Schwanger werden
Behandlung bei unerfülltem Kinderwunsch
Eigentlich ist alles perfekt, nur ein Kind fehlt noch zu Ihrem Glück? Die Gründe für Unfruchtbarkeit können vielfältig sein - urbia klärt über Behandlungen auf.
Wann spricht man von Unfruchtbarkeit?
Eigentlich ist alles perfekt: Zwei haben sich gefunden und sind glücklich, die Ausbildung ist vielleicht beendet und man hat sich sogar schon gut im Beruf etabliert: Jetzt könnte es eigentlich kommen, das Baby. Aber trotz längeren "Übens" tut sich einfach nichts. Und manchmal wird jede eintretende Monatsregel zum Auslöser für Tränen und Weltschmerz. Ab wann sollte man zum Arzt gehen, und welche Möglichkeiten gibt es heute, ungewollt kinderlosen Paaren doch noch zu ihrem heiß ersehnten Nachwuchs zu verhelfen?
Die meisten Ärzte sprechen nach einem Jahr regelmäßigen, aber vergeblichen "Probierens" von Unfruchtbarkeit (Sterilität) eines Paares. Diese Auffassung orientiert sich an der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Seit einiger Zeit gewinnt auch die Auffassung der ESHRE (Europäische Gesellschaft für Humane Reproduktion und Embryologie) zunehmend an Bedeutung, die erst nach zwei Jahren vergeblichen Versuchens von Sterilität sprechen will. Damit wird den veränderten Lebensbedingungen in den westlichen Industrienationen Rechnung getragen. Zum Beispiel der größeren Mobilität der Partner (die oft aus beruflichen Gründen nicht zusammen wohnen), oder der stärkeren beruflichen Anforderungen, die regelmäßigen Sex häufig nicht möglich machen.
Keine wertvolle Zeit verlieren
Ob nun ein oder zwei Jahre, ein Kompromiss ist hier die beste Lösung: "Nach einem Jahr sollte ein Paar zum Arzt gehen, um feststellen zu lassen, ob keine medizinischen Gründe gegen eine Schwangerschaft sprechen", rät Dr. med. Irene Pütz, Mitglied einer Kölner Kinderwunsch-Praxis. "Wenn dann alles in Ordnung ist, kann man ja immer noch ein weiteres Jahr abwarten. Auf diese Weise wird keine wertvolle Zeit verloren."
Von der Unfruchtbarkeit (Sterilität) muss man die so genannte Infertilität abgrenzen. Hierbei wird die Frau zwar schwanger, verliert aber aus verschiedenen Ursachen das Kind immer, bevor es außerhalb des Mutterleibs lebensfähig ist und ausgetragen werden kann.




