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Infektionswelle

Masern: Neue Fälle in Berlin

Die Zahl der Maserninfektionen in Berlin steigt. Und der letzte Ausbruch ist noch gar nicht lange her – erst im vergangenen Jahr starb ein Berliner Kleinkind an den Masern. Schon damals diskutierten Politik und Öffentlichkeit über fehlenden Impfschutz und sogar eine Impfpflicht.

Verbreitung durch nicht geimpfte Erwachsene

In Berlin häufen sich erneut die Maserninfektionen. Bis Mitte Mai wurden laut Landesamt für Gesundheit und Soziales 39 Fälle bekannt. Medienberichten zufolge ist die Zahl in Berlin aktuell bereits auf 48 Personen gestiegen. Zum Vergleich: Im gesamten Jahreszeitraum 2012 lag die Zahl der Masererkrankungen, die an das Robert-Koch-Institut gemeldet wurden, bundesweit bei 165 Fällen. Im Folgejahr schnellte die Anzahl dann aufgrund einer Masernepidemie auf 1.769 Fälle hoch.

Bisher sind in Berlin vor allem Erwachsene ohne Impfschutz betroffen, doch die Verunsicherung ist nach der Masernepidemie von 2015, bei der für Berlin 1.243 Fälle übermittelt wurden und auch ein Kleinkind starb, groß. „Wir brauchen jetzt eine konzertierte Aktion von Gesundheitspolitikern aller Parteien und von den Ärzteverbänden, um eine große Impfwelle in Gang zu setzen", sagte damals beispielsweise der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach der Zeitung. Und Bundesgesundheitsmininster Hermann Gröhe kritisierte die Argumente von Impfgegnern als "Angstmache" und nannte sie "verantwortungslos".

Brauchen wir eine Impfpflicht?

Dr. Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, sprach sich sogar für eine Impfpflicht aus: "Eltern in Deutschland haben immer noch das Recht, ihren Kindern den Impfschutz vorzuenthalten und Flüchtlingskinder erhalten nur Zugang zu einer eingeschränkten Gesundheitsversorgung ohne Prävention. Beides sind unhaltbare Zustände, die schleunigst behoben werden müssen." Kritik gegen eine grundsätzliche Impfpflicht gab es indessen von den Grünen und der Linken.

Nicht immer ganz harmlos

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Masern: Keine harmlose Kinderkrankheit

Laut Epidemiologischem Bulletin des RKI gelten Masern als eine der ansteckendsten Infektionskrankheiten überhaupt. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass im Jahr 2013 rund 146.000 Kinder an den Masern starben. Als gefürchtete Komplikationen der Masern gelten Hirnhaut- und Lungenentzündungen. Aktuell empfiehlt das Robert-Koch-Institut die erste Masern-Impfung bei Kindern im Alter von 11-14 Monaten.

Studie und Appell gegen Impfmüdigkeit

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Wichtige Fakten rund ums Impfen

Auch wenn die Empfehlungen der STIKO als medizinischer Standard gelten, die Entscheidung ihr Kind gegen so genannte Kinderkrankheiten impfen zu lassen, liegt nach wie vor bei den Eltern. Sie entscheiden, ob ihr Kind geimpft wird, welche Impfungen wahrgenommen werden und in welchem Alter geimpft wird. Viele Eltern richten sich einfach nach dem Impfplan der Ständigen Impfkommission. Manche aber fühlen ein Unbehagen dabei, ein Baby bereits zahlreichen Impfungen auszusetzen und fragen sich, ob Sechsfachimpfstoffe wirklich das Richtige sind und ob man manche Impfungen auch später durchführen kann. In unseren Artikeln zum Thema erhalten Sie Antworten auf diese und andere Fragen zum Impfen:

Trotz STIKO-Empfehlungen

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Zusätzliches Risiko

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Diese Impfungen empfiehlt die STIKO für Kinder

Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) ist laut Infektionsschutzgesetz beauftragt, Impfempfehlungen auszusprechen. In diesem Rahmen veröffentlicht das RKI auch den Impfkalender für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die darin empfohlenen Impfungen haben wir hier aufgelistet:

Wann muss mein Kind zur Impfung?

Impfkalender

Keuchhusten, Kinderlähmung, Tetanus: In welchem Alter muss ich mein Kind gegen welche Krankheit impfen lassen? In unserem Impfkalender hast d ...  mehr

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