Schöne Deko zum Auferstehungsfest

Zu Ostern basteln mit Kindern

Gerade für das Osterfest lassen sich viele hübsche Dinge zusammen mit den Kindern anfertigen. Hier haben wir einige Bastelideen zusammengetragen, die sich auch mit kleineren Kindern gut umsetzen lassen. urbia wünscht Ihnen und Ihren Kindern viel Spaß beim Basteln und Dekorieren!

Autor: Constanze Nieder
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Materialien sammeln beim Waldspaziergang

Kinder Oster Eier bemalen
Foto: © iStockphoto.com/ vgajic

Überall sprießen Narzissen, Hyazinthen und andere Frühblüher aus der Erde, die Bäume werden grün, Vögel zwitschern, es riecht nach frischem Gras – endlich ist die Frühlingszeit da und mit ihr naht Ostern. Ein Fest, das für viele Familien zu den schönsten Festen im Jahreslauf zählt – egal ob es nun im christlichen Glauben oder als Frühlingserwachen gefeiert wird. Im Mittelpunkt steht die Freude am Wiedererwachen der Natur, am Neubeginn vielfältigen Lebens. Wie die Natur ein frisches Gewand annimmt, so beginnen auch viele ihre Wohnungen und Häuser neu zu dekorieren. Gerade für das Osterfest lassen sich viele hübsche Dinge zusammen mit den Kindern anfertigen. urbia hat mit der Leverkusener Erzieherin Andrea Hoffmann gesprochen und einige Bastelideen zusammengetragen, die sich auch mit jüngeren Kindern umsetzen lassen.

Für Andrea Hoffmann, selbst Mutter von drei Kindern, ist der gemeinsame Waldspaziergang mit der Familie einfach ein Muss. „Wir finden es schön, die Natur zu erleben und zu genießen, gemeinsam Zeit zu verbringen. Gerade in Zeiten wo alles immer hektischer und technisierter wird. Außerdem kann man im Wald viele Dinge sammeln, mit denen man später gut basteln kann“, erzählt die Leverkusenerin und nennt Moos, Blätter, Farn, Äste oder Duftveilchen als wertvolle Naturmaterialien.

Eier verzieren

Eierbecher

Seidenstrumpftechnik

Häufig ausprobiert hat Familie Hoffmann folgende Technik beim Eierfärben: Auf das gekochte oder ausgeblasene Ei wird beispielsweise ein Farnblatt gelegt. Über Ei und Blatt wird ein Seidenstrumpf gezogen, der fest verknotet wird. Das „Strumpfei“ kommt dann in die Farbe. Sobald die Farbe etwas angetrocknet ist, kann der Strumpf wieder entfernt werden. Neben dem Blatt hat auch der Strumpf ein feines Muster auf dem farbigen Ei hinterlassen.

Krepppapier

Auch mit Krepppapier lassen sich Eier hübsch färben, weiß Andrea Hoffmann: „Auf die Eier wird buntes Krepppapier gelegt. Dieses wird nass gemacht. Wenn das Papier angetrocknet ist, kann man es entfernen und die Eier haben die Farbe des aufgelegten Papiers angenommen.“

Ausgeblasene Eier richtig 'anpacken'

Für das Anmalen von ausgeblasenen Eiern hat Andrea Hoffmann, die Spielgruppen für Ein- bis Dreijährige leitet, einen handlichen Tipp: Durch die Löcher, die durch das Ausblasen entstanden sind, kann ein Schaschlik-Holzspieß geschoben werden.  An beiden Enden werden dann Korken (beispielsweise von Weinflaschen) auf den Spieß gesteckt. So rutscht das Ei nicht weg und kann beim Bemalen und Verzieren gut gedreht werden – ohne von den oftmals zu festen Griffen kleiner Kinder kaputt gedrückt zu werden.

Geeignete Farben?

Zum Bemalen der Eier können spezielle Stifte und Farben für Ostereier (erhältlich in Bastelgeschäften oder Drogerien) genommen werden, aber auch mit Wasserfarbe und Pinsel lassen sich gute Ergebnisse erzielen. Je nach Alter und feinmotorischem Geschick des Kindes ist auch zu überlegen, ob Plastikeier, die ebenfalls mit Fingerfarbe bemalt oder mit Transparentpapier, Bast, Federn oder Filz beklebt werden können, die bessere Alternative sind.

Ostereier färben mit Gemüse

Es muss jedoch nicht immer die Eierfarbe oder die Lebensmittelfarbe aus dem Handel sein: Eine gesunde Alternative ohne jegliche Zusatzstoffe ist das Färben mit Gemüse. Dazu wählt man ganz einfach – je nach gewünschter Farbe – passende Gemüsesorten und zerkleinert sie. Je 200 Gramm des Gemüses mischt man mit einem Liter Wasser und einem Esslöffel Essig und lässt alles 30 Minuten lang köcheln. Für eine grüne Färbung der Eier sorgen zum Beispiel Spinat und Petersilie, Möhren färben die Eier orange, Rote Beete und Rotkohl sorgen für eine rote und Zwiebelschalen für braune Farbe.

Befestigungen zum Aufhängen

Wer die ausgeblasenen und verzierten Eier in einen Zweig oder ans Fenster hängen möchte, der muss die Eier zunächst mit einem Band oder einer Schleife versehen. Hilfreich ist hierbei ein Stück von einem Zahnstocher oder Streichholz, um das ein Bindfaden, Satin- oder Bastband zu knoten ist. Das Stück Zahnstocher lässt sich samt Band gut senkrecht in das Loch einführen und kann dann im Innern des Eies waagerecht „verkantet“ werden. Eine Perle, die mit dem Band verknotet wird oder Federn, die problemlos in die Löcher des Eies gesteckt werden, können das Ei noch zusätzlich aufpeppen.

Auch die Schalen eines Frühstücksei lassen sich für die Osterdekoration verwenden: Als Blumentopf für winzige Blumen (zum Beispiel für das Duftveilchen, das sich mit Wurzel eingepflanzt länger hält) oder auf einen Weidenkranz aufgeklebt als Hingucker.

Viel Freiraum beim gemeinsamen Basteln

"Kinder experimentieren gerne mit verschiedenen Materialien", weiß Andrea Hoffmann, die zugleicht auch betont: „Den Kindern ist es vor allem wichtig, gemeinsam etwas mit ihren Eltern zu machen. Die Eltern sollten ihren Kindern viel Freiraum beim Basteln geben. Die Kinder haben klare Vorstellungen, was ihnen gefällt, wie sie etwas machen möchten. Das ist nicht immer der Geschmack der Erwachsenen. Aber die Kinder sind stolz auf das, was sie angefertigt haben.“

Tontöpfe werden zu Hasen

Hasen Tontoepfe

Die meisten Kinder buddeln gerne im Sand oder hantieren mit Matsche, sie helfen ausdauernd beim Einpflanzen von Blumen - wenn man sie lässt. Beim nächsten Vorschlag kommen das Basteln und das Hantieren mit Erde nicht zu kurz. Benötigt werden ein Tontopf, wasserfeste Stifte, braunes Tonpapier, Bastband, Kleber, Erde und Grassamen. Aus dem Tonpapier werden zwei lange Hasenohren ausgeschnitten. Eltern kleiner Kinder könnten die Ohren vorzeichnen. Diese Hasenlöffel werden dann nebeneinander an den Tontopf geklebt. Gut funktioniert dies mit einer Heißklebepistole, die dem Nachwuchs aber nur unter Aufsicht in die Hand gedrückt werden sollte. Auf den Tontopf werden jetzt Augen, Nase und Mund des Hasen aufgemalt. Ein Stück Bastband wird mehrfach übereinander gelegt, bis ein ansehnlicher Hasenschnurrbart entsteht. Dieser wird nun oberhalb der aufgemalten Nase festgeklebt. Jetzt kann der Hasentopf mit Erde befüllt werden. Grassamen werden darauf gestreut. Nach etwa einer Woche wachsen dem Mümmelmann allmählich grüne Haare. "Die Kinder freuen sich, wenn aus ihrem Hasen das Gras wächst“, meint Andrea Hoffmann. Der Hasentontopf lässt sich auch gut als kleines Osternest verwenden. Statt der Erde kommt Heu oder Stroh in den Topf – eine weiche Unterlage für Ostersüßigkeiten.


Hübsches für den Tisch

Oster Tischdeko

„Hier ist noch ganz viel Moos“, sagt die Vierjährige zu ihrer kleineren Schwester, die gerade ein paar dürre Zweige in den mitgenommenen Beutel packt. Natürlich möchten die Mädchen diese Materialien auch für die Osterdekoration verwenden. Da die beiden noch nicht über die nötige Fingerfertigkeit verfügen, aus dem Moos einen Kranz zu binden, greift die Mutter auf einen fertigen Weidenkranz-Rohling (erhältlich in Gärtnereien, Bastelgeschäften und Dekoabteilungen) zurück. Diesen dürfen die Mädchen mit Federn verzieren. Auf einen großen Teller legen sie nun das Moos aus. Der Weidenkranz wird darauf gelegt. In die Mitte passt genau ein grauer Filzhase. "Da fehlt noch was", findet die größere Tochter und kramt in der Dekokiste. Sie wählt eine Girlande aus künstlichen Gänseblümchen und legt diese um den Weidenkranz. Ihre Schwester holt noch zwei bemalte Eier vom Basteltisch und legt sie in das Moos – fertig ist das Ostergesteck für den Tisch.

Mit älteren Kindern lässt sich folgende Dekoidee umsetzen: Zwei unterschiedlich große Styropor-Kugeln werden mit Moos (dieses sollte zuvor zumindest für ein paar Tage auf Zeitungspapier ausgebreitet getrocknet worden sein) umwickelt. Ein zarter Dekodraht dient nicht nur der Befestigung, er sieht auch hübsch aus. In die größere Mooskugel wird nun ein Loch geschnitten, in dem ein Orchideenröhrchen Platz findet. „Diese Kugeln kann man auf einen Kranz stellen. Es sieht nett aus, wenn in dem Röhrchen immer frische Blumen sind“, betont Andrea Hoffmann. Welches Kind erweist sich nicht als fleißiger Gänseblümchenpflücker?

Serviettenringe, Eierbecher, Windlichter und Platzsets

Tischdeko Serviettenring

Auch die Accessoires für einen festlich gedeckten Ostertisch können schon die Kleinen anfertigen. Aus Toiletten- oder Küchentuchrollen werden lustige Eierbecher: Die Papprollen werden auf die Höhe geschnitten wie die Eierbecher groß sein sollen. Jetzt werden die Rollen mit buntem Krepppapier oder biegsamer Wellpappe umklebt – und fertig ist der Eierhalter. Je nach Geschmack kann der Pappeierbecher noch mit Federn oder aus Tonpapier (Moosgummi, Filz) angefertigten Herzen, Schmetterlingen oder Hasen verziert werden.

Tonpapier wird auch für die Serviettenringe benötigt: Aus buntem Tonpapier (vielleicht bekommt jedes Familienmitglied eine andere Farbe?) werden etwa 5 Zentimeter breite und rund 15 Zentimeter lange Streifen geschnitten. Diese Streifen können jetzt mit Glitzerstiften bemalt oder mit Motivstanzern gelocht werden. Die Enden werden dann zusammen geklebt. Ein besonderer Hingucker: Auf die Ringe werden ebenfalls aus Tonpapier ausgeschnittene Schmetterlinge aufgeklebt. Diese erhalten noch bunte Punkte aus Moosgummi und Fühler aus Pfeifenputzer (diese gibt es in vielen verschiedenen Farben).

Für die Platzsets benötigt man Filz, den man mit einer Zickzack-Schere in etwa 50 mal 30 Zentimeter große Stücke schneidet. Den Stoff können die Kinder nun mit einem selbst angefertigten Stempel bedrucken. Entweder wird in eine durchgeschnittene Kartoffel ein Motiv (Hase, Herz, Schaf, Huhn) geschnitzt. Es kann aber auch aus Moosgummi eine Figur ausgeschnitten werden. Diese wird dann auf ein Stück Holz geklebt – fertig ist der Stempel. Jetzt kann die Textilfarbe aufgetragen und der Filz bedruckt werden. Auch mit Fingerfarbe, die mit einem Pinsel auf den Stempel aufgetragen werden kann, lassen sich mitunter schöne Ergebnisse erzielen.

Zum Osterfest gehört natürlich auch Kerzenlicht. Wer sich noch nicht traut, mit seinen jüngeren Kindern Kerzen selbst anzufertigen, für den kann folgender Tipp eine Alternative sein. Benötigt werden ein leeres, schmalbauchiges Glas (z.B. Marmeladen- oder Gurkenglas), ein Teelicht, Stifte, Butterbrottüten und Bänder. Die Kinder können mit Filz-, Bunt- oder Wachsmalstiften die Papiertüte bemalen. In die fertige Tüte kommt nun das Glas. Um die Tüte und das Glas wird ein Band geknotet. Abends erstrahlt der Ostertisch nun im gemütlichen Schein des selbst gefertigten Windlichts.

Den Zweig schmücken

Osterstrauss

Neben selbst bemalten Eiern, sehen aus Tonpapier ausgeschnittene Blumen (oder andere Motive) hübsch in Zweigen für die Vase aus. Für kleine Kinder geeignet ist auch folgende Idee: Aus Pappe (beispielsweise ein Schuhkarton) werden für die Kinder – sofern sie noch nicht selbst schneiden können – Schafe oder Hasen ausgeschnitten. Mit weißer beziehungsweise brauner Fingerfarbe können die Papptiere nun angemalt (oder angepunktet) werden. Der Hase könnte einen kecken Puschelschwanz aus Wolle bekommen.

Gerne arbeiten auch schon Zweijährige mit Kleber. Großen Einsatz findet der Kleber bei folgendem Vorschlag: Auf vorher aus Papier oder Pappe ausgeschnittene Eier kleben die Kleinen zuvor aus Krepppapier geformte Kügelchen. Das Zerreißen und Zerknüllen des Krepppapiers macht den Kleinen nicht nur Spaß, sondern schult auch die Feinmotorik.

Besondere Akzente setzen auch folgende luftigen Schmetterlinge. Aus Transparentpapier werden zwei etwa 15 mal zehn Zentimeter lange Streifen geschnitten. Jetzt wird ein etwa 20 Zentimeter langes Stück eines Pfeifenreinigers in der Mitte geknickt. Ebenfalls in der Mitte wird nun eines der Transparentpapierstücke gerafft und mit dem Pfeifenreiniger mehrfach eingedreht. Das zweite Transparentstück wird nun ebenfalls in der Mitte von dem Pfeifenreiniger mehrfach umklammert. Die beiden verbleibenden Enden des Pfeifenreinigers werden nun zu Fühlern geformt – und dienen als Aufhänger für den Zweig. Nach Ostern können diese Schmetterlinge auch noch weiterhin als Frühjahrs- und Sommerdekoration an das Fenster geklebt werden.

Fensterbilder

Oster Terrassendeko

Immer wieder gerne greifen Kinder zu Fingerfarbe und zieren damit die Fensterscheiben. Gerade bei hellen Kunststoffrahmen ist es allerdings zu empfehlen, den Kleinen sehr deutlich zu machen, dass die Rahmen Tabu sind. Die Fingerfarbe erweist sich in vielen Fällen als sehr hartnäckig. Daher ist es auch ratsam, den Kindern alte Kleidung oder Kittel anzuziehen.

Begeistert ist Andrea Hoffmann auch immer wieder von den Ergebnissen, die Kinder mit der Prickelnadel erzielen: „Mit der Prickelnadel können sie schon sehr früh filigrane Motive bearbeiten. Mit der Schere gelingt ihnen das meistens noch nicht so früh.“ So können Eltern österliche Motive auf Tonpapier zeichnen. Als Motiv geeignet ist beispielsweise ein Osterei, in dem ein Hase oder Vogel sitzt. Das ausgeprickelte Bild kann dann mit Transparentpapier hinterlegt, mit einem Bastband als Aufhänger versehen und an die Fensterscheibe geklebt werden.

Kränze zum Aufhängen

Mit älteren Kindern lassen sich Kränze aus Naturmaterialien schon gut selber herstellen. „Besonders biegsam sind die frischen Triebe der Korkenzieherweide. Wenn man damit einen Kranz formen will, braucht man manchmal nicht mal Draht. Die Zweige können so ineinander gesteckt werden, dass sie von selbst halten“, weiß Andrea Hoffmann. Häufiger hat sie auch mit ihren Kindern Steckzwiebelkränze angefertigt. Benötigt werden hierfür Steckzwiebeln (erhältlich in der Gärtnerei) und dicker Draht. „Die Steckzwiebeln werden mit dem Draht aneinander gereiht. Zwischendurch kann man auch Perlen und Federn aufreihen, das sieht hübsch aus“, so die Fachfrau. Egal ob aus Moos, Heu oder Stroh – die selbst gebundenen Kränze lassen sich mit Bändern, Eierschalen, Filzanhängern, aber auch gekauften Dekoartikeln aufwerten.

Wer so fleißig gebastelt hat, darf auch mit etwas Süßem entlohnt werden. Wie wär es mit selbstgebackenen Plätzchen – schließlich haben die Kinder auch Spaß an österlichen Ausstechformen. Ran an den Teig!


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