Erfahrungsbericht eines Paares

Wunschkind mit Hindernissen

Als sie nach zwei Jahren immer noch nicht schwanger war, wurde bei Angela eine Endometriose festgestellt. Doch inzwischen erwartet sie schon ihr zweites Kind.

von Gabriele Möller
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Eltern Neugeborenes gluecklich iStock hannamonika
Foto: © iStockphoto.com/ hannamonika

Endometriose: Erkrankung kann zu Sterilität führen

Sie hatten fast nicht mehr daran geglaubt, dass auch in ihrem Haus einmal lautes Kindergeschrei zu hören sein würde. Angela und Andreas Wasserberg* brauchten mehr als Geduld und Spucke, um doch noch zu ihrem Traumkind zu kommen.

Eigentlich schien alles in Ordnung

Angela Wasserberg (33) hatte mit 24 Jahren die Pille abgesetzt. Sie war regelmäßig zum Frauenarzt gegangen, der ihr jedes Mal versicherte, dass bei ihr alles in Ordnung sei. Fast zwei Jahre probierten sie und ihr Mann Andreas jedoch, ein Baby zu bekommen, ohne dass sich etwas tat. So langsam wurden sie ungeduldig. Die Ursache für den bisher unerfüllten Kinderwunsch kam dann ganz plötzlich und völlig unerwartet zutage - Angela begann eines Tages, aus dem Bauchnabel zu bluten. Die Diagnose der Ärzte: Nabelbruch. Zunächst nichts Ungewöhnliches. "Ich sollte dann eine kleine Operation bekommen, bei der der Bruch genäht wird", erinnert sich Angela. Während der OP stellten die Ärzte fest, dass sich unter dem Bauchnabel eine große Zyste befand, die so stark nach außen gedrückt hatte, dass es schließlich zu dem Nabelbruch gekommen war. Ein noch während der OP herbeigerufener Gynäkologe stellte schließlich die Diagnose: schwere Endometriose mit Zystenbildung.

Endometriose ist eine recht häufige Erkrankung bei Frauen und führt auf lange Sicht oft zu Sterilität. Zellen der Gebärmutterschleimhaut siedeln sich außerhalb der Gebärmutter im Bauchraum an. Sie können verschiedene Bauch- und Unterleibsorgane besiedeln. Da sie den Monatszyklus der Frau genau wie die Gebärmutterschleimhaut mitmachen, bluten sie allmonatlich leicht oder stärker in die Bauchhöhle. Da Schleimhautfetzchen und Blut nicht abfließen können, entstehen manchmal blutgefüllte Hohlräume, sog. Schokoladenzysten. Endometriose kann Unfruchtbarkeit verursachen, wenn sich die Zellen zum Beispiel an oder in den Eileitern ansiedeln. Sie können deren Beweglichkeit (wichtig beim Transport einer Eizelle) oder deren Durchlässigkeit behindern (so dass keine Samenzellen zum Eigelangen können und das Ei nicht in die Gebärmutter gelangen kann).

(Namen von der Redaktion geändert)

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