Erstaunliches aus der Wissenschaft
'Männliche' Männer weniger fortpflanzungsfähig?
Männer, die sich den traditionellen männlichen Eigenschaften verpflichtet fühlen, weisen häufiger krankhafte Veränderungen der Spermien auf. So das erstaunliche Ergebnis einer aktuellen Forschungsarbeit.
Haben Machos schlechteres Sperma?
Mütter können längst ein Liedchen davon singen. Hat der Vater ihrer Kinder keine Hemmungen, auch seine weiblichen, fürsorglichen, pflegenden Seiten zuzulassen und auszuleben, kommt das nicht nur ihm, sondern auch Mutter und Kind zugute. So haben viele Frauen in unserer modernen Gesellschaft heute die Lektion gelernt. Nicht mehr diejenigen Männer, die sich durch Imponiergehabe, Muskelkraft und besonders aggressive Durchsetzungsfähigkeit gegenüber ihren männlichen Konkurrenten hervortun, versprechen, die besten Familienväter abzugeben. Es sind vielmehr solche, die sich auch einmal kritisch mit dem konservativen Bild von Männlichkeit auseinandergesetzt haben und es nicht scheuen, sich in manchen Punkten den immer noch kursierenden Erwartungen an echte Männlichkeit einfach zu entziehen.
Nun erhält der Verdacht, dass alte Männlichkeits-Muster in unseren westlichen Industrienationen ausgedient haben könnten, neue Nahrung aus der wissenschaftlichen Forschung. Die Hamburger Professorin Dr. Kerrin Christiansen hat eine Studie veröffentlicht, nach der ausgerechnet Männer, die sich mit einer ausgeprägt maskulinen Geschlechtsrolle identifizieren, häufiger einen krankhaften Spermabefund aufweisen. Oder etwas vereinfacht: Besonders männliche Männer verfügen über schlechteres Sperma und damit eine geringere Zeugungskraft als ihre etwas zart-besaiteteren Geschlechtsgenossen.

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