Retro, Frühling oder Märchen

Motto-Hochzeiten: Heiraten nach einem Thema

Ob retro, grüne Hochzeit oder Frühlingszauber, es gibt zahlreiche schöne Themen und Motive für Hochzeiten. Und immer mehr Brautpaare feiern eine solche Themen-Hochzeit. Hier findest du Tipps und Ideen für Motto-Hochzeiten und ihre Umsetzung.

Autor: Heike Byn
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Welche Themenhochzeit passt zu uns?

Mottohochzeiten
Foto: © colourbox

Pudrige, zarte Farben für wallende, mädchenhafte Gewänder. Dazu filigranes Mobiliar und überall Blütenblätter: Keine Frage, so eine durchgestylte Frühlingshochzeit macht optisch schon eine Menge her – muss aber auch zu Braut und Bräutigam passen. Denn wenn die beiden durch Outfit und Einrichtung sonst eher für einen rustikalen, bodenständigen Stil bekannt sind, hat solch ein verspieltes Hochzeitsmotto nun wirklich nichts mit ihren Persönlichkeiten zu tun. Bestimmt gibt es stattdessen ein gemeinsames Hobby oder ein Lieblingsreiseziel, das sich viel besser als Hochzeitsthema eignet. Die beiden sind gerne in der Natur? Wie wäre es mit einer Hochzeit im Grünen? Das Paar liebt Fantasy-Rollenspiele oder ist ganz im Stil der 1950er Jahre zuhause? Dann bieten sich doch Themenhochzeiten mit Märchen- oder Vintage-Motti an.

Doch eins ist klar: Was schön aussieht, macht meist auch mehr Arbeit. Eine Mottohochzeit braucht alleine schon deshalb mehr Planung und Vorbereitung, weil meist nicht nur das Brautpaar und auch die Gäste dem Motto entsprechend gekleidet sein sollen, sondern auch die Tischdekoration und die Ausstattung der Hochzeitslocation dem Thema entsprechen. Das gilt selbst für kleine Details wie das Gästebuch oder die Tischkärtchen neben den Tellern. So ein Motto oder Thema zieht sich demnach wie ein roter Faden durch die komplette Hochzeit. Besonders beliebt sind seit einiger Zeit …

Hochzeitsmotto Frühling

Mottohochzeit Frühling
Foto: © Kai und Kristin Fotografie / www.kaiundkristin.de
Wenn im Frühling die Natur aufs Neue erwacht, ist das nicht nur für alle Blumen, Pflanzen und Bäume das Zeichen für einen Neuanfang: Auch viele Paare starten vor allem im Wonnemonat Mai mit ihrer Hochzeit in ein neues, gemeinsames Leben. Die Kraft und das Licht der Sonne sorgen in der Pflanzenwelt für wahre Farbexplosionen: Auf zarten grünen Knospen in leuchtendem Grün folgt die bunte Blüte von Tulpen, Narzissen, Flieder, Magnolien und Obstbäumen. Dieser Farbenrausch lässt sich prima für den Blumenschmuck und andere Deko-Elemente einer Frühlingshochzeit nutzen – oder das Paar feiert gleich im Grünen und nutzt das natürliche Farbenspiel als Kulisse.

Wie umsetzen?

Eine Hochzeit im Mai oder frühen Juni verlockt geradezu zum draußen Feiern. Allerdings kann es auch dann in unseren Breiten immer noch morgens und abends kühl sein – oder heftig regnen. Denke bei der Suche nach dem passenden Ort deshalb daran, notfalls auch in ein hübsch dekoriertes Zelt oder einen Pavillon ausweichen zu können. Oder du suchst dir eine Räumlichkeit, die dir von vorneherein die Möglichkeit bietet, je nach Bedarf und Wetter drinnen und draußen – zum Beispiel auf einer großen Terrasse – zu feiern. Für den dekorativen Rahmen bieten sich typische Frühlingsblüher-Farben wie Gelb, Rosa, Lila, Orange oder Rot an. Diese Farben können sich im Brautstrauß ebenso wiederfinden wie in der Saal- und Tischdekoration. 

Hochzeitsmotto Sommer

Mottohochzeiten Sommer
Foto: © Kai und Kristin Fotografie / www.kaiundkristin.de
Sommer, Sonne, gute Laune. Die Natur zeigt sich in sattem Grün, die Sommerblumen stehen in voller Blüte und die Wärme lässt die Vorfreude auf den Sommerurlaub steigen. Wetter und Jahreszeit sind einfach perfekt für ein rauschendes Fest mit farbenfroher, leichter Sommergarderobe. Am schönsten ist es natürlich, wenn die Hochzeit im Freien stattfinden kann: Die bunten Blumen und das Grün von Wiesen und Bäumen bilden denn auch einen tollen Kontrast zum meist weißen Kleid der Braut. Apropos: Warum sollte die Braut nicht angesichts oft hochsommerlicher Temperaturen ernsthaft an ein kurzes Kleid denken? Oder nach der Trauung die lange Robe gegen ein kurzes weißes Cocktailkleid tauschen? So ist sie dennoch als Mittelpunkt des Festes zu erkennen und gerät nicht so leicht ins Schwitzen. 

Wie umsetzen?

Top-Orte für eine Sommerhochzeit sind Gutshöfe, Landgasthöfe, Klosteranlagen oder Locations an Seen. Alternativ zum üblichen Buffet oder Menu ist jetzt ein stilvolles Grillfest genau das Richtige – und dazu eine antialkoholische „Saftbar“, die Groß und Klein zum Trinken animiert. Wichtig: Da du vor allem um die Mittagszeit mit großer Hitze rechnen musst, solltest du deinen Gästen schattige Plätzchen in einem Zelt, Pavillon oder Innenbereich anbieten können. Schön, wenn die eigentliche Trauungszeremonie und das Mittag- oder Abendessen unter freiem Himmel stattfinden. In der Dekoration können jetzt ruhig zurückhaltende Farben wie Weiß oder Creme den Ton angeben, da die Natur schon bunt genug ist. Denke auch an Lichterketten, Lampions und Kerzen, damit sich die Feier stimmungsvoll bis in die Nacht ausdehnen kann. Der Frische-Tipp: Wassersprays, Erfrischungstücher, kleine Handventilatoren oder schicke Fächer sorgen bei den Gästen an heißen Sommertagen für ein bisschen Abkühlung.


Die grüne, nachhaltige Hochzeit

Mottohochzeit Nachhaltig
Foto: © Laureen Bengel / www.dekoemotions.de
Wer „grün“ und „nachhaltig“ hört, denkt jetzt vielleicht an Ökosandalen, vegane Kost und wabernde Baumwollklamotten. Doch von wegen: Umweltbewusstsein und rauschende Fest müssen sich keineswegs ausschließen. Schließlich können Gastgeber mit gesundem Umweltbewusstsein sehr wohl Wert auf Nachhaltigkeit legen, ohne dabei auf Style und Spaß zu verzichten. Egal, wie viele „grüne“ Elemente ein Paar auch in die Feier einbaut, den meisten Brautleuten ist es wichtig Ressourcen zu nutzen, die bereits vorhanden sind und möglichst auf regionale Dienstleister mit lokalen Produkten zurückzugreifen. Das gilt für den Floristen genauso wie für den Caterer.

Wie umsetzen?

Suche fürs Hochzeitsmenü gezielt nach Anbietern, die saisonale und lokal produzierte Lebensmittel verarbeiten. Da erfahrungsgemäß immer Essen übrigbleibt, kannst du die Gäste vorher bitten, Dosen mitzubringen oder du spendest den Rest gleich an eine soziale Einrichtung wie „Die Tafel“. Gerade mit den kleinen Dingen rund ums Fest zeigt ein Paar, welche Werte ihm wichtig sind und wofür es steht: Das fängt schon mit den Einladungen an, die auch auf Recyclingpapier individuell und gut aussehen. Selbst Eheringe und Schmuck bekommst du heute aus fairem Edelmetallhandel. Wer mag und Traditionen schätzt, kann sich auch aus altem Erbschmuck der Vorfahren neue Eheringe herstellen lassen – oder gleich unter Anleitung selbst schmieden. Frage bei deiner örtlichen Goldschmiede-Innung nach Anbietern solcher Kurse.

Hochzeitsmotto Märchen

Mottohochzeit Märchen
Foto: © www.seasondelights.de
Hat nicht an sich jede Hochzeit schon etwas Märchenhaftes? Allein, weil die meisten Bräute immer noch gerne lange weiße Roben dazu tragen. Viele möchten sich dazu wie eine echte Prinzessin fühlen und fahren mit einer Kutsche zur Kirche. Warum sollten sie und andere Freundinnen märchenhafter Szenerien dann nicht gleich eine romantische Märchenhochzeit feiern? Inklusive prunkvollem Brautkleid mit Reifrock und Schleppe. Der Bräutigam erscheint passend zum Motto im Smoking, bei einer stylischen Glamour-Hochzeit darf es sogar einer ganz in Weiß sein.

Wie umsetzen?

A und O einer Märchenhochzeit ist das passende Ambiente: Miete Räume eines Schlosses oder einer Burg, das ist längst nicht so teuer, wie man denkt. Gibt es dazu keinen passenden Ort in deiner Nähe, kannst du auch jeden anderen Festsaal entsprechend ausstaffieren. Wer mag, kann sich mit einem ritterlichen Festschmaus ins Mittelalter zurückkatapultieren. Nicht nur kleine Gäste werden es dir angesichts des hohen Anteils an „Fingerfood“ danken. Passend zum Thema „Märchen“ oder „Ritterzeit“ können sich deine Gäste dann auch gerne kleiden. Aber mache das nicht zum Zwang, nicht jeder fühlt sich wohl im Kostüm oder Burgfräulein-Kleid!

Die Vintage-Hochzeit

Mottohochzeit Vintage
Foto: © Kai und Kristin Fotografie / www.kaiundkristin.de
Feste im Retro-Chic einer Vintage-Hochzeit haben ihren Ursprung in den USA. Doch auch hierzulande sind solche Feiern angesagt. Dabei orientiert sich das Brautpaar am Stil vergangener Epochen – meist von den 1920er bis 70er Jahren. Manchen gefallen besonders Dinge aus Großmutters Zeiten – wie Spitzendeckchen, Fotos in Sepia, alte Koffer oder Nähmaschinen. Andere wollen lieber eine Rock’n’Roll-Party im Stil der 1950-er Jahre feiern oder eine Hollywood-Glamour-Party á la „Goldene Zwanziger“. Abgesehen vom unverwechselbaren Stil hat eine Vintage-Hochzeit auch andere Vorteile: Sie ist „grün“, also nachhaltig, weil viele Sachen wiederverwendet werden und damit oft auch preisgünstiger als andere Hochzeiten.

Wie umsetzen?

Besonders authentisch wird es, wenn du Dinge aus der Familiengeschichte als Hochzeitsdekoration verwendest. Wie wäre es beispielsweise mit Hochzeitsfotos deiner Großeltern oder Urgroßeltern, die den Hochzeitssaal schmücken? Das gibt gleich Gesprächsstoff für deine Gäste. Hast du keine eigenen Familienschätze, kannst du auf Floh- und Trödelmärkten sowie im Internet fündig werden. Du kannst nur einige Details für deine Hochzeit im Retro-Look gestalten oder gleich die ganze Hochzeit – von der Einladung bis zur Dankeskarte. Inklusive der Gästeschar, die sich mit einem individuellen Outfit auf das Thema einlassen soll – mache das dann auch schon auf der Einladung klar. 

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