Special
Einfach unruhig oder hyperaktiv?

Special: Kinder mit ADHS

Was ist ADHS? Ist unser Kind einfach nur besonders zappelig oder hat es eine Störung, die behandelt werden muss? Kann man ADHS lindern oder sogar heilen? Um diese und andere Fragen geht es in unserem Special.

Autor: Petra Fleckenstein
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Kinder zappelig Tisch Becher
Foto: © Panthermedia.net, Torsten Tracht

Kinder sind nicht selten zappelig, unaufmerksam und impulsiv. Alle Eltern kennen das. Seit einigen Jahren gibt es jedoch ein neu definiertes Krankheitsbild, dem genau diese Eigenschaften als Hauptsymptome zugeordnet werden. Ist ein Kind häufig unkonzentriert und unaufmerksam, außerdem zappelig und handelt übermäßig impulsiv und unüberlegt, so spricht man heute meist von ADHS – der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung. Zwar wurden diese Symptome bereits früher beschrieben (zum Beispiel beim "Zappelphilipp" im Struwwelpeter), in den vergangenen 25 Jahren hat die "neue" Krankheit jedoch geradezu eine atemberaubende Karriere erlebt und wandelte sich zu einem der häufigsten chronisch verlaufenden Krankheitsbilder im Kindes- und Jugendalter.

Eltern, die sich – möglicherweise notgedrungen – für ADHS interessieren, stehen einer verwirrend großen Auswahl an Ratgeberbüchern zum Thema gegenüber. Ob sie daraus wirklich schlau werden, ist fraglich. Denn ADHS ist kein einfaches Phänomen, seine Entstehung, die richtige Diagnose und angemessene Behandlung werfen weiterhin viele Fragen auf. Eine davon ist zum Beispiel die Frage nach der Abgrenzung von vielleicht störenden, aber doch für die Kindheit weitgehend normalen Eigenschaften wie Zappeligkeit (Hyperaktivität) von einer als krankhaft einzustufenden Hyperaktivität. Wo ist die Grenze zu ziehen?

Eine andere und viel diskutierte Frage ist die der Entstehung von ADHS. Heute besteht in der medizinischen Fachwelt weitgehend Einigkeit, dass genetische Anteile bei der Entstehung der Krankheit eine beachtliche Rolle spielen. Wie stark diese jedoch zur Ausprägung kommen, daran – so glaubt man - hat wiederum die Umwelt des Kindes einen entscheidenden Anteil. Wodurch also wird ADHS, wenn eine genetische Veranlagung besteht, außerdem begünstigt? Eltern, die vielleicht bei ihrem Kind den Verdacht haben, dass es betroffen sein könnte, brauchen außerdem Hilfe bei der Frage, an welche Stelle sie sich am besten wenden und welche Therapie sinnvoll sein kann. Eine wichtige Frage, die sich in diesem Zusammenhang auftut, ist zum Beispiel die nach dem Sinn oder Unsinn einer medikamentösen Behandlung.

In unserem Special zum Thema ADHS wollen wir ein wenig Klarheit in die vielen Fragen zu ADHS bringen. Im Text "Hat mein Kind ADHS?" erfahren Sie, nach welchen Kriterien Ärzte heute ihre Diagnose stellen, welche Untersuchungen für eine richtige Diagnose bedeutsam sind und an welche Ärzte man sich bei einem Verdacht wenden sollte. Im Artikel "ADHS sinnvoll behandeln" geht es um die möglichen und unterschiedlichen Behandlungsansätze der Krankheit und dabei natürlich auch um die medikamentöse Therapie. Im Serviceteil im Anhang zu diesem Artikel gibt es außerdem Buchtipps, Links und Leseempfehlungen zum Thema. Im Artikel "Der große Streit um ADHS" schauen wir uns einmal die kritischen Positionen zu ADHS an. Also die Stimmen, die zum Beispiel die Ansicht vertreten, nicht die Kinder, sondern unsere Gesellschaft sei krank. Nicht im Gehirn der Kinder stimme etwas nicht, sondern unsere Lebensbedingungen ließen Kindern nicht mehr ausreichend Raum zur Entfaltung.


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