In 5 Schritten zu mehr Harmonie

Nie mehr Geld-Stress mit dem Partner

Es gibt wohl kaum eine Beziehung, in der es nicht ab und zu Streit wegen des lieben Geldes gibt. Wofür wird das Familieneinkommen ausgegeben - und wofür nicht? Mit unseren fünf Tipps können Sie solche Streitthemen in Zukunft gelassener angehen.

Autor: Oliver Mest
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Paar Streit auf dem Sofa
Foto: © panthermedia.net/ Wavebreak Media Ltd

Geld ist das Stress-Thema Nummer 1 in der Partnerschaft: Die meisten Konflikte entzünden sich oberflächlich am Sinn und Unsinn einzelner Ausgaben: Müssen drei Paar Schuhe -  auf einen Schlag gekauft -  wirklich sein, und ist der neue PC, das neue Surfbrett, das top-aktuelle Smartphone wirklich nötig?

Tatsächlich aber liegt der Grund für den Geld-Stress meist tiefer: Wenn Geiz auf Verschwendung trifft und der Sparsame mit dem Verschwenderischen unter einem Dach leben muss, dann ist genauso Streit vorprogrammiert, als wenn ein finanziell Sorgloser auf jemanden trifft, der beim Geld immer alles wissen will. Aber lassen Sie den Streit ums Geld gar nicht zu einem echten Stress-Faktor werden: In fünf Schritten beenden Sie den Knatsch ums Geld.

  • Schritt 1: Über Geld reden
    Über Geld redet man nicht – dieses Credo gilt seit Generationen, und es ist auch schon so lange falsch. Geld sollte kein Tabuthema sein, denn beim Geld besteht Redebedarf! Machen Sie Geld behutsam, aber frühzeitig in Ihrer Partnerschaft zum Thema. Es wird auf Dauer sowieso nicht gut gehen, wenn der eine von Ihnen zum großzügigen „Verprassen" neigt, während der andere Stacheldraht um das Portmonee legt. Am besten setzen Sie sich regelmäßig einmal im Monat zusammen, und reden Sie über die Finanzen. Welche Ausgaben stehen an? Wie viel wollen Sie sparen? Wie soll Ihr Geld angelegt werden? Denken Sie daran: Es bringt nichts, das Thema zu verdrängen – das Problem ist nur aufgeschoben und eskaliert dann eben später.
  • Schritt 2: Vertrauen Sie sich
    Ein stressloser Umgang mit Geld in der Partnerschaft funktioniert nur, wenn Sie sich gegenseitig vertrauen. Das bedeutet: Jeder hat Zugriff auf das gemeinsame Geld, die gemeinsamen Konten, die Karten, die Geldanlagen. Keiner von beiden Partnern hat noch ein geheimes Konto für Notfälle, niemand spekuliert hinter dem Rücken des anderen an der Börse, und die Konten lauten immer auf die Namen beider Partner. Vor allem das „gemeinsame Konto" sorgt immer wieder für Streit: Wenn beide Partner ihr eigenes Geld (und vergleichbar viel) verdienen, sind getrennte Konten nicht einmal das Problem. Denn damit behält sich jeder ein Stück finanzielle Freiheit, die er sowieso durch das eigene Einkommen hat. Wenn aber ein Partner sehr viel weniger oder (z. B. während der Kinderbetreuung gar nichts) verdient, dann sind getrennte Konten keine Alternative. Denn es müssen immer Transferzahlungen stattfinden – vom Besserverdiener zum Gering- oder Gar-nicht-Verdiener. Und damit wird eine Trennung „Mein Geld – Dein Geld" zementiert, die genau das Gegenteil dessen ist, was eine gute Beziehung eigentlich ausmacht: Nämlich (ein eben auch finanzielles) Zusammengehörigkeitsgefühl.
  • Schritt 3: Schließen Sie Kompromisse
    Sich um Geld zu streiten, bringt nichts. Sie haben anschließend nicht mehr im Portmonee, Ihre Sorgen sind auch nicht kleiner, der Streit eskaliert vielleicht noch, und die Beziehung leidet darunter. Suchen Sie bei Geldfragen ohne emotionalen und verletzenden Streit einen Kompromiss – und zwar schnell! Geben Sie einfach auch einmal nach, wenn Ihr Partner mehr Geld ausgeben will, als Sie vielleicht für nötig halten. Gönnen Sie Ihrem Partner diesen kleinen Luxus, auch wenn Sie ihn für sinnlose Verschwendung halten. Oder halten Sie sich zurück, wenn Ebbe in der Kasse ist und eine Anschaffung wirklich noch warten kann. Fühlen Sie sich nicht bevormundet, sondern freuen Sie sich eher darüber, dass Sie einen verantwortungsbewussten Partner haben, der sich um Ihre finanzielle Situation sorgt.
  • Schritt 4: Machen Sie Geld nicht zum Stellvertreter
    Tatsächlich haben viele Geld-Streitigkeiten eigentlich nichts mit dem Geldausgeben an sich zu tun. Geld wird oft als Stellvertreter benutzt: Wir sprechen von einer Gehaltserhöhung und sind eigentlich stolz auf unser berufliches Vorankommen. Wir streiten über Ausgaben und sind eigentlich nur verletzt, weil der Partner Erwartungen nicht erfüllt. Geld ist etwas Greifbares, das wir in Euro und Cent messen können, und es lässt sich immer leichter in Euro und Cent argumentieren als mit Angst, Sorgen, Verletzlichkeit, Liebe oder Zuneigung. Nutzen Sie Geld nicht als Aufhänger für Streitigkeiten, deren wahrer Grund woanders liegt. Wenn Ihr Partner Sie verletzt hat, sagen Sie ihm das. Und sagen Sie ihm nicht, dass er weniger Geld ausgeben soll.
  • Schritt 5: Geben Sie dem Geld keine Macht!
    Geld regiert die Welt. Dieser Spruch ist zwar wenig tiefsinnig, aber er stimmt natürlich – auch in vielen Partnerschaften, in denen der (Haupt-)Verdiener den finanziellen Kurs vorgibt und bestimmt, wie das verdiente Geld ausgegeben wird. Der schlechter oder nicht verdienende Partner bleibt bei Geld-Entscheidungen oft außen vor und darf nicht mitreden. Entscheiden Sie sich anders: Nutzen Sie Geld niemals als Mittel, um Ihre Macht in der Partnerschaft zu demonstrieren. Gewinnen können Sie dabei gar nichts, Sie demütigen Ihren Partner nur und verlieren damit vielleicht auf Dauer seine Liebe. Vor allem, wenn Sie der Verdiener sind und Ihr Partner selbst kein eigenes Einkommen hat: Sie beleidigen Ihren Partner damit und setzen seine Leistung in der Partnerschaft (wie z. B. die Erziehung der Kinder oder das Führen des Haushalts) herab. Ganz wichtig: Jeder Partner braucht in einer Beziehung Geld für sich. Jeder sollte ein individuelles Budget oder Taschengeld haben, über das er frei verfügen kann. Wenn der eine den anderen um Geld bitten muss, ist das auf Dauer der sichere Tod der Liebe.
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