Erkenntnisse aus dem Tierreich
Sind Softies doch die besseren Männer?
Was können Tüpfelhyänenfrauen uns Menschenweibchen über Emanzipation bei der Partnerwahl lehren? Eine Forscherin fand heraus: Sanfte Männchen haben mehr Erfolg in der Liebe!
Der Softie - eigentlich schon ausgemustert
Er war ja eigentlich schon ein wenig ausgemustert – der Softie, diese besondere Spezies Mann, die uns die Frauenbewegung beschert und die wir ja zunächst auch mit weit ausgebreiteten Armen begrüßt hatten. War doch auch so, dass wir alle uns nach ihm sehnten – dem Mann, der endlich auch zuhören kann, der Gefühle zeigt, der Schwächen zulässt und der dies alles auch ein wenig in seinem gewaltfrei-farbigen Outfit ausdrückt.
Schockierend dann nur, wenn frau feststellte, dass der softe Ralf, Jens oder Klaus zwar ohne Zweifel als furchtbar netter Kerl durchging, aber kein Herzflimmern auszulösen im Stande war, wie sich dies angesichts der plump zur Schau gestellten Bizeps-Power des markigen Richard - noch dazu untermalt von knappen Macho-Sprüchen - regelmäßig einstellte. Allein hinter vorgehaltener Hand wagte frau es noch, der besten Freundin zuzuflüstern, dass sie wider alle Vernunft auf den gut gebauten Typen in der knappen schwarzen Lederhose steht, der im derzeitigen In-Schuppen ohne lange Umschweife auf sie zusteuerte und unmissverständlich durchscheinen ließ, was er im Laufe des Abends noch mit ihr anzufangen gedenke.
So langsam wurden die Haare der Männer wieder kürzer, die lila Latzhosen landeten in der Rotkreuz-Sammlung und der Macho wurde wieder gesellschaftsfähig - immerhin wenigstens dem Anschein nach angereichert mit einigen Softie-Qualitäten.

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