Für Körper und Geist

Wellness zum Wohlfühlen

Massagen, Yoga, Düfte, Wasseranwendungen, Akupunktur - es gibt viele Möglichkeiten, der Hektik unseres Alltags etwas entgegenzusetzen und ganz gezielt durch Entspannung das Wohlbefinden zu steigern und zu mehr Harmonie zu finden.

Autor: Patricia Israel
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Fitness, die von innen kommt: Beispiel Massagen

Frau Massage panther Monkeybusiness Images
Foto: © panthermedia, Monkeybusiness Images

Selbstgeschaffene Ruhepausen, und wenn es nur 20 herrliche Minuten unter der Dusche oder auf dem Sofa sind, ein Dauertelefonat mit der Freundin oder sanfte Massagen, tragen zur Unterstützung des richtigen Gleichgewichts bei.

Massagen

Es gibt sie für Streßgeplagte, Büroverspannte, Asienfans und für alle, die sich entspannen und gleichzeitig etwas für ihr Body-Styling tun wollen.
Massagen verbessern in der Regel den Stoffwechsel und regen die Durchblutung an, wirken Verspannungen, ja sogar Kopfschmerzen und Wirbelsäulenschäden entgegen und beugen Stressmomenten wie Lampenfieber und Prüfungsangst vor. Lies hier, welche Massage für dich nützlich sein kann:

  • Konturmassage
  • Zum Entspannen und Body-Styling geeignet, weil bestimmte Körperpartien, Oberschenkel, Po und Bauch, massiert werden. Durch die Massage wird der Stoffwechsel angeregt, wodurch Schlacken schneller aus dem Körper abtransportiert werden können. Die Body-Konturen werden verbessert, Cellulite muß regelmäßig behandelt werden und kann nur in Kombination mit gesunder Ernährung und Bewegung verringert werden. Für die Massage werden pflanzliche Wirkstoffe mit Aromawirkstoffen verwendet. Die Problemzonen werden von den Füßen aufwärts in Rücken-, Seiten- und Bauchlage behandelt, zum Schluß folgt eine entspannende Rückenmassage.
  • Akupunktur-Massage
  • Sie hilft bei Migräne, Kopfschmerzen, Wirbelsäulenschäden und Menstruationsbeschwerden und basiert auf der Theorie einer ungleichen Energieverteilung im Körper, die es zu korrigieren gilt. Vor der Massage werden die verschiedenen blockierten Energieströme (Meridiane) im Körper lokalisiert, die dann durch Drücken, Beklopfen und Massieren wieder in Fluß gebracht werden. Hierdurch können Streß und Schmerzen gelindert werden.
  • Fußreflexzonenmassage
  • Fußreflexzonenmassagen haben sich bewährt bei Migräne, Muskelverspannungen, Streß, Verdauungsstörungen und Nervosität. Rund 72.000 Nervenstränge verbinden die inneren Organe mit den Hautzonen der Füße. Durch Stimulation dieser Reflexzonen, durch Klopfen, Kreisen und sanften Druck auf die Füße, werden positive Reaktionen auf Muskeln, Gelenke und Organe ausgelöst. Außerdem können durch die Massage belastende Schlacken freigesetzt und ausgeschieden werden. Daher empfiehlt es sich, nach der Behandlung viel zu trinken.
  • Ayurveda-Massage 
  • Die fernöstliche Massage ist ideal, um Verspannungen der Muskeln aufzulösen und einfach vom Alltag zu entspannen. Mit warmen Massageölen, die sich nach der Jahreszeit richten (im Sommer werden kühlende Substanzen, im Winter wärmende verwendet), wird der Körper nach unterschiedlichen Methoden massiert und entspannt. Schnellste Ruhe bewirkt die „Königsmassage“, bei der zwei Paar Hände den Körper synchron massieren. Bei der "Abhyanga"-Massage wird der Körper mit der flachen Hand ausgestrichen, wohingegen bei der „Marma“-Technik durch gezielten Druck bestimmte Vitalpunkte im Körper aktiviert werden sollen. Diese Massage hat besonders vitalisierenden Effekt. 
  • Thai-Masssage 
  • Bei dieser Massage setzt der Masseur seine gesamte Körperkraft und Akrobatik ein, denn er turnt gewissermaßen auf deinem Körper. Er massiert mit den Ellenbogen die Meridiane, massiert die Unterschenkel mit seinen Füßen und verfügt über eine enorme Vielfalt von Berührungstechniken. Außerdem kannst du selbst einen aktiven Part übernehmen, indem du Yoga-Übungen unter Anleitung turnst. Auch diese Massage entspannt und lenkt vom Alltag ab.
  • Lomi-Lomi-Massage 
  • Die Lomi-Lomi-Massage kommt aus Hawaii und wird zunächst in Bauchlage, später in Rückenlage angewandt. Durch spezielle Massagegriffe werden Verspannungen von der Fußsohle bis zu den Schultern gelockert. Ein oder auch zwei Therapeuten verwenden Kokosöl für die Massage und verwenden besondere Aufmerksamkeit auf Schultern und Hüften, die immer wieder gerüttelt, gedehnt und angehoben werden. 
  • Tragering-Massage 
  • Benannt wurde die Massage nach dem amerikanischen Arzt Milton Trager, der eine spezielle Streichelmassage mit Tiefenwirkung entwickelte, wodurch seelische Blockaden wie Lampenfieber, Prüfungsangst u.ä. aufgelöst werden. Zunächst bewegen sich die Hände des Masseurs sanft über den ganzen Körper, dann werden die Muskeln gleichmäßig gedehnt und geschaukelt, so daß nicht nur Verspannungen, sondern auch Ängste abgebaut werden.

Vitalität oder Entspannung?

Wenn du einen zusätzlichen Power-Schub durch die Massage erzielen willst, solltest du dich vormittags massieren lassen, wenn der Biorhythmus ansteigt. Zwischen Mittagessen und Massage immer eine Stunde vergehen lassen, weil der Körper sonst zu sehr mit der Verdauung beschäftigt ist. Falls du primär relaxen willst, wähle eine Massage in den Abendstunden, ab 18 Uhr ist der Körper voll auf Entspannung eingestellt, der Biorhythmus sinkt.

Yoga und Power-Yoga

Die Schule des Yoga, der geistigen Konzentration, ist 4000 Jahre alt. Das Wort stammt aus dem altindischen Sanskrit und bedeutet "Joch", der Yogaübende soll sich den Regeln der Körperbeherrschung unterwerfen. Yoga erfordert viel Konzentration, man kann es sich selbst kaum beibringen, so dass Lehrbücher und Videos kaum ausreichen. Besser ist es, mit einem Lehrer zu üben und zunächst eine Probestunde zu absolvieren, denn die langsamen kontrollierten Bewegungsabläufe entsprechen nicht jedem Geschmack.

Sonne und Mond

Bei uns im Westen bekannt ist die Form des Hatha-Yoga: Sonne (ha) und Mond (tha) sollen miteinander vereint werden, wobei die Sonne den männlichen, bewußten Part der menschlichen Natur symbolisiert, und der Mond für die weibliche, unbewußte Seite unseres Körpers steht. Yoga schärft die Wahrnehmung und soll uns lehren, liebevoll und verantwortungsbewußt mit uns selbst umzugehen.

Interessiert an Asanas?

Auch wenn du Yoga in jedem Falle unter professioneller Leitung erlernen solltest, kannst du einigen Asanas (Übungen) entnehmen, wie Yoga aufgebaut ist und ob es dir liegt.

  • Der Berg
  • Diese Übung lässt dich zur Ruhe kommen und steigert die Konzentrationsfähigkeit. Stelle dich aufrecht hin, die Füße sind parallel zueinander, die Wirbelsäule ist gerade (kein Hohlkreuz), die Arme hängen locker neben dem Körper. Fühle dich in deine Körpermitte hinein und genieße die Zufriedenheit.
  • Der Baum
  • Nimm die Berg-Grundhaltung ein und verlagere das Gewicht auf die rechte Seite. Spanne Po- und Oberschenkelmuskeln dabei an. Stellen dann den linken Fuß auf den rechten (den Rücken gerade halten) und legen die Handflächen vor dem Brustbein aneinander, tief einatmen und Hände über den Kopf führen. Halte die Balance einige Zeit und wechsle dann auf das linke Standbein.

Power-Yoga: Fitness mit seelischem Ausgleich

Diese neue Form des Yoga, die traditionelle Übungsformen mit dynamischen Bewegungen kombiniert, kommt aus Kalifornien und hat mit dem klassischen Hatha-Yoga nur noch entfernt zu tun.

Statt bloßem Muskeltraining werden beim Power-Yoga Atemübungen mit kraftvollen, fließenden Bewegungen, die an Tai-Chi und Ballett erinnern, verbunden. Durch diesen Mix aus Atmung, Körperübung und Konzentration wird nicht nur die Figur verbessert, sondern unser Organismus auch belastbarer und ausgeglichener.

Hatha- oder Power-Yoga?

Die beiden Yoga-Formen sind kaum miteinander vergleichbar. Das klassische Hatha-Yoga geht tiefer, der ganzheitliche Aspekt von Körper und Geist steht im Vordergrund. Hatha-Yoga macht die inneren Organe fit und führt zu mehr Ausgeglichenheit.

Power-Yoga ist ein perfektes Fitness-Training, hat aber keine große Wirkung auf den Seelenzustand. Für Power-Yoga solltest du außerdem körperlich trainiert sein, da die Übungen ein hohes Maß an Körperbeherrschung erfordern. Hatha-Yoga ist auch für nicht Sportliche geeignet, du solltest allerdings vorsichtig sein, wenn du Rücken- oder Nackenprobleme hast.

Salz: Pflege aus dem Meer

Wer sich und seiner Haut Gutes tun will, der kann Salzbäder mit Salz aus dem Toten Meer genießen. Die Lösung aus Chlor, Magnesium, Natrium, Calcium, Kalium und Brom macht das Wasser so dicht, daß es einen Menschen trägt. Die Mischung aus Spurenelementen und Mineralien tut der Haut gut und hat sich bei Neurodermitis und Schuppenflechte bewährt.

Der Schwebezustand im Wasser, den du nicht nur am Toten Meer, sondern auch in deutschen Spa Hotels erleben kannst, entlastet die Gelenke und Bandscheiben. Außerdem beruhigt der Bromanteil im Wasser die Nerven und versetzt dich in einen angenehm schläfrigen Zustand. Bei einer anschließenden Ruhepause nach dem Bad wirkt die salzhaltige Luft gegen chronische Atemwegserkrankungen und beruhigt Bronchien wie Schleimhäute. Verstärkte Wirkung entfalten die Schlammpackungen mit Substanzen aus dem Toten Meer, die auf den gesamten Körper aufgetragen werden. Anschließend wirst du in ein warmes Tuch gepackt und in ein wohltemperiertes Wasserbett eingelassen, in dem die Wirkstoffe des Schlamms voll zur Geltung kommen und in die Haut gelangen.


Wellness zum Einatmen: Duft- und Aromatherapien

Unsere Nase kann mehr als 7.000 verschiedene Düfte erkennen, die zum Teil völlig unterschiedlich wirken: Sie beruhigen und entspannen oder sind wahre Muntermacher. Auf diese Weise beeinflussen Düfte und Aromen nachhaltig unser physisches und psychisches Wohlbefinden.

Lavendel oder Pfefferminz?

Rund 300 ätherische Öle aus Blüten, Blättern und Hölzern werden heute für entsprechende Therapien unterschiedlich verwendet, entweder als Badezusätze (Vollbäder bei angenehmer Temperatur nehmen), Massageöle, Kompressen bei Schmerzen oder Raumdüfte.

Belebende Öle

  • Zitrone
  • Bergamotte
  • Eukalyptus
  • Jasmin (soll Depressionen lindern können)
  • Pfefferminz (enthält Menthol und hilft bei Kopfschmerzen)
  • Maiglöckchen
  • Rosmarin (wirkt anregend bei geistiger Ermüdung und Erschöpfung)
  • Wacholderbeere
  • Johanniskraut (wirkt ebenfalls bei Depressionen)

Beruhigende Öle

  • Lavendel (hilft ebenfalls bei Kopfschmerzen und Zyklusstörungen)
  • Rose
  • Kamille
  • Sandelholz
  • Veilchen (mild-liebliches Aroma)
  • Vanille
  • Zimt
  • Bitterorange

Wer sich mehr für Düfte und Aromen interessiert, sollte sich von einem professionellen Aromatherapeuten beraten lassen, denn die Aromatherapie ist eine Wissenschaft für sich. Viele der genannten Aromen – auch von der gleichen Pflanze – helfen bei unterschiedlichen Beschwerden und Problemen. Auch die Kosmetikindustrie verwendet mittlerweile Aromen für verschiedene Produkte. So gibt es zum Beispiel Lippenstifte mit Johanniskraut, die den Mund fast von selbst lächeln lassen sollen...

Mit sanfter Kraft gegen Rückenschmerzen

Fast jeder von uns wird mitunter oder regelmäßig von Rückenschmerzen geplagt, die wir uns als Folge alltäglicher Belastung, durch falsches Sitzen im Büro, durch zu große Belastung beim Sport oder Zug einhandeln. Es trifft längst nicht mehr ältere Menschen, sondern junge Frauen und Männer, die von einem Bandscheibenvorfall, dem Hexenschuß oder Ischias heimgesucht werden.

Wir sitzen zu viel

Ein Hauptgrund dafür ist unser häufiges und falsches Sitzen, denn die Bandscheiben, Puffer zwischen den Wirbeln, werden durch regelmäßige Bewegung mit Nährstoffen versorgt. Bei ständigem Sitzen, langem Stehen sowie allgemeinem Nichtstun wird der Bandscheibenkern schlaff und drückt sich nach außen: Bandscheibenvorfall. Drückt der Kern auf den Ischiasnerv, entstehen Schmerzen von der Hüfte bis in die Fußschmerzen.

Hilfe durch Wärme

Bei regelmäßigen Schmerzen helfen Wärme und Entspannung. Eine heiße Dusche, die minutenlang über die betreffende Stelle läuft, warme Fönluft und Salben mit Wärmeentwicklung können Erleichterung schaffen. Wenn die Schmerzen nicht zu stark sind, ist auch eine sanfte Massage günstig, denn die verkrampften Muskeln können so gelockert werden. Bei sehr starken und immer wieder auftretenden Rückenschmerzen solltest du den Arzt aufsuchen. Der Orthopäde lokalisiert das Schmerzzentrum und kann mit Spritzen oder Tabletten helfen, den Schmerz zu beseitigen.

Stärkung der Muskulatur

Um Schäden und Beschwerden erfolgreich zu verhindern, musst du deine gesamte Muskulatur stärken. Mit jedem Tag Nichtstun wird die Muskelmasse reduziert und diese ist genau dafür erforderlich, die Wirbelsäule zu unterstützen.

Um eine übermäßige Belastung und Schwächung der Wirbelsäule zu vermeiden, solltest du deine Bauch- und Rückenmuskulatur stärken, weil sie die Wirbelsäule stabilisiert. Außerdem solltest du monotone Tätigkeiten und Stellungen immer wieder unterbrechen. Stehe häufiger auf, laufe herum oder mache einige Übungen.

Übungen zur Entlastung des Rückens

  • Mache einen Katzenbuckel im Vierfüßlerstand und lasse den Rücken wiederholt durchhängen.
  • Lege dich auf den Boden, umfasse die Knie mit den Armen und drücke gegen den Widerstand der Hände. Die Spannung einige Sekunden halten. du kannst auch im Paketzustand langsam Wirbel für Wirbel schaukeln.
  • Den Kopf im Stehen langsam nach vorne beugen, eine Minute so bleiben

Akupunktur

Akupunktur erfreut sich als sanfte Form der Medizin großer Beliebtheit. Die 5.000 Jahre alte chinesische Heilmethode kann bei den unterschiedlichsten Beschwerden erfolgreich eingesetzt werden und kuriert Körper und Seele auf für uns im Westen immer noch rätselhafte Weise mit Nadeln.

Wann hilft Akupunktur?

Akupunktur hilft als gezielte Therapie bei

  • Rücken- und Gelenkschmerzen (Ischias, Bandscheibenschmerzen)
  • Magen-Darm-Beschwerden ( Übelkeit in der Schwangerschaft, Blähungen)
  • Zyklus-Beschwerden
  • Atemwegserkrankungen (Asthma, Erkältungen)
  • Psychischen Problemen (Streß, Schlafstörungen, Nikotin- und Alkoholsucht)

Wie funktioniert Akupunktur?

Ein komplexes System von Energiebahnen, die Meridiane, durchzieht unseren Körper. Diese Energiebahnen verbinden Haut, Gelenke und Organe miteinander und können durch die einzelnen Energiepunkte lokalisiert werden. Ausgebildete Therapeuten kennen ca. 100 Energiepunkte, die bei der Therapie gezielt durch Nadeln aktiviert werden. In der Regel werden nicht mehr als zwölf Punkte angeregt, die wiederum auf die betreffenden Organe wirken. Die Nadeln verbleiben ca. 15 Minuten in der Haut.

Wie finde ich einen guten Akupunkteur?

Gute Akupunkteure sind häufig im Reich der Mitte selbst gewesen, wo sie die traditionelle Methode der Akupunktur erlernt haben. In Deutschland gibt es ebenfalls Akupunkturgesellschaften, die eine zusätzliche Ausbildung vermitteln und ein Diplom ausstellen, wonach ruhig gefragt werden sollte.

Nicht in allen Fällen bringt Akupunktur die gewünschte Erleichterung. Es gibt Patienten, die nicht auf die Therapie ansprechen. Falls nach einigen Sitzungen keine Besserung eintritt, sollte die Behandlung beendet werden.


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