Hilfe bei der Urlaubsplanung
Die Sprache der Reisekataloge verstehen
Heißt "Meerseite" tatsächlich, dass ein Zimmer mit Meerblick zu erwarten ist? Kann man sich bei einem "beheizbaren Swimmingpool" auf warmes Wasser freuen? urbia übersetzt die Sprache der Reisekataloge.
Reisekataloge sind Werbeprospekte
Egal ob es im Sommer der sonnige Strand oder im Winter die weiße Pracht der Berge sein soll, für viele Familien mit Kindern sind die Ferien ein lang ersehntes Highlight im Jahreslauf. Da die meisten Menschen ihren Urlaub mit dem Reisekatalog planen, sollten sie dabei genau darauf achten, wie der Urlaubsort und die Ferienanlagen beschrieben werden. Denn oftmals entspricht das, was in den Reisekatalogen zu lesen ist, nicht ganz der Wahrheit.
Die ausgeklügelte Reisekatalogsprache verschleiert geschickt die Tatsachen, denn schließlich will der Reiseveranstalter, dass alle angebotenen Ziele gut gebucht werden. Reisekataloge sind Werbeprospekte, die von allem stets die beste Seite zeigen. Potenzielle Urlauber sollten deshalb ihre Sprache gut kennen. Nicht zuletzt auch um zu wissen, wann er eine Preisminderung fordern kann.
Zwischen Dichtung und Wahrheit
Grundsätzlich sind Reiseveranstalter verpflichtet, ihre Katalogangebote objektiv zu beschreiben. Doch das heißt nicht, dass sie verpflichtet sind, ihre Angebote negativ darzustellen. Wenn zum Beispiel von "Meerseite" die Rede ist, handelt es sich hierbei nicht unbedingt um ein Zimmer mit Meerblick. Sicher ist nur, dass die Gebäudeseite dem Meer zugewandt ist. Und wer sich auf einen "beheizbaren Swimmingpool" freut, wird meist eine kühle Überraschung erleben: Denn "beheizbar" heißt nicht, dass er auch tatsächlich beheizt wird.
So bewegt sich die Sprache in den Reisekatalogen meistens zwischen Dichtung und Wahrheit. Und auch die von geschickten Fotografen gemachten Fotos sind trügerisch. Die Zimmer sind mit Weitwinkelobjektiv aufgenommen und wirken dadurch größer - oder die belebte Straße, die das Hotel vom Strand trennt, ist nicht zu erkennen. Der Himmel ist genauso tiefblau wie das saubere Meer, der Strand blütenweiß und die abgebildeten Urlauber alle braungebrannt – eine nachträgliche Bildbearbeitung macht’s möglich.







