05.09.2009 Wenig Wissen über die Ursachen

Schon junge Menschen haben oft Rückenschmerzen

Jüngere Leute leiden fast genauso häufig an Rückenschmerzen wie ältere, doch über deren Ursachen sind sie weitaus schlechter informiert. Dies zeigt eine Umfrage im Auftrag der DAK. Lesen Sie hier, was Sie selbst für einen gesunden Rücken tun können.

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Frau mit Rueckenschmerzen DAK
Foto: © DAK

Die sonst so gut informierte Internetgeneration hat ihren blinden Fleck im Rücken: Zwar leiden fast zwei von drei unter 30-Jährigen mindestens einmal im Jahr unter Rückenschmerzen. Aber noch nicht einmal jeder Dritte kennt die häufigste Ursache dafür: Bewegungsmangel. Das ergab eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag der DAK.* Fast die Hälfte (47 Prozent) nennt falsches Heben oder Tragen als Hauptauslöser. Nur sieben Prozent tippen auf psychische Probleme, gerade mal ein Prozent auf Fehlernährung. „Tatsächlich sind Bewegungsmangel, Stress und falsche Ernährung die häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen“, betont DAK-Sprecher Jörg Bodanowitz. „Wer diese Zusammenhänge nicht kennt, ergreift meist wirkungslose Gegenmaßnahmen.“ Die Folge: Falsche Therapien und unnötige Ausfallzeiten kosten die Volkswirtschaft jährlich insgesamt rund sechs Milliarden Euro.

Schonen hilft nicht

Dabei leiden Jüngere mit 61 Prozent fast genau so häufig unter Rückenbeschwerden wie der Durchschnitt aller Befragten (68 Prozent). Immerhin wissen die Älteren aber etwas besser Bescheid: Bei den 45- bis 60-Jährigen steht mit 41 Prozent der Bewegungsmangel ganz vorn bei den Ursachen. Und sie handeln auch entsprechend: Mehr als zwei Drittel der Generationen 30 plus bewegen sich, wenn es im Kreuz zwickt. Bei den Jüngeren ist es nicht einmal die Hälfte.

Dafür steigt mit dem Alter der Schmerzmittelverbrauch: Bei den unter 30-Jährigen greifen nur acht Prozent als erstes zu Schmerzmedikamenten, bei den Befragten ab 45 Jahren sind es 27 Prozent. Unabhängig vom Alter nutzt die Hälfte der Befragten die bewährte Wärmflasche. „Wärme und Schmerzmittel können kurzfristig Verspannungen lösen und Schmerzen lindern. Damit der Rücken aber wieder fit wird, braucht er vor allem Bewegung“, betont Bodanowitz.

Der Rücken isst mit

Ganz wichtig für den Rücken ist auch eine gesunde Ernährung: „Frisches Obst und Gemüse versorgen den Körper mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen für den Knochenaufbau“, sagt Bodanowitz. „Wer sich außerdem täglich bewegt, stärkt Rückenmuskulatur und Knochen, baut Stresshormone ab und löst schmerzhafte Verspannungen.“ Hierfür ist kein ausgefeiltes Sportprogramm erforderlich, manchmal reicht schon ein strammer Spaziergang oder die Fahrt mit dem Fahrrad zur Arbeit. Jüngere Menschen können durch Bewegung und gesunde Ernährung sogar neue Knochensubstanz aufbauen. Ab 35 Jahren lässt sich mit einem aktiven Lebensstil dem altersbedingten Verlust an Knochenmasse entgegensteuern. Der Appell des DAK-Sprechers: „Bewegung und gesunde Ernährung können in jedem Alter Rückenschmerzen vorbeugen – und sind die beste Therapie bei Beschwerden.“

* Repräsentative DAK-Umfrage, Juli 2009; 1.003 Befragte im Alter von 18 bis 60 Jahren

Weitere Informationen rund um das Thema Gesundheit finden Sie auf der Internetseite der DAK.


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