(Un-)Fruchtbarkeit und Psyche

Wenn der Kinderwunsch die Seele belastet

Der Umgang mit dem Machbarkeitswahn

Paare, die vergeblich versuchen, schwanger zu werden, haben heute die Möglichkeit, durch neue medizinische Behandlungstechniken dem Storch auf die Sprünge zu helfen. Dies ist zunächst einmal erfreulich und tröstlich, birgt aber auch das Risiko, übergroße Erwartungen in die medizinischen Möglichkeiten zu setzen. Eine In-vitro-Fertilisationsbehandlung beispielsweise ist "in Deutschland nur in 14,7 Prozent pro durchgeführtem Versuch erfolgreich", schreibt Dr. Tewes Wischmann in der Fachzeitschrift "Gynäkologe".

Ebenso wie im Umgang mit dem Thema Sterben und Tod werden Menschen auch bei der Entstehung neuen Lebens mit der Einsicht konfrontiert, dass sich diese Bereiche unserer Existenz nach wie vor absoluter menschlicher Kontrolle entziehen. Dies zu akzeptieren und sich den unvorhersehbaren Wechselfällen des Lebens hinzugeben, ohne etwas mit aller Macht erzwingen zu wollen, ist eine Aufgabe, die sich allen Menschen – und so auch Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch – immer wieder stellt.

Lesen Sie dazu auch:

Das urbia-Special Kinderwunsch

Hilfreiche Links:

Die Kinderwunschseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Kinderwunschberatung der Uni Heidelberg

Wunschkind e.V., der bundesweite Verein der Selbsthilfegruppen zum Thema ungewollter Kinderlosigkeit

Beratungsnetzwerk Kinderwunsch Deutschland (BKiD)

Aktueller Übersichtsartikel zum Stand der Forschung, von Dr. Tewes Wischmann: "Psychogene Fertilitätsstörungen - Mythen und Fakten"

Linkliste zum Thema Kinderwunsch

Ein aktuelles Buch zum Thema:

Wie weit gehen wir für ein Kind?