Plätze sind rar
Betreuung für Kinder unter drei Jahren
Betreuungsplätze für Babys und Kleinkinder sind rar. Wo kann man sein Kleinkind betreuen lassen? Was kostet es? Wie viele Erzieher arbeiten in einer Gruppe? Dies und mehr lesen Sie in unserem Artikel.
Plätze sind rar
Die Schwedinnen tun es, die Holländerinnen sowieso. Und auch in Frankreich ist es ganz normal: Eltern, die berufstätig sind oder es nach der Geburt eines Babys wieder werden wollen, geben ihre Kleinen schon weit vor dem dritten Geburtstag in eine staatliche oder kommunale Einrichtung zur Kinderbetreuung. Und die gibt es dort in so großer Zahl, dass alle Elternwünsche erfüllt werden. Von diesem Zustand sind wir hierzulande noch weit entfernt. Auch wenn die Bundesfamilienministerin den Kommunen eine Finanzspritze von 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt hat, damit diese "ein bedarfsgerechtes Angebot für Kinder unter drei Jahren schaffen". So steht es im jüngst verabschiedeten Tagesbetreuungsausbaugesetz.
Das Bundesland NRW schneidet bei den Betreuungsplätzen für die Kleinsten besonders schlecht ab. Landesweit sind für nur 2,8 Prozent der unter Dreijährigen Plätze in Kindertagesstätten vorhanden, das Angebot schwankt von Kommune zu Kommune. So gibt es in Köln derzeit rund 1.600 Ganztags-Betreuungsplätze für Babys und Kleinkinder. Der tatsächliche Bedarf ist um ein Vielfaches höher. Wer eine Betreuung für ein Kind unter drei Jahren braucht, tut gut daran, sich frühzeitig zu informieren und anzumelden.
Parallel anmelden erhöht die Chance
Erfahrene Eltern raten, gleich mehrere Anmeldungen bei verschiedenen Einrichtungen abzugeben, um die „Trefferquote“ zu erhöhen. Viele Gemeinden bieten auf ihren Webseiten Verzeichnisse mit allen vorhandenen Kindertagesstätten an, geordnet nach Stadtbezirken. Sie enthalten auch Hinweise auf die so genannten „kleinen altersgemischten Gruppen“, in denen Babys von ein paar Monaten aufwärts bis hin zu sechs- oder siebenjährigen Kindern gemeinsam betreut werden. Im Zweifelsfall können Eltern auch beim Jugendamt anrufen und nach entsprechenden Adressen fragen. Träger von Kindertagesstätten sind entweder die Stadt, die beiden Kirchen oder andere freie Träger wie Elterninitiativen oder Wohlfahrtsverbände. Wichtig: da das Ganztagsplatz-Angebot üblicherweise nicht den Bedarf deckt, sollten Kinder schon kurz nach der Geburt angemeldet werden, denn die Wartezeit liegt oft bei über einem Jahr.







