05.06.2013 Erfolgreiche Prävention

Plötzlicher Kindstod: Immer weniger Fälle

Gute Nachrichten zu einem ernsten Thema: Nach Angaben des statistischen Bundesamts sind die Fallzahlen beim Plötzlichen Kindstod in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Ein großer Erfolg der vorbeugenden Maßnahmen, wie z.B. der richtigen Lage des Babys im Kinderbett.

Autor: Funny Handel/urbia
Seitenanfang
Baby schlafend mit Teddy
Foto: © Fotolia / S. Kobold

Kleines Wunder, großes Glück. Elternwerden gehört zu den innigsten und aufregendsten Momenten im Leben. Umso furchtbarer ist es, wenn das Baby stirbt – scheinbar gesund, unerwartet und im Schlaf. Nach wie vor zählt der Plötzliche Kindstod oder SIDS („Sudden Infant Death Syndrom") zu den häufigsten Todesarten bei Kindern unter zwei Jahren. Doch dank umfangreicher Aufklärungsarbeit und Verbesserungen im direkten Schlafumfeld der Kleinen werden die Fälle immer weniger. Laut aktuellsten Erhebungen vom Statistischen Bundesamt starben 2011 insgesamt 147 Kinder im ersten Lebensjahr an SIDS, davon 97 Jungen. Im Vergleich: Bis 1990 gab es jährlich noch rund 1.300 Todesfälle

Zwar ist im gleichen Zeitraum auch die Zahl der Lebendgeburten von 905.675 im Jahr 1990 auf 662.685 im Jahr 2011 gesunken. Dennoch ist die Zahl der Todesfälle durch Plötzlichen Säuglingstod tatsächlich deutlich zurückgegangen: Waren im Jahr 1991 noch 158,8 Todesfälle pro 100.000 Lebendgeborenen zu verzeichnen, ist diese Zahl dann in den Folgejahren kontinuierlich gefallen und betrug im Jahr 2011 "nur" noch 22,2 Todesfälle pro 100.000 Lebendgeborene. 

Diese Zahlen lassen vermuten, dass die Präventions-Bemühungen im Kampf gegen den Plötzlichen Kindstod erfolgreich waren und sind.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weist darauf hin, dass aufgrund zahlreicher Untersuchungen und Erfahrungen in anderen europäischen Ländern die Experten davon ausgehen, dass annähernd 90 Prozent der Todesfälle verhindert werden können, wenn Eltern einige einfache Maßnahmen zur Vorbeugung beachten. 

Einfach und effektiv: So schützen Eltern ihre Babys

Als „3-R-Faustregel“ zusammengefasst gilt „Rückenlage“ zum Schlafen, „Rauchfrei“ und „Richtig gebettet“. Unter dem letzten Punkt ist zu verstehen, dass Babys ihr eigenes Bett im Elternschlafzimmer haben sollten. In diesem schlafen sie am besten in einem passenden Schlafsack und auf einer schadstofffreien sowie luft- und wärmedurchlässigen Matratze.

Von Kissen, Decken, Lammfellen, Kopfbedeckungen, Schnüren, losen Tüchern, Bettnestchen oder zu großen beziehungsweise zu vielen kleinen Kuscheltieren raten Experten dringend ab.

Die optimale Raumtemperatur für die Schlummerstunden liegt bei 16 bis 18 Grad Celsius. Weitere Informationen gibt es in der Broschüre „Die optimale Schlafumgebung für Ihr Baby“ sowie in den Faltblättern „Sicherer Schlaf für mein Baby“ und „Der sichere Baby-Schlafsack“, die auf der Website der Gemeinsamen Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod (GEPS) kostenlos abrufbar sind. 

Babyphone mit Sensormatte: Bei Atemaussetzer Alarm

Wenn Eltern alle Präventionsmaßnahmen berücksichtigen, das Risiko aber weiter senken möchten, können Babyphone mit Sensormatten eingesetzt werden. Diese werden unter der Matratze platziert und registrieren auf der gesamten Liegefläche die kleinsten Bewegungen des Babys, sogar seine Atembewegungen. Wenn diese 15 Sekunden lang ausbleiben, lösen sie Alarm aus. So haben Eltern die Möglichkeit, längere Atempausen – ein Risikofaktor für den Plötzlichen Säuglingstod – mitzubekommen und im Ernstfall rechtzeitig handeln zu können. 


Unsere Partner
  • SteriPharm Folio
  • Pampers
  • Nestle Bebe
  • Eltern Grußkarten
  • Vorname.com
  • Schöner Wohnen Shop