Erfahrungsbericht einer urbia-Mutter

Mein langer Weg zum Wunschkind

Bis Dana Sauer endlich ihre kleine Tochter in den Armen halten konnte, musste sie eine wahrhafte Odyssee durchleben. Eileiterschwangerschaft, Fehlgeburten, Krankenhausaufenthalte... Mit ihrem Bericht will sie Mut machen, dass es sich lohnt, an seinem Traum festzuhalten.

von Dana Sauer*
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Sauer Langer Weg
Foto: © D. Sauer

Aus heiterem Himmel: Beginn einer Odyssee

Am 11. Februar 2008 wurde Dana Sauer* aus Berlin (32) erstmals Mutter. Vor der  Geburt dieses lang ersehnten Wunschkindes erlebte sie zahlreiche Enttäuschungen, die sie manchmal daran zweifeln ließen, ob ihr jemals Mutterglück vergönnt sein würde. Um anderen Frauen mit Kinderwunsch, die vielleicht auch immer wieder Rückschläge und Enttäuschungen hinnehmen müssen, Mut zu machen, erzählt sie bei urbia exklusiv von ihrem langen Weg zum Wunschkind.

Eileiterschwangerschaft

Bis zu meiner Hochzeit lebte ich ein ganz normales Leben – ich war 29 Jahre alt, lebte seit zehn Jahren in einer festen Beziehung, arbeitete nach Ausbildung und Studium in einem Steuerbüro, traf mich gerne mit Freunden und meiner Familie.

Im April 2005 feierten wir unsere Hochzeit. Einige Tage nach unserer Hochzeitsreise hatte ich ab und zu leichte Bauchschmerzen. Ich schenkte der Sache erst wenig Bedeutung. Komisch wurde mir erst, als ich leichte Blutungen bekam. Da mein Zyklus immer sehr regelmäßig war, war ich verunsichert. Die Ärztin, bei der ich mich untersuchen ließ, machte einen Schwangerschaftstest: POSITIV. Aber: Da sie im Ultraschall nichts gesehen hatte, schloss sie aufgrund meiner Symptome auf eine Eileiterschwangerschaft und ich musste umgehend ins Krankenhaus. Plötzlich lag dieses Wort „Schwangerschaft“ im Raum. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass es das schwerwiegenste Wort meiner kommenden zwei Jahre werden sollte.

Nach zwei elend langen Tagen des Wartens, wie sich der BetaHCG Wert (das Schwangerschaftshormon) entwickeln würde, musste ich unters Messer. Nach der Operation ging es mir schlecht und in der folgenden Nacht bekam ich innere Blutungen und musste noch mal in den OP. Ich dachte ehrlich gesagt, dass ich nicht mehr aufwache. Was genau bei dieser Not-OP gemacht wurde, weiß ich bis heute nicht. Die Ärzte informierten mich aber, dass bei der vorherigen OP mein rechter Eileiter entfernt werden musste. Erst mit der Zeit begriff ich, was mir da eigentlich passiert ist und was das für Konsequenzen hat. Zwei Monate blieb ich krank geschrieben und aufgrund des hohen Blutverlustes brauchte ich lange, um wieder fit zu werden.

Als der Arbeitsalltag wieder begann, fand ich erschreckend, wie das Leben einfach so weiterging, als wenn nichts passiert sei. Aber was erwartete ich? Wie sollte denn mein Umfeld reagieren? Diese Gefühle des Alleinseins kannte ich bis dahin nicht. Auch wenn man mit vielen lieben Menschen umgeben ist, kann man der einsamste Mensch auf der Welt sein.