Fünfjähriger spielt sich durch Lernsoftware

Praxistest: Computerspiele für Kinder

Wo ein Computer steht, da fasziniert er Kinder - auch schon im Vorschulalter. Wer seinen Kindern eine sinnvolle Beschäftigung am Bildschirm anbieten möchte, greift gerne zu Lernspielen. Aber wie kindgerecht sind diese eigentlich? Unser Testkind hat es ausprobiert.

von Maja Roedenbeck
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Junge Couch Laptop
Foto: © iStockphoto.com, gbh007

Spaß ohne Leistungsdruck? Fünfjähriger testet Computer-Lernspiele

In drei von vier deutschen Haushalten steht heutzutage laut Hightech-Verband BITKOM ein Computer mit Internetanschluss. Und wo ein Computer steht, da fasziniert er Kinder. Sinnlos, sie davon fernhalten zu wollen, der PC gehört nun mal zum Alltag, genauso wie es zu den Erziehungsaufgaben der Eltern gehört, ihren Kindern einen vernünftigen Umgang damit beizubringen. Anstatt sie sich auf den Schoß zu setzen, während man bei Ebay CDs versteigert, lässt sich ihre Neugier zum Beispiel sinnvoll befriedigen, indem man ihnen Lernsoftware für Vorschulkinder anbietet.

Die Auswahl an Programmen ist groß, daher orientieren sich viele Eltern an den Bewertungen in Computermagazinen und Testzeitschriften. Eine sehr gute Bewertung bekommt, da die Kinder ja noch keine Anleitung lesen können, eine Lernsoftware, die sich selbst erklärt und über aussagekräftige Buttons durchs Spiel führt. Die Grafiken sollten einfach, farbenfroh und übersichtlich sein, die Sprecherstimmen professionell, sympathisch und ruhig. Damit die Vorschüler nicht unter Leistungsdruck geraten, ist es wichtig, dass sie für ihre Erfolge gelobt werden und dass der Spaß jederzeit im Vordergrund steht. Je abwechslungsreicher die Übungen sind, desto besser, auch sollten sie das Lernthema in leicht zu bewältigenden Häppchen vermitteln. (Einen guten Überblick über diese und andere Kriterien zur Bewertung von Lernsoftware gibt es zum Beispiel hier).

Wer bei der Auswahl nach den beschriebenen Anhaltspunkten vorgeht, macht schon mal nichts falsch, und auch die Testberichte der etablierten Produkttester geben eine gute Richtung vor. Aber: Eine pädagogisch wertvolle Lernsoftware macht Kindern noch lange nicht automatisch Spaß. Was bringt ein ausgeklügeltes Konzept, wenn der Funke nicht überspringt? Wer sich mit seinen Kindern an den Rechner setzt, um Lernprogramme auszuprobieren, wird feststellen, dass ihnen zum Teil ganz andere Dinge wichtig sind als den Experten.