Planung oder Zufall
Richtiger Zeitpunkt für ein Kind?
Erst muss die Ausbildung beendet werden, dann stört noch einiges am Partner. Aber wann ist die Zeit reif zur Familiengründung? Wacht man eines Morgens tatsächlich auf und weiß "Aha, ab heute sind die Umstände für ein Kind perfekt!"?
Gibt es den richtigen Zeitpunkt überhaupt?
"Ob ich Kinder will? Natürlich! Aber jetzt noch nicht!". Tja, und wann dann? Gibt es ihn überhaupt, den richtigen Zeitpunkt für ein Kind? Wacht man tatsächlich eines Morgens auf und weiß "Aha, ab heute sind die Umstände perfekt!?" Glaubt man der Statistik, so kommt jedes zweite Kind ungeplant oder ungewollt zur Welt. Überlässt man es also nicht vielleicht sogar doch eher unbewusst dem Zufall, wann es so weit ist? Aber warum tut sich die junge Frauengeneration so schwer damit, sich für einen Zeitpunkt festzulegen, der näher liegt als "Irgendwann einmal!"?
Tausche Kind gegen Karriere
Gerade junge Akademikerinnen entscheiden sich immer später für ein Kind. Warum auch die gewonnene Unabhängigkeit und die Aussicht auf berufliche Selbstverwirklichung über den Haufen werfen? Und in Anbetracht der gestiegenen Unsicherheit der Arbeitsplätze das Risiko eingehen, die endlich erreichte Position vorschnell einer anderen zu übergeben? Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gleicht in Deutschland, vielleicht mehr noch als in anderen europäischen Ländern, schließlich immer noch einer Katastrophe. Und auch die einmal gewonnenen sozialen Kontakte, die Kollegialität, Anerkennung und vielleicht sogar Bewunderung wollen zunächst einmal eingetauscht werden gegen häusliches Familienglück. Selbst in einer vorher gleichberechtigten Partnerschaft kann es passieren, dass frau gerade am Anfang zunächst einmal in die traditionelle Rolle zurückfällt. Aber vielleicht hat sie ja auch gerade das gewollt. Denn auch der Umkehrschluss liegt nahe: "Wenn der Job keinen Spaß mehr macht, werde ich eben schwanger!".

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