Survival-Tipps für Eltern

7 Kindergeburtstags-Krisen und wie du die Feier trotzdem rettest

Ihr Geburtstag ist für viele Kinder einfach DAS Event des ganzen Jahres. Für Eltern bedeutet das manchmal einfach Stress, zumal die Ansprüche an Kindergeburtstagsfeiern ständig wachsen. Wenn dann etwas schief geht, ist Improvisationstalent gefragt.

Autor: Monika Maruschka
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Kindergeburtstag
Foto: © Fotolia

1. Es regnet den ganzen Tag

Krisenfaktor: 3 bei Mädchen 9 bei Jungs

Ohne zu stereotyp vorgehen zu wollen: Wenn du einen Jungs-Geburtstag mit Jungs im Alter von über fünf Jahren geplant hast, hast du sicher vor gehabt, einen Großteil der Party draußen zu verbringen. Und jetzt das: Es regnet wie aus Eimern.

Die Rettung: Schicke eine Rundmail, dass alle Ersatzklamotten mitbringen sollen und lege selbst genügend trockene Hosen und Handtücher bereit. Mache aus dem Wetter ein Erlebnis. Eine Schatzsuche wird zum Schirm-Spaziergang, das Fußballturnier findet natürlich trotzdem statt („Wie damals Deutschland gegen USA in Recife“). Oder du kaufst spontan als Mitgebsel für jeden einen kleinen Faltschirm (in jeder Drogerie für ca. 2 Euro), verstecken diese in der Wohnung und lassen diese erst einmal suchen, bevor es raus geht.

Damit das nicht wieder passiert: Das wird wohl kaum zu verhindern sein und vielleicht hast du ja gemerkt, dass eine Regenparty sogar Spaß macht. Willst du auf Nummer sicher gehen, wähle das nächste Mal eine Indoor-Location wie z.B. eine Kletterhalle.

2. Es kommen nur zwei Gäste

Krisenfaktor: 1 bis 10, kommt auf das Geburtstagskind an

Wochenlang hat dein kleines Geburtstagskind ungefähr „dreiundsiebzigzehn“ Namen aufgezählt, von allerbesten Freunden, die unbedingt kommen müssen. Du hast schweren Herzens die Anzahl der Gäste auf zehn reduziert und wunderschöne Einladungskarten gebastelt. Leider hat sich keiner zurückgemeldet und nun stehen zwei einsame Gäste vor 25 Muffins.

Die Rettung: Das ist deine Chance. Ein Betreuungsschlüssel von 1:3 oder besser, davon träumt jede Kita. Daraus können sich wunderbare Spielkonstellationen ergeben. Tröste dein Kind. Der Anteil des erbeuteten Schatzes ist jetzt viel größer für jeden Pirat oder jede Prinzessin! Außerdem sind jetzt auch andere Dinge, wie Brettspiele möglich. Oder alle spielen gemeinsam mit den neuen Geschenken – das wäre zu elft nicht gegangen.

Damit es nicht wieder passiert: Telefoniere zwei Tage vor der geplanten Party noch einmal alle Gäste ab, von denen du nichts gehört hast, so bist du auf der sicheren Seite und kannst dein Kind schon einmal mental vorbereiten oder sogar Nummer „elfundzwölfzig“ der Liste nachträglich einladen.

3. Ein Kind findet alles doof

Krisenfaktor: 2 bis 7

Du merkst es schon beim Geschenke auspacken und spätestens beim Kuchenessen ist alles klar. Lisa hat keine Lust. Sie findet alles doof und hat jedes Geschenk auch – nur größer. Frage dich eines: Stört das Verhalten mein Kind und seine Party? Wenn nein: möglichst ignorieren, dein Kind ist heute König. Ist das Verhalten ansteckend und beim Topfschlagen stehen schon zwei Kinder lustlos in der Ecke, heißt es handeln:

Die Rettung: Locke das Kind aus der Reserve, indem du es einfach zu deinem Helfer machst. Wer sagt schon nein, wenn er beim Topfschlagen die Süßigkeiten verstecken oder beim Tanzen die Stopp-Taste drücken darf? So ein bisschen extra Aufmerksamkeit wirkt manchmal Wunder.

Damit das nicht wieder passiert: Seien wir ehrlich, es gibt Kinder, da ahnt man schon, dass das auf einer großen Party nichts wird. Da ist es legitim, die Gästeliste etwas zu manipulieren: „Meinst du die Lisa fühlt sich hier wohl und hat Lust auf eine Party? Wollen wir mit der nicht lieber extra feiern?“ Oft schätzt dein eigenes Kind die Freunde ganz ähnlich ein.

4. Der Kuchen schmeckt keinem

Krisenfaktor: 8

Die Kaffeetafel ist geschmackvoll dekoriert, du hast dir viel Mühe gegeben. Die Muffins sehen toll aus, sind wunderschön verziert. Genau, die Deko: Viel mehr als den Schokoguss samt Smarties-Verzierung haben die wenigsten Gäste gegessen. Nach drei Minuten sind alle vom Tisch verschwunden und du schmeißt angebissene 80 Prozent deines Kuchens weg.

Die Rettung: Mache dir nichts draus. Wenn du trotzdem deine Gäste noch verwöhnen willst oder Sorge hast, dass die Kids hungern, hast du doch für solche Notfälle einfach ein paar Packungen mit kleinen Eis am Stil in der Gefriertruhe und schmeißt nach dem ersten Stopptanz-Lied oder dem Fußballspiel eine Runde.

Damit es nicht wieder passiert: Es müssen ja sowieso nicht immer Kuchen oder Muffins sein. Verwandel doch den Kinderkaufladen in eine Eisdiele und lasse die kleinen Gäste mit Streuseln, Sprühsahne, Schirmchen und Schokosauce ihre eigenen Eisbecher kreieren.

5. Eine Mutter bleibt uneingeladen dabei

Krisenfaktor: 2 bis 8, kommt auf die Mutter an

Es gibt so eine Altersgrenze – für die meisten der vierte Geburtstag – da bleiben die Eltern bei der Party nicht mehr dabei. Das mag aber nicht für jeden selbstverständlich sein und so kann sich so ganz ungeplant eine Mutter auf deinem Sofa niederlassen, die fest davon ausgegangen war ihr Kind zur Party zu begleiten und es auch nicht alleine lassen will.

Die Rettung: Auch das ist deine Chance. Bei einem Kindergeburtstag kann es nie genug helfende Hände geben. Mache dem Überraschungsgast einen Kaffee und delegiere dann Tisch abräumen, Getränke nachfüllen, Würstchen heißmachen. Für dich wird es einfacher und die Dame überlegt sich evtl. bei der nächsten Einladung, wer gemeint ist.

Damit das nicht wieder passiert: Formuliere die Einladungen eindeutig. Schreibe „Ihr könnt euer Kind um 15.00 Uhr bringen und um 18.00 Uhr wieder abholen“. Das sollte jeder verstehen.

6. Ein Geschenk wird doppelt geschenkt

Krisenfaktor: 3

„Das hab ich doch schon“. Ein doppeltes Geschenk ist für das schenkende Kind unangenehmer als für dein Geburtstagskind. Jedes Kind weiß doch, dass Zwillings-Schleichelfen besondere Kräfte haben und Autos, die gleich aussehen, noch lange nicht gleich schnell sein müssen – wie spannend, jetzt ein Rennen zu machen.

Die Rettung: Mache keine große Sache daraus, hilf dem Schenker mit einem kleinen Witz über die Situation hinweg und fertig. Handelt es sich um ein Buch oder eine CD, sage, dass du die Mutter nach dem Bon fragst und die beiden Kinder vielleicht gemeinsam etwas Neues aussuchen können.

Damit es nicht wieder passiert: Die meisten Spielzeugläden, aber auch Buchhandlungen, bieten inzwischen Geschenkkisten an, in die die Geburtstagskinder vor der Party verschiedene Dinge hineinlegen können. Die Gäste suchen sich dann von diesen Geschenken eines aus. So gibt’s nichts doppelt.

7. Der fest eingeplante Mann kommt doch nicht aus dem Büro weg

Krisenfaktor: 8 bis 10

Du hast nichts dem Zufall überlassen, der Schatz ist verpackt, der Fußball liegt bereit, schon klingeln die ersten Gäste. Noch denkst du dir im ersten Trubel nichts, dein Mann kommt sicher gleich – hat er ja fest zugesagt. „Um 15 Uhr bin ich spätestens hier“. Als das vorletzte Kind eintrudelt, schreckt ein „Wo ist Papa, der wollte doch die Schatzsuche mit uns machen?“ dich auf. Fünf Nachrichten auf dem Handy: „Komme nicht weg, wird mindestens 16:15 Uhr.“

Die Rettung: Schnappe dir die erstbeste Mutter, die ihr Kind bringt. Besteche sie mit Kuchen, Kaffee und Hilfe beim nächsten Geburtstag. Das wichtigste heute ist, dass dein Geburtstagskind einen tollen Tag hat.

Damit das nicht wieder passiert: Du kennst doch deine Pappenheimer, so wirklich überrascht bist du nicht. Der Veranstalter der Party sollte, wenn der Ablauf (z.B. Schatzsuche) davon abhängt, dass zwei Erwachsene da sind, mit doppeltem Boden arbeiten. Habe eine Freundin auf Abruf oder lege die Party gleich aufs Wochenende. Da findest du auch schneller Ersatz – da ist sich die Autorin sicher, denn sie hat den 6. Geburtstag ihres Sohnes mit dem gebrochenen Arm ihrer Tochter in der Notfallambulanz verbracht und per Handy-Nachrichten die wichtigsten Details in die laufende Party gesendet.


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