Erste Trennung vom Baby
Zwischen Schuldgefühlen und Sorgen
Sie wollen (oder müssen) nach Geburt und Mutterschutz wieder zurück an den Schreibtisch? So gelingt die Trennung von Ihrem Säugling ohne große Probleme.
So gelingt die erste Trennung vom Säugling
Manche Eltern haben keine Wahl: Sie können sich eine dreijährige Elternzeit nicht leisten und müssen schon einige Monate nach der Geburt wieder beide arbeiten. Oder sie wollen einfach nicht allzu lange von ihrem Schreibtisch fern bleiben. Nach der ersten Zeit der vollkommenen, symbiotischen Einheit ist es dann soweit: Ob Tagesmutter, Kita oder Kindermädchen – das Baby wird bald nicht mehr 24 Stunden am Tag rundherum von der Mutter (meistens ist es ja die Mutter) gepflegt.
Schuldgefühle ("Ich musste doch nicht wirklich jetzt schon ...?) und Sorgen ("Wie wird der kleine Prinz zurecht kommen?") drängen sich den Berufsrückkehrerinnen da schnell auf. Und Gedanken, wie schön gemütlich es doch zu Hause ist. Denn jetzt heißt es früh aufzustehen und pünktlich zu sein, pünktlich den Arbeitstag zu beginnen und auch pünktlich wieder den Griffel fallen zu lassen. Der Tagesplan ist festgelegt und dazu noch ganz schön vollgestopft. Wie gelingt die erste Trennung vom Baby? Wie gewöhnt sich der Säugling am besten an seine neue Betreuungsperson?
Gute Organisation ist die halbe Miete
Genügend Spielraum bis zum ersten Arbeitstag ist ratsam. So können sich die Eltern einige Einrichtungen anschauen und über die verschiedenen Betreuungsformen nachdenken. Die Unterschiede sind groß zwischen Tagesmutter, die ins Haus kommt und alleine mit dem Kind ist, und einer Familiengruppe in der , in der der Betreuungsschlüssel natürlich kleiner ist, dafür aber neugierige Spielgefährten zugegen sind. Außerdem muss die Chemie zwischen den Erziehern und den Eltern stimmen. Und das kann man immer nur vor Ort spüren.
Ist ein Platz in einer Einrichtung oder die Tagesmutti gefunden, sollten mindestens zwei Wochen für die Eingewöhnung einkalkuliert werden. Sukzessive lassen sich die Stunden in der neuen Umgebung steigern, zuerst mit und dann ohne Mutter. Falls Sie planen, zum Jobbeginn abzustillen, empfiehlt es sich, auf jeden Fall morgens und abends noch eine Stillzeit einzulegen, um einen sanften Übergang zu schaffen.




