Der Bund fürs Leben

Verheiratet: Was ist anders geworden?

Sex vor der Ehe ist erlaubt, eine gemeinsame Wohnung üblich - warum eigentlich noch heiraten? urbia befragte Paare danach, was sich durch die Heirat änderte.

Autor: Constanze Nieder
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urbia befragte jung verheiratete Paare

Paar Bett panther Doreen Salcher
Foto: © panthermedia, Doreen Salcher

Früher war alles ganz anders, da wurde erst geheiratet, bevor Mann und Frau zusammenzogen. Sex vor der Ehe gab´s natürlich (offiziell) nicht. Mehr als ein Küsschen war nicht schicklich und brachte vor allem das Fräulein in Verruf. Heute gibt es keine Fräuleins mehr; Sex ist vor der Ehe gestattet, und dass Paare mit gemeinsamen Kindern, aber ohne Trauschein zusammen leben, ist auch normal. Was treibt die Paare denn dann noch aufs Standesamt oder vor den Traualtar? Was ändert sich durch die Heirat, ändert sich überhaupt etwas? urbia befragte jungverheiratete Ehepaare.

Zugehörigkeitsgefühl ist stärker

Nach kurzer Überlegung antwortet Bernd: "Verändert hat sich eigentlich nichts. Man flachst schon mal rum, wenn Christine mit einem anderen Mann spricht, dann sag ich: "Na na, Du bist jetzt verheiratet". Noch einmal nachgehakt meint Bernd: "Klar, das Zusammengehörigkeitsgefühl ist schon stärker geworden."

"Ich habe immer gedacht, es hätte sich nichts geändert", meint Claudia: "Das stimmt aber nicht. Die Bindung ist einfach fester geworden. Negativ ausgedrückt: Ich würde mich nicht mehr so leichtfertig trennen." Wobei die Beziehung auch vor der Heirat alles andere als locker war: Claudia und Marc haben vor dem Ja-Wort schon einige Jahre zusammen gewohnt und sind in dieser Hinsicht "Alltagserprobt". Aber trotzdem: Das Zusammenleben ist eingespielter geworden und seit der Sohn geboren wurde, ist das Verantwortungsbewusstsein ohnehin ein ganz anderes geworden.

Änderung der Steuerklasse

Ganz flapsig meint Annette S.: "Die Steuerklasse hat sich geändert." Sonst nichts? "Doch", räumt sie ein: "Es ist doch ein Unterschied, ob ich "mein Freund" oder "mein Mann" sage. Die Beziehung ist einfach fester geworden. Aber vorher waren wir ja auch schon lange zusammen." Thomas pflichtet ihr bei: "Die Bindung ist noch stärker geworden. Durch die Heirat und dem damit ausgedrückten Wunsch für immer zusammen zu bleiben beschreitet man ja automatisch einen festgelegteren Weg für die Zukunft, man plant anders und fühlt sich als Familie. Der Sicherheitsaspekt spielt auch eine Rolle. Außerdem bekommt man mit Schwiegereltern, Nichte und Schwager auch eine größere Familie, übernimmt damit aber auch andere Verpflichtungen."

Aus Mein und Dein wird Unser

Anton, der von den Eindrücken der Hochzeit noch ganz beseelt ist, fühlt sich durch diesen Schritt in seiner Beziehung noch glücklicher: "Gefühlsmäßig hat sich etwas geändert, der Zusammenhalt ist einfach gewachsen. Das Denken ist zukunftsorientierter, man denkt stärker an die Familienplanung und aus Mein und Dein wird Unser."

Anne antwortet spontan: "Jetzt hab ich eine andere Steuerklasse." Da die Beziehung aber auch schon vorher sehr fest war, hat sich emotional eigentlich nichts geändert. Gleichwohl hat sie den Ringtausch als sehr schön für die innere Beziehung angesehen. "Wir sehen die Ringe nicht als äußerliches Symbol. Aber es war für uns selbst einfach schön." Beide haben ihre Nachnamen beibehalten; der gemeinsame Sohn behält den Namen seiner Mutter. "Die gemeinsame Wohnung und die Geburt unseres Kindes haben für uns weit mehr Veränderungen gebracht als die Heirat."

"Mit oder ohne Trauschein war mir egal"

"Verändert hat sich außer der Steuerklasse eigentlich nichts", sagt auch Annette F.: "Wegen mir hätten wir nicht unbedingt heiraten müssen. Die Beziehung war auch vorher schon sehr eng und ich war mir sicher, dass das der Mann ist, mit dem ich zusammen bleiben will – mit oder ohne Trauschein. Für ihn hatte aber vor allen Dingen die kirchliche Trauung eine große Bedeutung: das heilige Sakrament der Ehe."

Die Frau, die ich von Herzen liebe

Piet, bis vor wenigen Monaten noch ein bekennender Heiratsmuffel, hat Maria, die Mutter seiner Tochter dann doch vor den Traualtar geführt – freiwillig. Noch auf der Hochzeitsfeier hat er mit seiner bisherigen Vorstellung aufgeräumt: "Vorher hab ich gedacht, da sagst Du zweimal 'Ja' und das war´s. Weit gefehlt. Ich hätte niemals gedacht, dass sowohl die standesamtliche als auch die kirchliche Trauung so eindrucksvoll sind. Dass das so wunderbare Augenblicke sind", voller Rührung ergänzt er: "Maria ist einfach die Frau, die ich von ganzem Herzen liebe."

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