Verreisen mit Säugling

Erster Urlaub mit Baby

So ganz spontan und ohne Planung geht es nun nicht mehr, aber trotzdem ist auch ein Urlaub mit Baby grundsätzlich kein Problem. Ab wann, wohin und womit Sie mit Baby am besten Urlaub machen, verrät unser Artikel.

Autor: Petra Fleckenstein
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Familienurlaub mit Baby: Reisezeit und Fahrzeug?

Paar Baby Urlaub

Wenn ein Baby da ist, beginnt ein neuer Lebensabschnitt, auch was die Ferienplanung betrifft. Für eine gelungene Reise müssen jetzt die Bedürfnisse des neuen kleinen Erdenbürgers berücksichtigt werden, sonst haben seine Eltern im Urlaub mit Baby wenig Freude. Denn mit einem ständig unruhigen und unzufriedenen Säugling verliert selbst die schönste Strandkulisse ihren Reiz.

Allen Eltern sei jedoch zur Beruhigung gesagt: Urlaub mit Baby kann wunderschön sein und in vielerlei Hinsicht sogar weniger kompliziert als mit einem Kleinkind. Babys benötigen noch nicht viel Spielzeug, solange sie voll gestillt werden, ist die Ernährung überall gesichert und sie können - zum Beispiel in der Trage - (fast) überall hin mitgenommen werden.

Die beste Reisezeit

Ab wann es nach der Geburt eines Babys losgehen kann, hängt vor allem vom Gefühl der Eltern ab. Hat sich alles eingespielt, fühlt sich die Mutter wieder körperlich in der Lage und fit genug für die Anstrengungen einer Reise, ist das Baby gesund – dann steht dem ersten Urlaub nichts mehr im Wege. Als zeitlicher Richtwert bietet sich die Drei-Monats-Marke an. Nach drei Monaten hatten Baby und Eltern im Allgemeinen genug Zeit, um sich aufeinander einzustellen, oft hat sich auch ein erkennbarer Schlafrhythmus herausgebildet.

Wegen der dann günstigeren Witterungsverhältnisse sind für südliche Länder Frühling und Herbst als ideale Reisezeit zu empfehlen. In Deutschland und Regionen mit ähnlichen klimatischen Bedingungen können Eltern von Babys getrost auch im Sommer Urlaub machen.

Auto, Bahn oder Flugzeug?

Welches Transportmittel besonders geeignet ist, hängt von der Entfernung und Lage des Urlaubsziels, dem Temperament des Babys und den persönlichen Vorlieben der Eltern ab. Für Autofahrten gilt: Lange Strecken können bei einem unruhigen Geist wirklich quälend, mit einem ruhigen, viel schlafenden Säugling jedoch eine Wohltat sein. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, die Schlafenszeiten zu nutzen und Pausen einzuplanen. Daher verreisen viele Eltern mit Baby nachts. Das hat noch den Vorteil, dass es nicht zu heiß im Auto wird und dass keine Staus drohen. Bei Autofahrten am Tag muss unbedingt dafür gesorgt werden, dass das Baby nicht überhitzt und genug trinkt, jedoch zugleich keine Zugluft abbekommt.

Mit der Bahn zu fahren hat den Vorteil, dass man mit dem Baby aufstehen und sich bewegen kann. Außerdem nimmt die Bahn Kinder bis einschließlich fünf Jahre unentgeltlich und ohne Fahrkarte mit (Kinder im Alter von sechs bis 14 fahren in Begleitung eines eigenen Eltern- oder Großelternteils kostenlos mit der Bahn. Sie müssen aber in die Fahrkarte der Erwachsenen eingetragen sein). Anstrengend wird es jedoch, falls lärm- und geruchsempfindliche Zeitgenossen mit im Abteil sitzen. Daher unbedingt im Kleinkindabteil reservieren. Im ICE gibt es außerdem eine Toilette mit Wickeltisch. Auf jeden Fall ist es bei einer Bahnreise mit Kind und Kegel sinnvoll, das Gepäck vorher aufzugeben.

Auch Flugreisen mit Baby sind kein Problem. Sie reisen - zum Beispiel mit der Lufthansa - auf innerdeutschen Flügen kostenfrei, bei allen anderen Flügen für zehn Prozent des Erwachsenenpreises. Dafür sitzen die kleinen Passagiere meist auf dem Schoß der Eltern. Ganz vorne bieten manche Fluglinien auch Baby-Liegeplätze an, einen solchen zu ergattern ist allerdings ein kleines Glücksspiel. Der Buggy oder Kinderwagen darf übrigens meist mit aufs Rollfeld genommen werden und wird dann beim Einsteigen abgegeben und im Gepäckraum verstaut.

Für Flugreisen gilt: Die trockene kühle Luft der Klimaanlage und mangelnde Bewegungsmöglichkeiten sind nicht ganz unbelastend für das Baby. Und je nach Temperament und Alter des Säuglings kann es sein (muss aber nicht), dass er alles einfach ungemütlich findet und nicht nur bei Start und Landung kräftig seine Stimme ertönen lässt. Daher

  • am besten nicht länger als zwei bis drei Stunden fliegen,
  • falls nicht voll gestillt wird, vorbereitetes Fläschchen oder Gläschen mit an Bord bringen,
  • das Baby während Start und Landung zum Druckausgleich trinken lassen.

Reiseziel und Ausstattung

Die Urlaubsunterkunft muss bei einer Reise mit einem voll gestillten Baby eigentlich nur wenig besondere Ausstattung vorweisen. Wirklich wichtig ist vor allem ein Baby-Bett - falls das Baby nicht im Bett der Eltern schläft. Je nachdem, was Eltern selbst mitzunehmen bereit sind oder was sie vorzufinden wünschen, können sie darauf achten, dass ihr Hotel zum Beispiel

  • Leihkinderwagen
  • Hochstühle
  • Babyphone
  • Rückentragen
  • Wickeltische
  • Windeln
  • Flaschenwärmer
  • Wasserkocher
  • Mikrowelle
  • Babybrei oder/und Kindertee

bereithält.

Manche Hotels und Pensionen bieten nicht (mehr) stillenden Müttern sogar eine kostenlose Komplettauswahl an Babynahrung an, was das Volumen an Reisegepäck deutlich entlasten kann.

Vorbereitung und Handgepäck

Vorbereitung

  • Keinen Impftermin kurz vor der Reise
  • Auslandskrankenschein besorgen
  • Informationen über Ärzte und Krankenhäuser in der Urlaubsumgebung einholen

Handgepäck:

  • Reiseunterlagen (Extra-Kinderreisepass!)
  • Geldbörse
  • Windeln
  • Feuchttücher
  • Ersatzkleidung
  • Babynahrung, Getränk, Lätzchen, Löffel
  • Baby-Spielzeug
  • Schnuller
  • Babydecke

Checkliste: Baby Urlaub - was muss mit?

  • Windeln (können aber auch am Urlaubsziel gekauft werden)
  • Feuchttücher
  • Wundcreme
  • Sonnencreme
  • Papiertaschentücher
  • Wickeltasche
  • Babydecke
  • Lätzchen
  • Fläschchen
  • Plastiklöffel
  • Breigläschen (falls sie nicht am Urlaubsort gekauft werden sollen)
  • Milchpulver
  • Wasser
  • Sonnenmützchen
  • Bodies
  • Strampler
  • Söckchen
  • Schuhe
  • T-Shirts
  • Sweatshirt
  • Jäckchen
  • Trage(tuch)
  • Buggy oder Kinderwagen
  • Baby-Spielzeug
  • Kuscheltier
  • Schnuller
  • Babyphon
  • Medikamente gegen Erkältung und Schmerzen (Paracetamol-Zäpfchen, Nasentropfen)
  • Fieber-Thermometer

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