31.07.2009

Schöne Haut

Schwangerschaftsstreifen: Vorsicht mit dem Gewicht

Cremen, zupfen oder massieren: Vielfältig sind die Tipps, damit die Haut die Schwangerschaft heil übersteht. Um Dehnungsstreifen vorzubeugen, raten Frauenärzte aber auch, auf das Gewicht zu achten.

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Dehnungsstreifen Frauenaerzte im Netz
Foto: © www.frauenärzte-im-netz.de

Maßvolle Gewichtszunahme durch gesunde Ernährung

Durch eine Gewichtszunahme im Normbereich, wird während der Schwangerschaft das Bindegewebe geschont und das Risiko für Schwangerschaftsstreifen vermindert. „Durch ausgewogene Ernährung und eine maßvolle Gewichtszunahme, können werdende Mütter Dehnungsstreifen der Haut ein Stück weit vorbeugen“, rät Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Umgekehrt fördert eine rasche Volumenzunahme des Körpers eine Überdehnung des Bindegewebes, wodurch es zu Faserrissen und Vernarbungen im Unterhautfettgewebe kommen kann. “ Insgesamt gelten 10 bis 15 Kilogramm Gewichtszunahme über die gesamte Schwangerschaft als normal. Entscheidend sind Körpergröße und -gewicht vor der Schwangerschaft, der so genannte Body-Mass-Index (BMI). So liegt die tolerable Gewichtszunahme bei einem niedrigen BMI (unter 19,8) bei 12,5 bis 18kg, bei einem mittleren BMI (19,8 bis 26) bei 11,5 bis 16kg und bei einem hohen BMI (über 26) bei 7,0 bis 11,5kg.

Auch eine gute Durchblutung hilft

Neben gesunder Ernährung vermag auch eine Durchblutungsförderung der Haut die Dehnungsfähigkeit der dieser zu unterstützen. Durch Gymnastik, Wechselduschen sowie Zupf- und Knetmassagen, die in der Frühschwangerschaft begonnen werden, können Frauen einen Beitrag leisten. „Allerdings sind Massagen leider keine Garantie dafür, von Schwangerschaftsstreifen verschont zu bleiben. Etwa jede dritte Schwangere muss mit solchen Hautveränderungen rechnen, die jedoch lediglich ein kosmetisches Problem darstellen“, ergänzt der Gynäkologe.

Besondere Vorsicht bei Mehrlingsschwangerschaften und großen Babys

Schwangerschaftsstreifen werden zunächst als rötliche, mehr oder weniger breite Streifen sichtbar, die sich meist auf Bauch, Brust, Po und Oberschenkeln abzeichnen. Diese Linien verblassen zwar nach einiger Zeit wieder, zurück bleiben jedoch helle Hautpartien. Frauen, die beispielsweise aufgrund einer genetischen Veranlagung ein schwaches Bindegewebe haben, sind besonders von Dehnungsstreifen betroffen. Auch Mehrlingsschwangerschaften und besonders große Babys erhöhen das Risiko.

Mehr Informationen unter: www.frauenaerzte-im-netz.de.