Im Kleinkindalter häufig

Ach du Schreck! Alpträume

Sie wachen schreiend auf und lassen sich kaum mehr beruhigen: Viele kleine Kinder werden von Alpträumen geplagt. Meist besteht jedoch kein Grund zur Sorge.

von Petra Fleckenstein
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Junge Angst Bett
Foto: © iStockphoto.com/ Fitzer

Wenn plötzlich nachts die Angst kommt

"Endlich aus dem Gröbsten raus," dachte sich Claudia F., als ihr Sohn mit drei Jahren endlich zuverlässig durchschlief. Aber das Vergnügen währte nicht lange. Schon wenige Monate später schrie Janik nachts plötzlich wie am Spieß und klammerte sich an die herbeigeeilte Mutter. "Mama, ich hab Angst", war das einzige, was er sagen konnte. In seinem Bett wollte er nicht weiterschlafen. So ging es fortan Nacht für Nacht.

Claudia F. begann, sich Sorgen zu machen. Bedeuteten Janiks Alpträume, dass er ein traumatisches Erlebnis zu verarbeiten hat oder dass sie in ihrer Erziehung irgendetwas falsch macht?

Angstträume gehören zum normalen Schlafverhalten

Träume, auch solche mit angstmachendem Inhalt, gehören zum normalen Schlafverhalten von Kindern. Im Alter zwischen drei und fünf Jahren treten sie bei manchen Kindern besonders häufig auf. Schätzungsweise ein Drittel aller Kinder ist davon betroffen – allerdings in sehr unterschiedlicher Intensität. In den meisten Fällen liegt kein besonders belastendes Ereignis zu Grunde, die Träume sind einfach Ausdruck des sich erweiternden kindlichen Bewusstseins, was auch mit Ängsten einhergeht. Bei Janik zum Beispiel war es eine Kirchenglocke, die er einmal tagsüber aus der Nähe hatte läuten hören, die ihn fortan nächtlich schreckte. Immer wieder träumte er sie riesengroß in der Ecke seines Kinderzimmers und wachte mit vor Entsetzen geweiteten Augen auf.