13.01.2015 Studie „Eltern 2015“

Den größten Druck machen wir uns selbst

Nicht berufliche Anforderungen, sondern Zeitdruck und die eigenen hohen Ansprüche an die Elternrolle setzen Eltern heute besonders unter Druck. So lautet eines von vielen aufschlussreichen Ergebnissen der neuen ELTERN-Umfrage.

Autor: Petra Fleckenstein
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Studie Eltern 2015
Foto: © Fotolia.com/ Kzenon

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte im Auftrag von ELTERN rund 1000 Mütter und Väter mit Kindern bis zum Alter von 12 Jahren zu ihren Erwartungen an sich selbst, zur Rollenteilung bei der Erziehungsarbeit und zur Vereinbarung von Beruf und Familie befragt. Gleichzeitig befragte das Institut iconkids and youth 727 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren über deren Sicht auf Ihre Eltern. Und diese Ergebnisse zeigen: Mütter und Väter dürfen zufrieden mit sich sein, denn die große Mehrheit (92 Prozent) der befragten Kinder findet: „Meine Eltern sind die besten Eltern, die ich mir vorstellen kann" und „Bei meinen Eltern fühle ich mich immer sicher und wohl". (91 Prozent)

Eile, Hetze und Zeitdruck

Entscheidend für das tägliche Leben scheint der Zeitfaktor zu sein: 62 Prozent der Eltern (und sogar 67 Prozent der Mütter) stimmten der Aussage „Eile, Hetze und Zeitdruck sind Alltag" voll und ganz zu, während finanzielle Sorgen oder Unzufriedenheit mit Krippe, Kita und Schule nur jeweils 37 bzw. 30 Prozent volle Zustimmung erhielten.

Der Druck, den Eltern im Alltag empfinden, wird zum einen durch den gesellschaftlichen Wandel ausgelöst, denn 59 Prozent der Befragten finden, dass die Erwartungen und Anforderungen an Eltern heute höher sind als vor 30 Jahren. Neben den gesellschaftlichen Normen, die 40 Prozent der Eltern für den auf ihnen lastenden Druck verantwortlich machen, sind es aber besonders auch die eigenen Ansprüche, durch die sich 50 Prozent der Mütter und 32 Prozent der Väter gestresst fühlen. Nur 22 Prozent gaben hier Druck von Seiten der Wirtschaft oder ihres Arbeitgebers an.

Geteilte Erziehungsverantwortung: Realität oder Wunschvorstellung?

Auch wenn sich die Mehrheit der befragten Mütter und Väter für ein partnerschaftliches Erziehungsmodell aussprechen (76 Prozent), sieht der tatsächliche Alltag aus der weiblichen und männlichen Perspektive jeweils anders aus. Denn in der Praxis befanden nur 36 Prozent der Mütter, dass beide Partner gleichermaßen Hauptverantwortliche für die Erziehung und das Kindeswohl seien, während 63 Prozent der Väter der Ansicht waren, die Erziehungsarbeit würde paritätisch verteilt.

Hier finden Sie weitere Ergebnisse der beiden ELTERN-Studien.


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