13.01.2012 Wöchnerinnenbefragung

Babyfreundlich ist besser!

Eine Wöchnerinnenbefragung in elf Geburtskliniken bescheinigt Babyfreundlichen Krankenhäusern eine überdurchschnittlich gute Betreuungsqualität. Ärzte, Pflege und Hebammen in Babyfreundlichen Krankenhäusern überzeugen durch Kompetenz. Und auch nicht-stillende Frauen äußern sich zufrieden

Autor: Babyfreundliches Krankenhaus (BFHI) e.V.
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Babyfreundliches Krankenhaus
Foto: © Fotolia.com/ Kati Molin

Geburtskliniken, die als „Babyfreundliches Krankenhaus“ zertifiziert sind, schnitten bei einer Wöchnerinnenbefragung insgesamt besser ab als Geburtskliniken ohne dieses Zertifikat. Die befragten Mütter messen der „Babyfreundlichkeit“ einer Klinik eine hohe Bedeutung bei. Bei den Entscheidungskriterien für die Auswahl einer geeigneten Geburtsklinik rangiert die zertifizierte „Babyfreundlichkeit“ an erster Stelle. Die Wöchnerinnen bewerten insbesondere die Stillförderung in Babyfreundlichen Krankenhäusern überdurchschnittlich positiv. Im Vergleich zu nicht zertifizierten Kliniken sind auch Frauen, die nicht stillen, mit der Beratung zur Säuglingsernährung in Babyfreundlichen Krankenhäusern zufriedener. Die Förderung der Eltern-Kind-Bindung wird von den Befragten als besonders wichtig eingestuft. Das Urteil der Wöchnerinnen zur Kompetenz der Ärzte, Pflege und Hebammen fiel in Babyfreundlichen Einrichtungen deutlich besser aus als die Bewertungen in nicht zertifizierten Kliniken. Bei Babyfreundlichen Krankenhäusern würden 80 Prozent der Wöchnerinnen das Krankenhaus unbedingt weiterempfehlen. Bei Einrichtungen, die eine Zertifizierung anstreben, waren es 70 Prozent.

Die spezifischen Fragen zur „Babyfreundlichkeit“ wurden ergänzt durch eine Befragung zum Service, zur Unterkunft, Verpflegung und Infrastruktur. „Auch in diesen Bereichen schnitten die Babyfreundlichen Krankenhäuser besser ab als andere Kliniken. Offenbar ist die offizielle Auszeichnung mit dem internationalen Qualitätssiegel ein Ansporn, in allen Bereichen eine rundum gute Qualität für die junge Familie anzubieten“, freut sich Gisela Meese, Geschäftsführerin der WHO/UNICEF-Initiative. Die Befragung erzielte im Vergleich zu anderen Befragungen guten Rücklauf. „Dies dokumentiert die hohe Bereitschaft der jungen Mütter, an der Qualitätsverbesserung der Geburtsklinik mitzuwirken“, betont Dr. Jan-Frederik Marx, Geschäftsführer der anaQuestra GmbH.

Wöchnerinnenbefragung zu Babyfreundlichen Qualitätskriterien

Die WHO/UNICEF-Initiative hat einen Fragebogen für die Messung der Wöchnerinnenzufriedenheit entwickelt, der die wichtigsten Qualitätskriterien eines Babyfreundlichen Krankenhauses erfasst. An der Befragung 2011 nahmen 14 Geburtsabteilungen teil, von denen sechs als „Babyfreundliches Krankenhaus“ anerkannt sind und acht die Anerkennung anstreben. Bei den spezifischen Babyfreundlichen Kriterien wurden die Daten innerhalb dieses Kollektivs verglichen. Darüber hinaus wurden auch Fragen zu weiteren allgemeinen Kriterien gestellt (Service, Unterkunft, Verpflegung und Infrastruktur). Die daraus gewonnenen Ergebnisse wurden zusätzlich mit Daten aus aktuellen Erhebungen in Geburtskliniken verglichen.

WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“

WHO und UNICEF haben sich zum Ziel gesetzt, die erste Lebensphase eines Neugeborenen besonders zu schützen. Mit der gemeinsamen Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“ haben sie ein Betreuungskonzept entwickelt, dem sich weltweit 20.000 Geburtskliniken angeschlossen haben. In Deutschland sind bereits 120 Geburts- und Kinderkliniken Mitglied der Initiative, 68 davon sind als „Babyfreundlich“ anerkannt.


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