So kommen kleine "Flummis" zur Ruhe
Entspannung für Kinder
Mit Reizüberflutung, Leistungsdruck und Freizeitstress macht der moderne Alltag schon Kindern zu schaffen. Viele leiden unter Nervosität und Schlafproblemen. Kindgerechte Entspannungsübungen bringen kleine Unruhegeister wieder ins Gleichgewicht – wenn Eltern auch ein gelassenes Umfeld schaffen können.
Stressig: ein Leben im "Flummi-Modus"
Sind Kinder oft unruhig und ungeduldig, nennt man das im besten Falle lebhaft, im schlechtesten hyperaktiv. Zunehmend viele kleine Hummeln sind aber weder „nur“ agil noch echte „Zappelphilippe“. Ihre Ruhelosigkeit und Konzentrationsprobleme resultieren nach Meinung zahlreicher Kinderexperten vor allem aus den modernen Lebensumständen: Hektik und Effizienz, Technik und Produktivität, Leistungsdruck und mediale Reizüberflutung bestimmen unseren Alltag, auch den der Kinder, schon im KiGa und erst recht in der Schule. Selbst ihre Freizeit ist von Terminen und dem ständigen Blick zur Uhr gekennzeichnet. Im Nachwuchs wuselt es da genauso durcheinander wie um ihn herum. Die vielen anregenden Impulse sorgen dafür, dass ständig der Sympathikus Dienst hat, der Teil des menschlichen Nervensystems, der Blutdruck und Herz antreibt, um uns für Aktivität und Leistung auf Trab zu bringen. Die Kids, auf Daueraction und Abwechslung gepolt, schalten permanent in den „Flummi-Modus“. Derartig gestresst und unter Strom merken sie kaum noch, wann sie eine Pause brauchen und können die innere Erregung schließlich auch nicht mehr regulieren. Stillsitzen, aufmerksam sein und einschlafen fallen immer schwerer.
Warum ist Entspannung wichtig?
Dafür muss im Nervensystem erst der Parasympathikus das Zepter übernehmen dürfen: Der „Ruhenerv“ sorgt für ruhigere Atmung, regelmäßigeren Herzschlag und lockere Muskeln – also für Entspannung. Die ist entscheidend für unsere Gesundheit, denn nur in diesem Zustand des „inneren Friedens“ können sich Körper, Geist und Seele so richtig regenerieren. Entspannung stärkt die Fähigkeit, sich auf einzelne Wahrnehmungen zu konzentrieren und lässt Raum, um Gefühlen und Gedanken nachzugehen und sich wortwörtlich zu besinnen. Das hat viele positive Wechselwirkungen: Wer sich selbst gut spürt und kennt, den werfen äußere Reize nicht so leicht aus der Bahn. Wer sich entspannen kann, ist ausgeglichener und optimistischer. Wer sich besser konzentrieren kann, ist kreativer und lernt leichter.
- Stressig: ein Leben im "Flummi-Modus"
- Was hilft Kindern, besser zu entspannen?
- Ab Krippenalter: Rückenwahrnehmungsspiele
- Ab Kindergartenalter: Yoga, Muskelentspannung und Fantasiereisen
- Ab Grundschulalter: Autogenes Training
- Die wichtigsten Tipps für entspannte Kinder im Überblick
- Literatur- und Medienempfehlungen

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