Freestyle-Skiing

Aktuelle Trends für Ski-Kids

Einfach nur den Hang herunterfahren war gestern: Ob Abfahrten durch den Märchenpark oder Luftsprünge beim Freestyle - junge Ski-Trends bieten Kindern und Jugendlichen neue Erfahrungswelten.

Autor: Gabriele Möller
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Unerschrocken über Rails und Kicker!

Junge Snowboard
Foto: © fotolia.com/ jogyx

Zwar müssen Kinder auf Trends wie Querland, Backcountry, Heli- und Kiteskiing oder auch aufs Telemarking noch ein paar Jahre verzichten. Doch das fällt leicht, denn auch auf sie warten spannende Herausforderungen: Stehen sie erst sicher auf ihren Allround-Carvern oder dem Snowboard, wartet das Freestyle Skiing. Dabei können sie über Rails und Obstacles sliden (über Rampen und kleine Hindernisse fahren) oder in der geeisten Halfpipe sowie an  Kickern (Schanzen) erste Sprünge wagen. Um Geschwindigkeit und Geschicklichkeit geht's beim Skicross, einem Abfahrtsparcours mit Hindernissen und Sprüngen. Benutzt werden dafür - je nach Disziplin - spezialisierte Carver, wie etwa schnelle Racer, Twin Tips fürs Rückwärtsfahren, wendige Freestyle Carver, oder auch das Snowboard.

Workshops für Freestyle-Einsteiger

Für den Einstieg in solcherlei Herausforderungen besuchen ältere Kinder und Jugendliche am besten einen entsprechenden Workshop. In der Skischule oder im Fun-Park steht hierfür ein eigenes Gelände mit Schanzen, Rampen, Bodenwellen und Halfpipe zur Verfügung. Weil's cooler klingt, wird hier natürlich nicht das "Drehen" oder "Springen" geübt, sondern ganz amerikanisch die "Nose-" oder "Tail Roll", das "Switch-Skiing" (Rückwärtsfahren), "Airs, Jumps, Grabs" über den "Kicker" (Sprünge über Schanzen mit verschiedenen Tricks und Griffen) sowie "Grinds" oder "Slides" auf Boxen und Rails (Gleiten und Abspringen entlang von Rampen).

Die Workshops dauern meist ein bis drei Tage (jeweils zwei bis drei Stunden) und kosten ca. 80 EUR für einen, 185 EUR für drei Tage. Die Kinder und Teens benötigen je nach Kurs Twin Tips (Carving-Ski mit nach oben gebogenen Enden vorn und hinten), Freestyle Carver oder ein Snowboard sowie Helm und Rückenprotektor. Oft können die entsprechenden Utensilien aber vor Ort ausgeliehen werden

Skifahren lernen - neue Methoden machen's noch leichter!

Für Anfänger und kleine Kinder sind derlei Herausforderungen noch nichts. Auch sie haben aber keinerlei Einbußen beim Spaßfaktor. Zum Einen, weil Kinder - wenn man den Skilehrern glaubt - noch nie so schnell Ski- oder Snowboardfahren gelernt haben wie heute. Zum Anderen, weil auf der Piste längst viel mehr geboten wird, als nur Schnee. Der schnellere Einstieg wird möglich durch neue Formen bei Skiern (z. B. Lerncarver) oder Boards (z. B. Snowskates ohne Bindung), aber auch durch neue Trends bei den Lehrmethoden: So etwa das "Inlinern", bei dem von Anfang an das Fahren mit parallel gestellten Ski geübt und der traditionelle "Pflug" ausgelassen wird.

Größere Anfänger (ab 1,50 m und 35 Kg) starten in den Skischulen manchmal auch auf sogenannten Meter-Ski oder "Shorties". Diese kurze Unterform der Carving Ski ist nur knapp einen Meter lang. Auf ihnen wird von Kindern oft innerhalb von Stunden die korrekte Haltung - eine mittlere Gleichgewichtsposition - eingenommen, auch geben sie viel Standfestigkeit. Wichtig ist jedoch, dass die Shorties fürs Kind noch eine feste Sicherheitsbindung haben, keine Bügelbindung. Meist wird nach einigen Tagen auf längere Carver umgestiegen, weil Shorties für die ersten Abfahrten, die dann warten, noch zu schnell sind.

Kinderparks - Erlebnisferien auf Skiern

Auch der Aufstieg auf den Übungshang war noch nie so leicht: Auf "Zauberteppichen", also langsamen Förderbändern zum Daraufstellen, sowie Seilliften zum Festhalten oder Schleppliften mit Bügeln für nur jeweils ein Kind schaffen auch "Schneezwerge" den Anstieg im wahrsten Wortsinn kinderleicht.

Anschließend einfach den Hang herunterrutschen - damit müssen sich schon die Jüngsten nicht mehr zufrieden geben. Alle großen Skigebiete besitzen Kinderparks. Hier gibt es nicht nur Übungsgelände für Anfänger, sondern auch Themen-Parcours für erste Abfahren: An bestimmten Punkten warten überlebensgroße Figuren á la Disneyland, es können kleine Aufgaben gelöst oder  Märchen gehört werden. Manche Abfahrten führen auch durch Wildgehege, in denen Rehe den jungen Ski-Enthusiasten gelassen zuschauen.

Wird es auf Skiern trotzdem zwischendurch zu langweilig, können Kinder ab sechs Jahren auch auf den Kinder-Motorschlitten, das "Ski-Doo" umsteigen und sich auf einem kindgerechten Parcours ausprobieren (z. B. im österreichischen Serfaus).


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