?

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